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Versuchen Sie es noch einmal mit einem anderen Suchbegriff
Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.0582 (07.45Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.0561 im europäischen Handel markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 114.31. In der Folge notiert EUR-JPY bei 120.95. EUR-CHF oszilliert bei 1.0648.
Die Hoffnungen auf Verständigung auf globaler Ebene schwinden täglich.
Das westliche Establishment, das heute gerade einmal 37% der Weltwirtschaft (1990 80%) repräsentiert, geprägt von dem stringenten Ansatz einer unipolaren Welt mit Zentrum in Washington, setzt sich sukzessive mit/gegen/in der Trump-Administration durch. Die außenpolitischen Kampflinien der Obama-Administration werden Stück für Stück wiederhergestellt.
US-Präsident Trump verschärft den Ton gegenüber Russland. Die Rückgabe der Krim an die Ukraine ist jetzt zentraler Punkt der Außenpolitik Trumps.
So wenig wie das Völkerrecht für Palästinenser gilt, gilt es auch nicht für die weit überwiegend russischstämmigen Bewohner der Krim, die seit Anbeginn der Ukraine 1991 nach Russland wollten und auch deswegen einen Sonderverwaltungsstatus hatten.
… Nach der Auflösung der Sowjetunion wurde die Krim Teil des nun unabhängigen ukrainischen Staates, bei einem Referendum über die Unabhängigkeit der Ukraine stimmten 54 Prozent der Wähler auf der Krim mit "Ja". Ein Referendum über die Unabhängigkeit der Krim wurde dennoch angestrebt, jedoch mit erheblichem politischem Druck aus Kiew verhindert. Als Kompromiss wurde der Krim 1992 der Status einer Autonomen Republik innerhalb der Ukraine zugestanden, die Krim erhielt Hoheitsrechte in Finanzen, Verwaltung und Recht. …
Vor dem Hintergrund der feindlichen Haltung der aktuellen Regierung in der Ukraine gegenüber der russischstämmigen und russischfreundlichen eigenen Bevölkerung (=Diskriminierung) werfen die westlichen Forderungen massive humanistische Fragen auf.
Mehr noch: Verheerender Ukraine-Bericht: EU denkt erstmals über Rückzug nach.
Nun denn, ich will sie hier nicht mit Fakten belasten, ansonsten käme es noch zu einem alternativen Weltbild oder es würde deutlich, dass der Begriff postfaktisch viele Facetten in viele Richtungen aufweisen könnte.
Fakt ist, dass die Chance einer friedlicheren Welt derzeit tagtäglich minimiert wird. Da Friedensdividende auch Wachstums- und Wohlstandsdividende ist, ist das aktuell zunehmende Risiko eine verzehrende Kraft an dem zuvor erkannten positiven Potential.
Die Verbalakrobatik, die uns aus der Federal Reserve erreicht ist eindeutig. Es ist eine Vorfestlegung ohne Wenn und ohne Aber für Zinserhöhungen. Akademische Diskussionen, ob es nun März oder Juni werden wird, sind angelaufen. Die Inflation läuft aus dem Ruder …
Wir sind interessiert, wann die lautstarken Diskurse das Thema Stagflation in den USA aufnehmen werden, denn das ist das sich abzeichnende Problem, auch wenn es offensichtlich derzeit nicht politisch korrekt ist, es zu thematisieren. Wir bemühen uns eben nur um Korrektheit und nicht die politische Variante.
Mit Intervention (auch Erhöhung der Staatsdefizite wie im letzten Jahr, 5,6% Defizit für 1,6% BIPWachstum …) kann man Zeit gewinnen. Sie können aber keine Strukturanpassungen ersetzen.
Die Daten der Eurozone konnten gestern nicht überzeugen:
Die Industrieproduktion sank per Dezember im Monatsvergleich um 1,6% (Prognose -1,5%) nach zuvor +1,5%. Im Jahresvergleich kam es zu einem Anstieg um 2,0% nach zuvor sportlichen 3,2%.
Der Deutsche ZEW-Sentiment-Index verzeichnete per Berichtsmonat Februar einen unerwarteten Rückgang von zuvor 16,6 auf 10,4 Punkte. Damit markierte der Index den tiefsten Stand seit Oktober letzten Jahres.
In diesem Index werden so genannte Finanzexperten befragt. Bekanntlich sind die anders fokussiert als die befragten Teilnehmer der realwirtschaftlichen Akteure im IFO-Index oder in der Befragung von Markit.
Wir sind gespannt, ob sich bei den realwirtschaftlichen Umfragen Divergenzen zum ZEW-Index ergeben werden.
Das Thema Preisinflation wird in den USA bedeutender:
Die US-Erzeugerpreise legten per Januar im Monatsvergleich um 0,6% zu. Die Prognose lag bei mageren 0,3%. Es war der stärkste Monatsanstieg seit September 2012.
Im Jahresvergleich kam es zu einem Anstieg um 1,7% nach zuvor 1,6%. Das klingt nicht nach übermäßigem druck. Anzumerken ist, dass der Vorjahreswert per Dezember 2015 noch bei -1,1% lag.
Aktuell ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Erst ein Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1.0350-1.0320 dreht den Bias zu Gunsten des USD.
Viel Erfolg!
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