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Ausblick: Dem DAX droht die vorzeitige Umkehr

Von Alexander BosseAktienmärkte09.02.2019 13:49
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Ausblick: Dem DAX droht die vorzeitige Umkehr
Von Alexander Bosse   |  09.02.2019 13:49
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Der DAX konnte in der vergangenen Handelswoche erneut den Widerstand an der 11.350 nicht überwinden, prallte deutlich ab und musste auf Wochenschlussbasis sogar die 11.000-er Marke wieder hergeben. Dem DAX droht somit eine vorzeitige Trendumkehr, ohne die große SKS-Nackenlinie aus dem vergangenen Jahr erneut anzulaufen. Ein Grund für die Zurückhaltung könnte u. a. auch der Februar-Verfallstermin am 15.02. (nächsten Freitag) sein, welcher ab der 11.200 deutliche Positionierungen aufweist. Ein Abrechnungskurs oberhalb ist als unwahrscheinlich anzusehen und der DAX tendierte trotz guter Vorgaben von den US-Börsen seit 3 Wochen mit klarer Underperformance an dieser Zone. Ein neues Monatstief dürfte in der kommenden Handelswoche zu erwarten sein, aber noch bietet eine Unterstützungszone gute Reboundmöglichkeiten für die Bullen.

Positionierungen für den Verfallstermin Februar - stockstreet.de
Positionierungen für den Verfallstermin Februar - stockstreet.de

Blicken wir auf unsere Chartreihe, beginnend beim Big Picture im DAX Monatschart (jede Kerze stellt einen Monat dar), wo der DAX den Hausse-Aufwärtstrend von 2009 nach unten verlassen hat und seitdem den Bullenmarkt korrigiert. Im Januar konnte die neutrale Monatsspanne vom 10.570 beim 61,8-er Retracement der 2016-er Bewegung und dem 23,6-er Retracements (Haussevewegung) bei 11.230 durchlaufen werden. Eine Etablierung oberhalb der 11.200 könnte weiteres Erholungspotential zur 11.500/.720 ermöglichen. Bei Schwächetendenzen an der 11.200 muss ein Rücksetzer Richtung 10.700 und nachfolgend der .570 eingeplant werden. Unterhalb der .570 trübt sich das Chartbild wieder ein und ein neues Jahrestief wird wahrscheinlich.

DAX Monatschart
DAX Monatschart

Bonus: Was wäre ein gutes Ziel für den Bärenmarkt? (Version 23.12.2018)
Bei der Annahme, dass der DAX an der Supportzone 10.2/10.5 eine deutliche Zwischenerholung Richtung SKS-Nackenlinie (siehe Grafik) einleiten kann, wäre für die erste Jahreshälfte 2019 mit einer weiteren starken Abwärtswelle zu rechnen. Um 9.750 würden im Monatschart der sma100 und das 38,2-er Retracement der Haussebewegung verlaufen und einen wichtigen und starken Support darstellen. Untergeordnet wäre in dieser Zone zusätzlich ein rechnerisches Ziel der aktiven SKS-Formation, sowie die Unterkante eines steigenden Trendkanals aus 2013 zu finden. Viele wichtigen Unterstützungen werden sich somit in dieser Zone treffen. Ein Anziehungspunkt für die Bären, aber auch ein interessanter Buy-Trigger für die Bullen.

Best-Case/ Worst-Case: Im Best-Case-Szenario kann der DAX bereits an der 10.2 wieder nach oben nachhaltig abdrehen. Im Worst-Case-Szenario kann die 9.750 nicht verteidigt werden und die Zone 8.700/8.300 würde in den Fokus rücken (Kompletter Artikel: Ziel Bärenmarkt).

 DAX seit 2013 - Identische Supportzone - Grafik Dez. 2018
DAX seit 2013 - Identische Supportzone - Grafik Dez. 2018


Zoomen wir weiter in den DAX Wochenchart, wo nach Test der Supportzone 10.2/10.8 eine starke Erholungsbewegung einsetzte. In den letzten drei Handelswochen mühte sich der DAX am ema200 (.350) und konnte diesen nicht überwinden. Durch den deutlichen Abpraller und Wochenschluss unterhalb der 11.100/11k droht nun die vorzeitige Gipfelvollendung und das Auslassen der Reboundbewegung zur fallenden SKS-Nackenlinie knapp oberhalb der 11.500.

Die 11.000 stellt in der kommenden Woche den ersten relevanten Widerstand dar. Oberhalb wären noch Erholungsbewegungen zur 11.110 & .170 denkbar. Darüber würde sich das Bild wieder Richtung 11.350 aufhellen. Unterhalb der 11k stellen die 10.930/.870/.800 Zwischenmarken auf dem Weg zur alten Oktober-Abwärtstrendlinie dar, welche sich im Wochenverlauf zur 10.700 bewegt. Ein interessantes unteres Wochenziel für den DAX. Ein Rücklauf in den alten Abwärtstrend dürfte die Abwärtsbewegung weiter verschärfen und die 10.570 wieder in den Fokus rücken.

Kurzum: Weitere Tiefpunkte sind wahrscheinlich. Der DAX hat gute Chance bereits ab der 11k/11.1 abzudrehen und ein neues Monatstief Richtung 10.700 anzusteuern.

 DAX Wochenchart
DAX Wochenchart


Blicken wir abschließend noch auf das kleinere Chartbild im DAX Tageschart (Future & Xetra), wo jede Kerze einen Tag darstellt. In der vergangenen Handelswoche wurden sma100 und ema100 im Xetra-DAX bei .350 getestet und konnten nicht überwunden werden. Der Abpraller führte über das mittlere Bollingerband bei .110 unter die symbolische Marke von 11k. Der Retest der alten Oktober-Abwärtstrendlinie (fallend Richtung 10.7) ist mit dieser Bewegung wahrscheinlich geworden. Als bärische Reboundmarken bieten sich in der kommenden Woche bereits die 11k/11.040/11.110 an. Über die 10.930/.870 könnte anschließend zügig die Trendlinie angesteuert werden. Darunter würden neue Verkaufssignale drohen. Oberhalb der 11.110 würde hingegen die 11.170 eine letzte Umkehrmarke darstellen, bevor sich das Bild wieder Richtung 11.350 aufhellt.

Bullische Versuche könnten in der kommenden Woche schnell zu Konter der Bären führen und Verluste Richtung 10.700 ermöglichen. Kurse oberhalb der 11.200 sind zum Verfallstermin als unwahrscheinlich anzusehen.

 DAX Tageschart - Future
DAX Tageschart - Future
 DAX Tageschart - Xetra
DAX Tageschart - Xetra
 DAX Stundenchart - Test der Trendlinie voraus?
DAX Stundenchart - Test der Trendlinie voraus?

Der Marktüberblick im Video:

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Kommentare
Robert Zach/Investing.com
Robert Zach/Investing.com 11.02.2019 11:27
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Super Analyse, Alex!
Antwort
2 0
Chris Stuwy
Chris Stuwy 10.02.2019 21:00
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Keine klare Prognose, legen Sie sich fest! Nur zu sagen wenns hoch geht kanns weiter hoch gehen und wenns runter gehts wohl tiefer, kann sich jeder selber denken.
Antwort
0 3
Alexander Bosse
Alexander Bosse 10.02.2019 21:00
Antwort des Verfassers
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Es gibt nie nur diesen einen Weg und man sollte die Leser auch über die Alternativen aufklären. Meinen präferierten bärischen Weg habe ich zudem auch klar hervorgehoben und kann im letzten Chartbild sehr gut an den Prognosepfeilen erkannt werden.
Antwort
1 0
Martin Schuster
Martin Schuster 09.02.2019 22:21
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Top Analyse und Weitblick. Bitte weiter so!
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