Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.0528 (07.55 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.0514 im europäischen Handel markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 114.20. In der Folge notiert EUR-JPY bei 120.20. EUR-CHF oszilliert bei 1.0645.
Nachdem es zum Ende der letzten Woche eine kurze und mit knapp 200 Punkten auch eine heftigere Korrektur im DAX gab, haben wir gestern über der 12.000-Punkte-Marke geschlossen. Der Dow Jones schloss weit über 21.000 Zählern – das gab es noch nie. Als Grund lassen sich die abermals verbesserten wirtschaftlichen Aussichten in Europa und USA nennen – es waren echte Duftmarken dabei:
Der finale Wert für Europas Einkaufsmanagerindex in dem Bereich verarbeitendes Gewerbe wurde auf dem höchsten Niveau seit knapp sechs Jahren festgesellt.
Mit 55,4 Punkten unterbot die endgültige Zahl zwar den vorläufigen Stand um 0,1 Zähler – der Index signalisiert aber weiter einen breit angelegten und robusten Aufschwung.
Zurück ging es nach Meinung der britischen Einkaufsmanager im Februar im Sektor verarbeitendes Gewerbe. Mit 54,6 Punkten fiel der Rücksetzer dann auch recht deutlich aus. Damit setzt sich die Expansion zwar fort, aber mit geringerem Tempo als zuletzt mit 55,5 Punkten ausgewiesen. Damit stellte sich der Wert auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten. Die Eurpohrie aus dem Dezember, als der Index noch auf einem Zweieinhalbjahres-Hoch lag, ist verflogen. Nun aber einen Abgesang zu starten, wäre auch deutlich verfrüht, denn der Februarwert signalisiert den siebten Monat Wachstum in Folge.
Weiter im Positivtrend zeigt sich der ISM Index aus dem verarbeitenden Gewerbe in den USA. Aktuell weist das viel beachtete Parameter er eine Zunahme auf 57,7 von 56,0 im Vormonat aus. Mit diesem Stand wird der höchste Wert seit 2014 markiert. Die Subindizes (Neuaufträge, Produktion, Lageraufbau) zeigten sich stark und stiegen, außer dem Teilbereich Beschäftigung.
Persönliche Einkommen stiegen im Januar mit 0,4% leicht stärker als erwartet (+0,3%).
Persönliche Ausgaben enttäuschten mit einem Rückgang von 0,3% dagegen. Es wurde mit einem stabilen Wert zum Vormonat gerechnet. So stark war kein Rückgang in den letzten drei Jahren!
Fazit:
Die wirtschaftlichen Vorzeichen stehen weiter auf Expansion. Der europäische Einkaufsmanagerindex zeigt einen breiten Aufschwung und markiert den Höchstwert seit sechs Jahren. In den USA markiert der ISM-Index seinen höchsten Wert seit 2014. Da die Vorzeichen weiteres Wachstum signalisieren und die großen Aktienunternehmen gut aufgestellt sind, bleibt weitere Kursphantasie trotz der hohen Notierungen. Während die Preise für US-Unternehmen bereits sportlich sind, verdienen sich DAX-Titel derzeit weitere Beachtung. Auch eine immer wahrscheinlicher werdernde Zinserhöhung auf der nächsten Notenbanksitzung der Fed am nächsten Donnerstag sollte die Rally an den Aktienmärkten nicht zum Erliegen bringen. Schließlich wird maximal ein Zinsschritt von 0,25% erwartet und die EZB beharrt weiter auf ihrer lockeren Geldpolitik, ohne den Ausstieg aus dem QE-Programm zu diskutieren. Die finanzielle Repression bleibt daher in Euroland ein großes Thema.
Aktuell ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Erst ein Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1.0350-1.0320 dreht den Bias zu Gunsten des USD.
Viel Erfolg!
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