Eilmeldung
Investing Pro 0
Werbefreie Version. Jetzt upgraden für ein Surferlebnis auf Investing.com ganz ohne Werbung. Sparen Sie bis zu 40% Jetzt upgraden

Größter Börsengang seit 25 Jahren: Das sind die Rahmenbedingungen der Porsche-IPO

Von Philip HopfAktienmärkte19.09.2022 15:16
de.investing.com/analysis/groster-borsengang-seit-25-jahren-das-sind-die-rahmenbedingungen-der-porscheipo-200476462
Größter Börsengang seit 25 Jahren: Das sind die Rahmenbedingungen der Porsche-IPO
Von Philip Hopf   |  19.09.2022 15:16
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Artikel wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
 
 
DE30
+1,16%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
VOWG
-3,46%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
PSHG_p
-3,84%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
TROW
-2,22%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 

Wir hatten bereits vor knapp zwei Wochen darüber berichtet, dass der deutsche Luxuswagenbauer Porsche (ETR:PSHG_p) den Weg an die Börse geht. Im Zuge einer Aufsichtsratssitzung des Mutterkonzerns Volkswagen (ETR:VOWG) am gestrigen Sonntag wurden nun die Rahmenbedingungen der aller Voraussicht nach am 29. September über die Bühne gehenden Porsche-IPO bekanntgegeben: So wird die Marktkapitalisierung des Traditionsunternehmens auf eine Spanne zwischen €70 und €75 Milliarden taxiert, im Vorfeld wurde hier ein möglicher Rahmen von €60 bis 85€ Milliarden anvisiert. Die Firmenbewertung setzt sich hierbei wie üblich aus der Gesamtsumme der auszugebenden Wertpapiere zusammen, deren Einzelwert der Volkswagenkonzern auf einen Preis zwischen €76.50 und €82.50 festlegte. VW-Finanzchef Antlitz sieht das Unternehmen mit seinen „Börsenplänen jetzt auf der Zielgeraden“. Der Börsengang dürfte Unternehmensangaben zufolge insgesamt €18.1 bis €19.5 Milliarden in die VW-Kassen spülen, was ihn zur deutschlandweit größten IPO der vergangenen 25 Jahre macht. Einen beträchtlichen Teil trägt hierbei auch der VW-Großaktionär Porsche SE bei, welcher plant, Stammaktien im Wert von rund €10 Milliarden zu erwerben. Letztlich soll der Börsengang „Volkswagen zusätzliche finanzielle Flexibilität verschaffen und dadurch helfen, die industrielle und technologische Transformation zu beschleunigen“.

VW behält knapp 75% der Anteile

Volkswagen verfolgt den Plan, bis zu 12.5% des Porsche-Grundkapitals in Form stimmrechtsloser Vorzugsaktien in die Hände der Anleger zu legen. 40% dieser Wertpapiere sind bereits „vergeben“ – und zwar an sogenannte Ankeraktionäre wie die Norges Bank, also den norwegischen Staatsfonds, das US-Finanzdienstleistungsunternehmen T. Rowe Price (NASDAQ:TROW), die staatliche Investmentgesellschaft ADQ aus Abu Dhabi oder das Emirat Katar, welches alleine rund €1.9 Milliarden in die neue Aktiengesellschaft pumpen möchte.

Volkswagen geht davon aus, dass der Porsche-Börsengang zwischen €18.1 bis €19.5 Milliarden in die Kasse spülen dürfte.
Volkswagen geht davon aus, dass der Porsche-Börsengang zwischen €18.1 bis €19.5 Milliarden in die Kasse spülen dürfte.

Darüber hinaus will sich der größte VW-Einzelaktionär, die Porsche SE, insgesamt 25% Porsche AG und zusätzlich eine der stimmberechtigten Stammaktien sichern – und zwar in zwei Schritten: So sollen mit dem Börsengang zunächst 17.5% erworben werden, ehe weitere 7.5% folgen, sobald der Volkswagenkonzern die angekündigte Sonderdividende aus dem Erlös der Emission ausschüttet. Dies soll voraussichtlich Anfang 2023 geschehen. Um dieses massive Investment zu stemmen, geht die Porsche SE Verbindlichkeiten in Höhe von bis zu €7.9 Milliarden sein. Die Porsche-Mutter Volkswagen ließ bereits verlauten, dass man 75% minus eine Aktie an der Porsche AG in eigenem Besitz behalten werde. Auf diese Weise ist es dem von uns regelmäßig analysierten DAX40-Konzern auch weiterhin möglich, die Verbundvorteile mit dem renditestarken Tochterunternehmen zum eigenen Vorteil nutzen. Im Dezember soll auf einer außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen werden, dass 49% des Gesamterlöses – welcher sich im Bereich von €9 Milliarden bewegt – in Form von Sonderdividenden an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Dies entspricht einem Betrag von etwa €18 pro Wertpapier.

Porsche AG: Direkt in den Dax 40?

Obgleich der Porsche-Börsengang als der größte der vergangenen 25 Jahre gilt, landet der Titel – wie man als „Laie“ möglicherweise vermuten könnte – wohl nicht gleich automatisch im Dax 40-Index. Denn Aktiengesellschaften müssen für die Listung im deutschen Leitindex einige Voraussetzungen erfüllen: So muss zum einen der juristische oder operative Hauptsitz des Unternehmens in Deutschland sein, zum anderen müssen die Aktien im Streubesitz mindestens 10% der jeweiligen Marktkapitalisierung betragen. Im Rahmen der Regular-Entry-Regel kann ein Unternehmen zudem nur in den Dax 40 aufgenommen werden, wenn es im Ranking der Marktkapitalisierung unter den Top 40 liegt. Die Fast-Entry-Regel gibt indes vor, dass ein Unternehmen bei einer Platzierung auf Rang 33 oder besser auf alle Fälle und deutlich zügiger in den Index aufgenommen wird – natürlich vorausgesetzt, es erfüllt auch die übrigen Anforderungen. Darüber hinaus müssen Anwärter in mindestens zwei Jahren vor der Aufnahme ein positives Ebitda aufweisen, sprich: es muss ein operativer Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und sonstigen Finanzierungsaufwendungen erwirtschaftet worden sein. Zudem sind (potenzielle) Dax40-Unternehmen dazu verpflichtet, testierte Geschäftsberichte sowie vierteljährlich Quartalsmitteilungen zu veröffentlichen. Die Deutsche Börse überprüft die Zusammenstellung des Dax40 zweimal jährlich, für gewöhnlich jeweils im März und im September. Seitens Kritiker wird übrigens immer wieder angemerkt, dass sich die Zusammensetzung des Dax40 zu schnell ändere, und diese „Sprunghaftigkeit“ die Aussagekraft des Indizes deutlich schmälere.

Wenngleich es möglich ist, dass die Porsche AG zunächst im M-Dax gelistet wird, ist davon auszugehen, dass der traditionsreiche Autobauer über kurz oder lang den Weg in den Dax40 finden wird – sei es nun im Rahmen eines regulären oder eben eines beschleunigten Eintritts. Entsprechend können sich die Abonnenten unseres DAX40-Aktienpakets – und auch die, die es noch werden möchten – zukünftig auf eine vielversprechende Ergänzung ihres Portfolios freuen.

HKCM: Unsere Analyse. Ihr Handelserfolg.
HKCM: Unsere Analyse. Ihr Handelserfolg.

Für mehr aktuelle Inhalte, Analysen und Prognosen klicken Sie hier!

Größter Börsengang seit 25 Jahren: Das sind die Rahmenbedingungen der Porsche-IPO
 

Verwandte Beiträge

GoldGeldWelt
Sind US-Aktien jetzt die bessere Wahl? Von GoldGeldWelt - 30.09.2022

Dieser Artikel erschien zuerst auf GoldGeldWelt Der Aktienmarkt hat deutlich korrigiert. Aufgrund multipler Krisen ist der Einstieg jedoch mit größeren Unsicherheiten...

Größter Börsengang seit 25 Jahren: Das sind die Rahmenbedingungen der Porsche-IPO

Kommentieren

Richtlinien zur Kommentarfunktion

Wir möchten Sie gerne dazu anregen, Kommentare zu schreiben, um sich mit anderen Nutzern auszutauschen. Teilen Sie Ihre Gedanken mit und/oder stellen Sie anderen Nutzern und den Kolumnisten Fragen. Um jedoch das Niveau zu erhalten, welches wir wertschätzen und erwarten, beachten Sie bitte die folgenden Kriterien:

  • Bereichern Sie die Unterhaltung
  • Bleiben Sie beim Thema. Veröffentlichen Sie nur Texte, die zu den genannten Inhalten passen. 
  • Respektieren Sie einander. Auch negative Meinungen und Kritik kann positiv und diplomatisch ausgedrückt werden. 
  • Benutzen Sie die anerkannten Ausdrucks- und Rechtschreibregeln. 
  • Beachten Sie: Spam, Werbenachrichten und Links werden gelöscht. 
  • Vermeiden Sie Profanität, Beleidigungen und persönliche Angriffe auf Kolumnisten oder andere Nutzer. 
  • Bitte kommentieren Sie nur auf Deutsch.

Diejenigen, die die oben genannten Regeln missachten, werden von der Webseite entfernt und können sich in der Zukunft je nach Ermessen von Investing.com nicht mehr anmelden.

Was denken Sie?
 
Sind Sie sicher, dass Sie diesen Chart löschen möchten?
 
Senden
Posten auf
 
Angehängten Chart durch einen neuen Chart ersetzen?
1000
Sie sind gegenwärtig aufgrund von negativen Nutzerbeurteilungen von der Abgabe von Kommentaren ausgeschlossen. Ihr Status wird von unseren Moderatoren überprüft.
Warten Sie bitte eine Minute bis zur erneuten Abgabe Ihres Kommentars.
Danke für Ihren Kommentar. Bitte beachten Sie, dass alle Kommentare erst nach vorheriger Überprüfung durch unsere Moderatoren veröffentlicht werden und deshalb nicht sofort auf unserer Webseite erscheinen können.
Kommentare (3)
Bobby Scherrer
Bobby Scherrer 21.09.2022 19:46
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Kommentar wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
Was wollt ihr den mir dieser Aktie, in der Rezession geht auch Porsche mit unter
Jonathan Winterhoff
Jonathan Winterhoff 19.09.2022 22:09
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Kommentar wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
wäre das nicht eine sonderdividende in Höhe von 10% nur für den besitz von VW-Aktien? Warum ist diese dann in letzter Zeit relativ unverändert gebkieben?
Lukas Sorg
Lukas Sorg 19.09.2022 22:09
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Kommentar wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
gibt die 10-13% ja nicht geschenkt sondern die werden wie bei einer normalen dividende aus dem kurs rausgerechnet
rene stark
rene stark 19.09.2022 19:49
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Kommentar wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
erst decken sich die institutionen schön ein und gleich darauf alles an shortseller verleihen lol herzlichen glückwunsch
 
Sind Sie sicher, dass Sie diesen Chart löschen möchten?
 
Senden
 
Angehängten Chart durch einen neuen Chart ersetzen?
1000
Sie sind gegenwärtig aufgrund von negativen Nutzerbeurteilungen von der Abgabe von Kommentaren ausgeschlossen. Ihr Status wird von unseren Moderatoren überprüft.
Warten Sie bitte eine Minute bis zur erneuten Abgabe Ihres Kommentars.
Chart zum Kommentar hinzufügen
Sperre bestätigen

Sind Sie sicher, dass Sie %USER_NAME% sperren möchten?

Dadurch werden Sie und %USER_NAME% nicht mehr in der Lage sein, Beiträge des jeweils anderen auf Investing.com zu sehen.

%USER_NAME% wurde erfolgreich zu Ihrer Sperrliste hinzugefügt.

Da Sie diese Person entsperrt haben, müssen Sie 48 Stunden warten, bevor Sie sie wieder sperren können.

Diesen Kommentar melden

Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Kommentar

Kommentar markiert

Vielen Dank!

Ihre Meldung wurde zur Überprüfung an unsere Moderatoren geschickt
Mit Google registrieren
oder
Registrierung