Die Goldpreise haben nur kurzfristig vom Ausverkauf an den globalen Aktienmärkten profitiert. Nach dem das gelbe Metall zum Dienstagmorgen nochmals in Richtung der psychologisch bedeutenden Marke von 1.350-Dollar-Marke gestiegen war, folgte im amerikanischen Geschäft der Denkzettel für die Gold-Bullen.
Die jüngsten Kursverluste führten zu einem Außenstab im Tageschart, da der gestrige Kerzenkörper unterhalb der Pendants von den Vortagen schloss. Insofern wechselt die Stimmung nun von neutral auf bärisch.
Zugleich geben die technischen Indikatoren schon seit Längerem Warnsignale und unterstreichen die Risiken der dynamischen Kursrallye seit Mitte Dezember. So erzeugte der auf täglicher Basis berechnete MACD ein negatives Schnittmuster auf hohem Niveau. Zur Vorsicht mahnt aber auch der RSI, der in den negativen Bereich unterhalb der 50-Punkte-Marke eintrat.
Sollte nun das Tief vom 18. Januar und die Glättung der letzten 38 Tage bei 1.324 Dollar per Tagesschlusskurs unterschritten werden, gilt eine Topbildung als abgeschlossen und Anleger müssten sich auf tiefere Kursnotierungen einstellen. Als nächste Chartunterstützung fungiert dann die horizontale Unterstützungslinie aus mehreren Hoch- und Tiefpunkten bei 1.304 Dollar. Danach gilt ein Rutsch auf die 90-Tage-Linie bei 1.294 Dollar als ausgemachte Sache.
Für Entlastung würde dagegen nur eine schnelle Rückeroberung des Hochs vom 6. Februar bei 1.349 Dollar sorgen. Angesichts der negativen Candlestick- und Indikatorenkonstellation ist dies aber unwahrscheinlich.