Eine Brücke über die Cannabis-Lücke zwischen Europa und Nord-Amerika

Veröffentlicht am 02.07.2018, 14:03
Aktualisiert 09.07.2023, 12:31

Ab dem 1. Oktober 2018 soll es nicht mehr möglich sein, Cannabisaktien über deutsche Börsen zu handeln, bei denen Cleastream Banking S.A. involviert ist. Das in Luxemburg ansässige Clearing-Haus verkündete, dass es aufgrund von rechtlichen Gründen seitens Luxemburgs lokaler Aufsichtsbehörde CSSF keine Wertpapiere mehr verwahren kann, “bei denen das Hauptgeschäft direkt oder indirekt mit Cannabis und anderen Betäubungsmitteln verbunden ist”.

Um die Verwirrung komplett zu machen, verkündete Clearstream am Freitag, dass die “Beschränkungen nicht auf Wertpapiere angewendet werden, deren Hauptgeschäft aus medizinischem Cannabis besteht.” Da Cannabis für Genusszwecke aktuell in 9 US-Staaten sowie im Bundesdistrikt Washington D.C. legal ist, und dieses Jahr noch in ganz Kanada legalisiert wird, belasten sich CSSF und Clearstream mit der Aufgabe bzw. dem eher zum Scheitern verurteilten Versuch, zwischen den Haupt- und Nebengeschäftszwecken von Cannabisunternehmungen weltweit zu unterscheiden. Dabei drängt sich die Frage auf, wer eigentlich geschützt werden soll. Das Großherzogtum Luxemburg legalisierte Cannabis für medizinische Zwecke am Freitag, wonach Clearstream sich “anpasste”.

Dies alles bedeutet allerdings auch, dass börsengelistete Investmentfirmen wie Zimtu Capital Corp. nicht betroffen sind, auch wenn sie stark in Cannabisaktien investiert sind, denn das Hauptgeschäft von Zimtu liegt bekanntlich im Bereich Minenprojekte und Aktieninvestments. Der in Vancouver ansässige “Projektgenerator” könnte nun die Gunst der Stunde nutzen, um sich von einem Teil seiner Aktienbeteiligungen zu trennen und in den breiten Cannabismarkt zu reinvestieren.

Seitdem True Leaf Medicine International Ltd. (CSE: MJ) im Jahr 2015 an die Börse ging, ist Zimtu Capital ein Ankerinvestor und hält aktuell rund 1,1 Mio. Aktien (Marktwert: $606.685 CAD) von diesem umsatzgenerierenden Industriehanfunternehmen, das nun auch eine Cannabisanbau und -produktionsanlage in British Columbia baut.

Zimtu Capital hält auch 8,4 Mio. Aktien und 4,4 Mio. Warrants von King’s Bay Resources Corp. (TSX.V: KBG); eine Explorationsfirma, die beabsichtigt, auch im Cannabismarkt Fuss zu fassen. Ohne dass auch nur ein Cannabisdeal verkündet wurde, haben allein die 8,4 Mio. Aktien derzeit einen Marktwert von $420.057 CAD.


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