Ausblick - Was den DAX bewegt!

Veröffentlicht am 18.07.2017, 09:40

Guten Morgen!

DAX-Modell. Das DAX-Modell lautet erneut Bearish, wobei die Schwellenwertmarke fast bei 13.200 Punkten liegt. Der Nikkei-Index liegt aktuell mit -0,6 % im Minusbereich. In den nächsten Tagen tagt die EZB (Donnerstag) und auch der Optionstermin wird aller Voraussicht nach seine größten Auswirkungen am heutigen Dienstag und am Mittwoch haben. Institutionelle lassen sich ungern durch Zeit drängen, vor allem wenn es um die Umschichtungen in einem liquiditätsarmen Markt wie bei Optionen geht.

Im Übrigen managte ich selbst einen speziellen Fonds mit Optionen und Futures. Eine Prognose aufgrund von offenen Positionen zum Laufzeitende konnte man nicht erstellen. Auch die Gespräche mit Optionsspezialisten änderten diese Meinung und Erfahrung nicht. Wer glaubt, dass am Tag des Auslaufens von Optionen der DAX-Kurs so oder so stehen müsste, geht davon aus, dass alle offenen Positionen Optionen am letzten Tag verarbeitet werden. Bedenken Sie zusätzlich, dass zu den Basispreisen bei Optionen auch die Prämien dazu gehören, was eine Entscheidung einer Auflösung zu einem anderen Zeitpunkt als zum Basispreis möglicherweise zur Folge hat. Diese Kartoffel wird eindeutig zu heiß gegessen.

Bei der EZB sollte die Anpassung der Politik an die Aktionen der amerikanischen Notenbank mittelfristig zu hören Zinsen führen. Am Währungsmarkt gehen die Marktteilnehmer von einer Zins-Einengung zwischen europäischen und amerikanischen Anleihen aus. Aufgrund der Sommerpause sollte die amerikanische Notenbank frühestens im November oder gar im Dezember eine weitere Zinserhöhung anstreben. Dagegen löst sich die EZB gerade von ihrer Nullzinspolitik.

Nachdem der Euro nun in den letzten Tagen sogar die 1,15 Marke übersprungen hatte, gehe ich davon aus, dass die europäische Notenbank steigende Renditen erst einmal vorsichtig dokumentiert, bzw. nicht aggressiv darstellt. Das könnte den US-Dollar wieder (zumindest vorübergehend) zur Stärke verhelfen (aktuell bei 1,1524), da ein schwacher Dollar auf die immer noch labile bis moderate europäische Finanzmarkt-Landschaft wirken würde

Antizyklische Shortzone. Generell sollten Kursanstiege zwischen 35 und 70 Punkten geshortet werden. Insbesondere die 50-Tage Linie bei 12.650/12.655 Punkten (auch ein Pivotpunkt bei 12.648) wäre interessant, ist aber womöglich nicht erreichbar.

Prozyklischer Shortpunkt. Ich würde nochmals einen prozyklischen Short des Ein-Stunden-Tiefs im Handel zwischen 8 und 9 Uhr als aussichtsreich einstufen. Potenziale sind sogar bis zu Traderlinie bei 12.510 Punkten gegeben. Ein tatsächlicher Einstieg sollte im Einzelfall entschieden werden, und zwar unter Berücksichtigung der Indikatoren. Besonders im Anfangsgeschäft bewegen sie viele Spekulanten in eine Richtung und verstärken damit den Trend.

Trader-Linie. Die Traderlinie liegt bei 12.510 Punkten. Die Schwellenwertmarke liegt bei 13.191 Punkten. Das Erreichen der Traderlinie am heutigen Dienstag ist relativ gut möglich, wenn sich der Bearishe Trend nachhaltig durchsetzt.

Strategie. Die Chancen für eine Abwärtsbewegung sind gut. Als mögliches Ziel sind die Traderlinie bei 12.510 Punkten zu nennen und darüber hinaus 12.483 Punkte.

Nachtrag - Update
Der "Bearishen" Prognose füge ich diesen Chart bei. Hier wird nochmals ersichtlich, dass die lineare 50-Tage Linie einen zu harten Widerstand darstellte. Das heutige Gap sehe ich erst einmal als negativ an. Der Indikator hangelt sich bilderbuchgerecht der grünen Unterstützung entgegen. Die Fibonacci Linien sollten bei 12.430/12.440 Punkten unterstützend wirken, zuvor schon die Trader-Linie bei 12.510 Punkten.


Ein schönes Bilderbuch

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