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Opec und verbündete Länder beschließen Kürzung der Ölförderung

Rohstoffe & Futures07.12.2018 18:42
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© Reuters. The logo of the Organization of the Petroleum Exporting Countries (OPEC) is seen inside their headquarters in Vienna

- von Rania El Gamal und Olesya Astakhova und Shadia Nasralla

Wien (Reuters) - Die Opec-Staaten haben sich ungeachtet des Drucks von US-Präsident Donald Trump mit verbündeten ölproduzierenden Ländern auf eine Verringerung der Fördermengen geeinigt.

Die 15 Opec-Staaten sowie weitere wichtige Nicht-Opec-Länder unter Führung von Russland verständigten sich am Freitag auf eine Drosselung um zusammen 1,2 Millionen Barrel pro Tag ab nächstem Jahr. Das Ölkartell werde ab Januar seine tägliche Fördermenge um 800.000 Barrel verringern, kündigte Iraks Ölminister Thamer Ghadhban nach Abschluss der zweitägigen Beratungen in Wien an. Weitere 400.000 Barrel pro Tag würden Nicht-Opec-Mitglieder beisteuern. Die Kürzungen sollen zunächst für sechs Monate gelten. Im April soll es eine Überprüfung geben.

Der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent zog daraufhin in der Spitze um über sechs Prozent auf 63,73 Dollar das Barrel an. "Die in der Sitzung vereinbarten Produktionskürzungen übersteigen das, was der Markt in einem Deal-Szenario erwartet hat," sagte Rohstoffspezialist Jon Andersson vom Schweizer Bankhaus Vontobel. An den Börsen war mit mindestens einer Million Barrel pro Tag gerechnet worden.

US-Präsident Trump hatte im Vorfeld des Treffens Druck auf das Opec-Schwergewicht Saudi-Arabien ausübt, von Förderkürzungen Abstand zu nehmen, um die Weltwirtschaft nicht zu belasten. Vor Beginn der Opec-Verhandlungen war es in Wien zu einem Treffen des Iran-Beauftragten der USA, Brian Hook, mit dem saudischen Energieminister Chalid al-Falih gekommen. Bei einer Drosselung der Opec-Förderung würde dies dem Iran nutzen, der dann von einem höheren Ölpreis profitieren würde.

EINIGUNG MIT IRAN UND RUSSLAND EBNETE DEN WEG

Das Ölkartell hatte seit Donnerstag um eine Produktionskürzung gerungen, um den Ölpreis nach dem jüngsten Einbruch wieder zu stabilisieren. Als größtes Hindernis galt zuletzt der Iran, der unter den US-Sanktionen im Atomkonflikt leidet. Einem Opec-Insider zufolge wurde schließlich ein Kompromiss zwischen Saudi-Arabien und dem Golf-Rivalen über eine Ausnahme des Landes von der Reduzierung erzielt. Die Führung in Moskau hatte Regierungskreisen zuvor bereits ihre Bereitschaft für eine größere Kürzung signalisiert.

Der Ölpreis war zuvor seit Oktober um fast ein Drittel eingebrochen, was vor allem an einem Überangebot liegt. Die Fördermenge der weltgrößten Produzenten - Opec, Russland und der USA - ist seit Ende 2017 um 3,3 auf 56,38 Millionen Barrel pro Tag gestiegen. Dazu trugen auch steigende Fördermengen in den USA bei aufgrund des dortigen Boom der Fracking-Technik, mit der sich Öl aus Gesteinsschichten pressen lässt. Aber auch Spekulationen auf eine Abkühlung der Weltwirtschaft setzten dem Ölpreis zu.

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