In einem impulslosen Handel schloss der deutsche Leitindex den Handelstag kaum verändert bei 13.468 Punkte und damit 0,07 Prozent tiefer. Im Fokus der Investoren dürfte die Zahlenflut aus den Unternehmen liegen, weshalb einige lieber an der Seitenlinie Platz nahmen.
Auch gute Konjunkturdaten halfen dem Dax nicht auf die Sprünge. So hellte sich in der deutschen Industrie der Auftragseingang nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im September um plus 1,0 Prozent weiter auf. Der Vormonatswert wurde zudem um 0,5 Prozent auf 4,1 Prozent heraufgesetzt.
Für Enttäuschung sorgte hingegen der deutsche Dienstleistungssektor. Per Berichtsmonat Oktober sank der vom Markit-Institut erhobene Einkaufsmanagerindex für den Servicesektor um 0,5 Punkte auf 54,7 Zähler. Dennoch signalisieren die jüngsten Daten immer noch ordentliche Wachstumsraten, die sowohl über dem Schnitt des dritten Quartals als auch über dem bisherigen Jahresdurchschnitt liegen (54,5). Die Anzahl der Neuaufträge kletterte sogar auf den höchsten Wert seit 20 Jahren.
Charttechnisch bleibt die Lage insgesamt positiv. Zwar hat der auf wöchentlicher Basis berechnete RSI noch immer nicht sein jüngstes Hoch durch neue Hochs im Verlauf des Indikators bestätigt, dafür hat der MACD ein positives Schnittmuster erzeugt und macht damit die Bahn frei für weitere Kurssteigerungen.
Voraussetzung für weitere Gewinne ist jedoch, dass die Bullen den langfristigen Chartwiderstand in Form einer flach ansteigenden Begrenzungslinie bestehend aus den Hochs im November 2015 und Juni 2017 überspringen. Wie, wann und in welcher Form dann der Ausbruch erfolgt, steht allerdings noch in den Sternen. Auf der Unterseite gilt es die Unterkante der Gap bei 13.237 Punkten nicht zu unterschreiten.