Zu früh gefreut! Für Gold hat sich die goldige Zukunft nicht bewahrheitet. Wie ich es seit Jahren bereits in meine Langzeitanalysen aufzeige, befindet sich das Edelmetall in einer sehr großen und zudem noch komplexen seit 2011 laufenden Korrektur. Die seit über zwei Jahren währende seitliche Phase kann aufgrund ihrer Konstellation nicht als Bodenbildung angesehen werden. Demzufolge ist der Start einer neuen weitreichenden Rallye nicht zu erwarten, jedenfalls nicht für den hier dargestellten Zeitraum. Der Langzeitchart zeigt meine Sichtweise auf.
Ausblick:
Nach Abschluß des Triangles gleichbedeutend von Welle (b) bildet sich der sich ultimativ anschließende Thrust aus. Diese zwingend fünfteilige Welle bedient sich hier offenbar eines Diagonalimpulses (1-2-3-4-5); wie es in vergleichbaren Fällen nicht unüblich ist. Im Verlauf der noch ausstehenden Welle (5) wird Gold noch einmal leicht steigen.
Das zur Verfügung stehende Potenzial kann unter bestimmten Umständen bis zur größeren 0.62-Linie bei 1.390 $ reichen. In einem kontrahierenden Diagonalimpuls schießt Welle „5“ sehr häufig deutlich über die eigentliche Formation hinaus. Doch sollte die unmittelbar zuvor liegende obere hellgraue Trendkanallinie in ihrer Wirkung nicht unterschätzt werden.
Mit Abschluß von (c) wird sich der Trend grundlegend wenden. Die sich anschließende Bewegung setzt Gold wieder kräftig unter Druck. Infolgedessen wird es zu einem Wiedersehen mit der unteren hellroten Trendlinie kommen. Wesentlich dramatischer wird sich die erste Phase dieser Korrekturwelle zunächst nicht darstellen.
Fazit:
Gold befindet sich in der abschließenden Phase einer längeren Aufwärtsbewegung. Dieser Trend selbst ist lediglich ein Teil der sehr großen übergeordneten Korrektur. Daher sind Käufe für den längerfristigen Zeitraum, von einem sehr hohen Risiko unterlegt. Oberhalb von 1.350 $ (0.62 Retracement) wird ein kleines Kaufsignal geliefert. Sichern Sie Ihre Positionen auf dem kleinen 0.62 Retracement bei 1.336 $ ab.