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Facebook, Google, Amazon – teilhaben am Datenmarkt

Von Nicolas SaurenzAktienmärkte22.08.2018 07:28
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Facebook, Google, Amazon – teilhaben am Datenmarkt
Von Nicolas Saurenz   |  22.08.2018 07:28
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Die Datenkraken Facebook (NASDAQ:FB), Google (NASDAQ:GOOGL) und andere Internetriesen bestimmen maßgeblich unser Cyberleben. Sie profitieren von den -Daten der Nutzer, ohne diese maßgeblich daran zu beteiligen. Mit Hilfe der Blockchain können aber auch Privatpersonen an dem Wert ihrer Daten teilhaben.

Was haben die sogenannten FAANG-Aktien von Facebook, Apple (NASDAQ:AAPL), Amazon (NASDAQ:AMZN), Netflix (NASDAQ:NFLX) und Google gemeinsam? Es ist nicht nur die starke Aktienmarktperformance der vergangenen Jahre, die entscheidend zu den hohen Kursgewinnen an den US-Börsen beigetragen hat, es ist auch das Ergebnis erfolgreicher Datenanalysen. Diese sind ertragreicher je repräsentativer die zugrundeliegenden Daten sind, also die Datenqualität und Datenquatität entsprechend hoch ist. Das Schlagwort für große Datenmengen ist Big Data. Eine Suchmaschine wie Google lebt von der Auswertung solcher großen Datenmengen aus dem Netz. Der Internetriese analysiert stetig das Online-Verhalten von Milliarden Nutzern, um sich immer wieder an die sich verändernden Anforderungen anzupassen und Inhalte und Werbung gezielt darzustellen.

Amazon kann als größter Internethändler der Welt mit Hilfe von cleveren Auswertungstools die Online-Aktionen der Kunden bewerten und eine angemessene Unternehmensstrategie ableiten. Dass aber auch der Missbrauch der Datenmengen leicht möglich ist, zeigt unlängst das Beispiel Facebook.

Missbrauch macht Probleme deutlich

Das Unternehmen konnte nicht verhindern, dass Cambridge Analytica, einer seiner externen Datenauswerter, unerlaubt Informationen über Facebook-User angezapft hatte und diese Fakten dem Wahlkampfteam von Donald Trump zur Verfügung gestellt hat. Als der Datenskandal bekannt wurde und zahlreiche Kunden Stornierungen von Werbung vornahmen, wirkte sich das nicht nur negativ in der Bilanz aus, sondern brachte auch große Verluste für den Aktienkurs. Facebook bittet nun mit einer großen Werbekampagne um Verzeihung und gelobt Besserung.

Das Problem ist jedoch: User können nicht überprüfen, ob der Social-Media-Konzern Wort hält, denn sie haben nicht wirklich die Kontrolle über ihre Daten. Die Dienste von Facebook, Google und anderen werden unentgeltlich genutzt und dafür stellen Nutzer ihre Daten diesen Unternehmen kostenlos zur Verfügung. Zwar will das ab Mai geltende Datenschutzgesetz (DSGVO) besser vor Missbrauch schützen, aber das Grundproblem, dass die Daten bei den Unternehmen liegen und unter ihrer Kontrolle sind, bleibt unverändert.

Blockchain als Datenlösung?

Wer daher nicht allein auf die gut gemeinten Worte oder die Selbstregulierung von Facebook und anderen hoffen und lieber seine Daten für ihn persönlich gewinnbringend verwerten will, kann über die Blockchain-Technologie Alternativen finden. Einfach gesagt, ist die Blockchain eine dezentrale, weltweite Datenbank, an der zahlreiche Nutzer angeschlossen werden können und jeder sichere Transaktionen tätigen kann. Sicher deshalb, weil jede Transaktion auf jedem angeschlossenen Rechner dokumentiert und gespeichert wird.

Das Blockchain-Start-Up MADANA ist eines der Unternehmen, die die Blockchain nutzt, um große Mengen an Daten zu analysieren. Dazu werden aber nicht wie bei Facebook die Daten der Nutzer kostenlos genutzt, sondern jeder, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen sollen e den Datenmarkt nutzen können, indem sie gegen Bezahlung ihre Daten anonymisiert in einem geschützten dezentralen Netzwerk zur Verfügung stellen. Diese Daten können dann mit einem neuen Analyseverfahren so ausgewertet werden, dass die Privatsphäre der Nutzer geschützt wird.

Im Gegensatz zu Firmen wie etwa Google oder Amazon sind die Daten durch ein patentiertes Vefahren besonders geschützt. Bei MADANA kommt hinzu, dass die Daten bei denjenigen bleiben, die sie produzieren. Sie werden nur verschlüsselt übermittelt, es werden keine Daten, sondern nur fertige Analyseergebnisse an den Analysekäufer weitergegeben. Niemand kann die einzelnen Datensätze einsehen, was den Datenschutz nochmals steigert. MADANA kooperiert dabei mit großen Unternehmen und bekannten Universitäten wie etwa Capgemini und die RWTH Aachen University.

Alle Nutzer, die ihre Daten bereitstellen, können einsehen und kontrollieren, welche Daten genutzt werden. Dafür werden sie für jede einzelne Analyse mit dem PAX Token entlohnt. Dieser ist essentieller Bestandteil des MADANA Ökosystems und kann künftig genutzt werden, um Datenanalysen zu kaufen die im MADANA Netzwerk ausgeführt werden. Investoren haben nun die Möglichkeit PAX Token günstig zu erwerben, bevor im nächsten Jahr ein Pilot-Projekt mit Industriepartnern umgesetzt werden soll. Das Wachstumspotenzial vom Datenmarkt M sind laut Expertenmeinungen, wie etwa dem britischen Branchenverband, weiterhin überaus groß. Schon in den letzten drei Jahren ist der Wert der weltweiten Datenindustrie um 70% gestiegen. Es wird davon ausgegangen, dass sich der Wert bis 2020 auf 210 Milliarden US-Dollar steigert. Davon können dann künftig wir alle, und nicht nur Google & Co. profitieren.

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