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Die digitale Transformation stellt eine der größten Herausforderungen für jedes einzelne Unternehmen dar. Grundvoraussetzung für die Digitalisierung ist das Auslagern der Daten in die Cloud. Die Anzahl der Unternehmen, die ihre Daten über die verschiedenen Cloud-Anbieter speichern, steigt daher kontinuierlich an und somit auch die Investitionssumme in diesem Sektor. Das X-markets-Team der Deutschen Bank (DE:DBKGn) hat ein Index-Zertifikat (WKN: DC8CLD) auf den Solactive Cloud in der Auslage. Wir blicken auf die Aussichten der Branche.
Künstliche Intelligenz und Big Data eröffnen neue Möglichkeiten in der Cloud
„Im Bereich der Unternehmenssoftware wächst das Cloud-Segment am schnellsten. Die Investitionen in Software sind in den letzten zwei Jahren jeweils um mehr als 10 Prozent gestiegen und über das Internet bereitgestellte Softwaredienste haben gar ein exponentielles Wachstum gezeigt. Schätzungsweise werden die meisten neuen Verarbeitungs-Workloads nun in der Cloud erstellt und bearbeitet“, meint Alan Tu, Manager im Bereich Global Technology Equity Strategy von T. Rowe Price. Es sei davon auszugehen, dass die Cloud im Laufe der Zeit den Großteil aller vorhandenen Workloads repräsentieren werde.
„Cloud-Softwareanbieter sind so stark gewachsen, dass sie mittlerweile die Branche dominieren“, führt Tu weiter aus. Da die Cloud nun beginne, den Unternehmen neue Services zur Verfügung zu stellen, eröffneten sich auch neue Investitionsmöglichkeiten.
Cloud-basierte KI ist der Schlüssel beim Thema Data Management und Cybersicherheit
Salesforce (NYSE:CRM), Workday und andere Unternehmen profitierten von einer weiteren technologischen Entwicklung: der steigenden Bedeutung von Künsticher Intelligenz (KI). Ein Beispiel sei Tableau Software. „DATA, das Tickersymbol von Tableau Software, demonstriert die Hauptaufgabe des Unternehmens: den Benutzern die Analyse großer und vielfältiger Datenmengen durch ausgefeilte Grafiken und Dashboards zu ermöglichen. Die einfache Benutzeroberfläche von Tableau und innovative Visualisierungstechniken haben geholfen, Geschäftsanalytik zu demokratisieren“, so der Experte. Früher läge dies in der Verantwortung der IT-Abteilung. Neuerdings könnten auch Nicht-Experten ihre eigene Ad-hoc-Datananalyse vorantreiben.
„Wir sind derzeit insbesondere an Cloud-basierten Unternehmen interessiert, die auf Datenanalyse spezialisiert sind. Ein Beispiel ist in diesem Fall Splunk, eine Plattform für machinelle Datenanalyse“, erläutert Tu. Dies sei ein wichtiges Feld, da die von Unternehmen gesammelte Datenmenge stark zunehme. Auch Cybersicherheit sei in den kommenden Jahren einer der am schnellsten wachsenden Bereiche der Cloud-Entwicklung. „Dies kann für Cybersicherheitsunternehmen, die beispielweise mit dem Schutz verschiedener Computernetzwerke beauftragt sind, ein entscheidender Vorteil sein“, so der Experte. Durch maschinelles Lernen seien Cloud-basierte Cybersicherheitsfirmen in der Lage, anomale Muster zu erkennen – beispielsweise, wenn versucht werde, Zugang zum System zu erlangen. Die Technik sei besonders leistungsfähig, da sie sich nicht auf eine Liste bekannter, früherer Angriffe stützt, sondern neue Formen wie zum Beispiel zeitverzögerte Angriffe oder die Kombination von Malware, die separat in das System gelangt ist, identifizieren kann.
Letztlich habe die Cloud-Ära auch zum Aufstieg der Software-Entwickler geführt, da Unternehmen aus nahezu allen Bereichen zu Softwarefirmen würden. So gehe das US-Ministerium für Arbeit davon aus, dass die Anzahl der Application Software Developer bis 2026 um fast ein Drittel steigen werde. „Interessant sind insbesondere Cloud-Services, die den Workflow von Software-Entwicklern koordinieren sollen“, ergänzt Tu.
Disruptoren und Disruptierte identifizieren
Das rasante Wachstum von Cloud-basierter Software habe in den letzten Jahren die Aufmerksamkeit des Marktes auf sich gezogen. Hierbei habe sich das Potenzial führender Unternehmen häufig vollständig in den Aktienkursen niedergeschlagen. „Letztlich wird deutlich, dass die Cloud eine grundlegende und anhaltende Veränderung darin darstellt, wie Unternehmen agieren – eine Veränderung, die sowohl Gewinner als auch Verlierer hervorbringt. Grundlagenforschung und ein aktiver Ansatz werden nicht nur zu den Unternehmen führen, die die Cloud optimal nutzen, sondern auch dazu beitragen, dass wir uns von den langsamer adaptierenden Unternehmen fernhalten, die auf ‚Altsysteme‘ angewiesen sind,“ meint der Experte. Die Disruptoren zu identifizieren und zeitgleich die Disruptierten zu meiden, dürfte für erfolgreiche Technologieinvestoren in den kommenden Jahren von entscheidender Bedeutung sein.
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