Der Goldpreis gilt als klassischer Profiteur in unsicheren Zeiten. Diese Daumenregel spiegelt sich derzeit im Kursverlauf des Edelmetalls wider. Auftrieb gaben die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und China.
US-Präsident Donald Trump unterzeichnete ein Memorandum, welches Zölle und andere Maßnahmen in einem Umfang von bis zu 60 Milliarden Dollar vorsieht. Grund dafür sei das hohe Handelsbilanzdefizit sowie technologischer Diebstahl seitens China. Das Land der Mitte reagierte umgehend und erließ Zölle auf US-Einfuhren in Höhe von 3 Milliarden Dollar.
Aus Sicht der Markttechnik hat der Goldpreis zuletzt eine Vielzahl konstruktiver Weichenstellungen vollzogen. Zum einen stieg das Edelmetall zurück über den wichtigen charttechnischen Widerstand bei 1.335 Dollar. Zum anderen haben die technischen Indikatoren gedreht und dies könnte das Ende der seit Anfang Februar bestehenden Konsolidierung bedeuten. Diese Interpretation wird zusätzlich durch den Wochenschlusskurs in Form eines outside bars unterstrichen.
Für zusätzlichen Rückenwind sorgen derzeit die gleitenden Durchschnitte. So hat sowohl die 90- als auch die 200-Tage-Linie wieder an Fahrt aufgenommen und zeigen allmählich gen Norden. Über dem Hoch vom 20. Februar bei 1.354 Dollar dürfte der Weg bis zum Jahreshoch bei 1.370 Dollar führen.
Chartunterstützungen befinden sich bei 1.311 Dollar und 1.303 Dollar. Hier verlaufen sowohl die 90-Tage-Linie als auch das Tief vom 1. März.