Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1174 (07.44 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1167 im europäischen Handel markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 101.80. In der Folge notiert EUR-JPY bei 113.76. EUR-CHF oszilliert bei 1.0952.
Kurz vor den Notenbanksitzungen der Bank of Japan (Heute Nacht) und auch der FED (Morgen) ist es das typische Bild. Die Positionierungen sind abgeschlossen und ein richtungsloser Handel agiert in relativ engen Bandbreiten. So sollte der heutige Handelstag keine Ausnahme bilden.
Heute erwarten wir lediglich Daten vom US-Hausmarkt. Wohnungsbaubeginne
und –baugenehmigungen könnten positive Überraschungen zeigen, die aber dennoch in der aktuellen Situation keine Traktion an den Märkten entwickeln sollten.
Überraschend deutlich zog der National Assocation´s Homebuilders Index auf 65 Punkte an. Erwartet wurde nur ein stabiler Wert von 60 Indexzählern. Damit liegt das Sentiment auf einem elf-Monats-Hoch und deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Das Vertrauen der Bauherren ist ausgeprägt, in allen Subbereichen beobachten wir Zuwächse. Die optimistischste Region ist der Westen, wo die Steigerungsrate mit 14 Punkten am deutlichsten ausfiel und auch insgesamt auf dem höchsten Level liegt.
Kein Preisauftrieb zeigt sich bei den deutschen Produzentenpreisen im Jahresvergleich, hier bleibt die Rate mit -1,6% deutlich negativ. Ohne Energieprodukte liegt der Wert in 2016 immer noch 0,3% unter der Vorjahreszahl. Im Monatsvergleich gaben die Preise im August um 0,1% gegenüber dem Juli nach.
Die angespannte Stimmungslage bringt die Chance auf neuerliche Bewegungen. Zum Einen zeigt sich eine große Erwartungshaltung an die Bank of Japan, die mit rhetorischen Mitteln den Markt bereits auf eine neue Runde Minuszinsen eingeschworen hat. Die Frage ist dabei, ob auch noch ein weiteres Quantitative Easing Paket geschnürt wird oder ob man erst einmal eine überschaubarere Zinsdosis verabreicht. Die stabilen Yen-Kurse zeigen, dass die Abenomics genannten Geldprogramme neue Belebung benötigen, um die Glaubwürdigkeit aufrecht zu erhalten. Zu viel gibt es in diesem Universum eigentlich nicht, aber gleichzeitig darf die BoJ nicht ihr komplettes Pulver abfeuern. Eine schwierige Konstellation in der sich die Japaner befinden. Allerdings sind sie es seit Jahren bereits gewonhnt neue Wege einzuschlagen und auch mit sehr schwierigen Situationen umzugehen.
Aktuell ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Ein Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1.0950 – 1.0970 dreht den Bias.
Viel Erfolg!
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