Eilmeldung
Investing Pro 0
Werbefreie Version. Jetzt upgraden für ein Surferlebnis auf Investing.com ganz ohne Werbung. Sparen Sie bis zu 40%. Weitere Details

Verbot von Bitcoin, Ethereum & Co ist utopisch

Krypto 24.05.2022 16:08
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Artikel wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
 
© Reuters

Investing.com – Die politischen Ansichten haben sich im Jahr 2022 in den USA, im Vereinigten Königreich und in der Europäischen Union (EU) in Bezug auf digitale Vermögenswerte stark verändert. Digitale Vermögenswerte sind weit davon entfernt, verboten zu werden. Den einzelnen Regierungen geht es auf der ganzen Welt vielmehr um die Integration in den regulatorischen und gesetzlichen Rahmen. Mittlerweile ist das Ausmaß der Krypto-Industrie so groß, dass die Regierungen diesen Sektor nicht mehr ignorieren können.

Benjamin Dean, Head of Digital Assets bei WisdomTree, nahm diesen Bereich unter die Lupe. „Das Ökosystem der digitalen Vermögenswerte ist nicht mehr der Wilde Westen, der es einmal war. Der Markt entwickelt sich, wird sicherer und kann von einer Regulierung profitieren. Es ist der gleiche Prozess, den viele Technologien durchlaufen, wenn sie Teil unseres täglichen Lebens werden. Die Nutzung dieser Netze wird so alltäglich werden wie die Verwendung eines GPS-Systems (Global Positioning System) zur Navigation in einer Stadt, in der man noch nie zuvor war.“

Wirtschaftliche Bedeutung der Krypto-Industrie wächst

Im November 2021 überstieg die Marktkapitalisierung des Ökosystems digitaler Vermögenswerte die Marke von 3 Billionen US-Dollar und erreichte damit ein Rekordhoch. „Die Vorteile, die diese neue Technologie mit sich bringen wird, wie größere Geschwindigkeit, Zugänglichkeit und Transparenz, sind zu groß, um sie zu vernachlässigen. Gleichzeitig sind die potenziellen Risiken – insbesondere im Zusammenhang mit Cybersecurity und kriminellen Aktivitäten – hinlänglich bekannt“, so Dean.

Im März kündigte die Biden-Administration die „Executive Order for the Responsible Development of Digital Assets“ an. Dabei handelt es sich um ein offizielles Dokument, in dem die potenziellen Vorteile und Risiken digitaler Vermögenswerte klar dargelegt werden. Verschiedene Bundesbehörden werden damit beauftragt, Untersuchungen anzustellen und Empfehlungen dazu abzugeben, wie die USA weiterhin „eine führende Rolle auf dem Markt für digitale Vermögenswerte“ spielen können. Die USA können weiterhin „weltweit führend beim Wachstum und in der Entwicklung von digitalen Vermögenswerten und damit verbundenen Innovationen“ sein und „bestimmte Schlüsselrisiken abwehren, die eine Weiterentwicklung und Anpassung des Ansatzes der US-Regierung in Bezug auf digitale Vermögenswerte erfordern“.

Um nicht ins Hintertreffen zu geraten, gab das britische Finanzministerium bekannt, das Land zur „globalen Drehscheibe für Krypto-Assets“ zu machen. Obwohl nur wenige Details bekannt sind, zählen zu den ersten Initiativen „Rechtsvorschriften für ein 'isoliertes Finanzmarktinfrastrukturumfeld'. Diese sollen Unternehmen bei Innovationen unterstützen. Ferner wird im Mai 2022 eine zweitägige 'CryptoSprint'-Veranstaltung unter der Leitung der Financial Conduct Authority (FCA) stattfinden. Hinzu kommt die Zusammenarbeit mit der Royal Mint bei der Entwicklung eines nicht-fungiblen Tokens (NFT) sowie eine Projektgruppe, die enger mit der Branche zusammenarbeiten soll“.

Außerdem durchläuft der Vorschlag zu den Märkten für Krypto-Assets (MiCA) derzeit verschiedene Arbeitsgruppen im Europäischen Parlament. Der aktuelle Wortlaut dieses Vorschlags wird zwar ständig weiterentwickelt, aber wenn er weiter voranschreitet, wird er schließlich vom Parlament, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Rat überarbeitet werden. So kann die EU einen einheitlichen Rahmen für die Regulierung von digitalen Vermögenswerten schaffen.

Regierungen gehen unterschiedliche Wege

„Das Internet als die jüngste große Technologiewelle spielt immer noch eine Rolle. Datenschutz und Privatsphäre, die als eine Facette der Internet-Governance angesehen werden, sind in den USA sehr unterschiedlich gehandhabt worden. Es gibt keine Bundesgesetzgebung zum digitalen Datenschutz, was im Gegensatz zur Europäischen Union und ihrer Allgemeinen Datenschutzverordnung und -richtlinie (GDPR) steht. Diese Entwicklung ist nicht über Nacht geschehen; die Ausarbeitung und Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung hat Jahrzehnte gedauert“, erklärt Dean.

„Ein anderes Beispiel ist die Art und Weise, wie Sprache im Internet reguliert wird. Abschnitt 230 des Communications Decency Act in den USA schützt Online-Diensteanbietern im Zusammenhang mit dem Verhalten ihrer Nutzer auf den einzelnen Plattformen. Dies wurde in den 1990er-Jahren eingeführt und ist einer der Gründe, warum in den USA so viele soziale Netzwerke angesiedelt sind.“

Digitale Vermögenswerte finden überall ein Zuhause

Eine seit vielen Jahren immer wiederkehrende Frage lautet: „Was passiert, wenn Regierungen digitale Vermögenswerte verbieten?“

„Es gibt viele Regierungen und keine davon entscheidet, ob und wie die neue Technologie auf globaler Ebene eingesetzt wird. Dies gilt insbesondere für Open-Source-Software in einer mit dem Internet verbundenen Welt. Zahlreiche Länder sind weit davon entfernt, digitale Vermögenswerte zu verbieten. Stattdessen wetteifern sie darum, Unternehmen für sich zu gewinnen, die diese Technologie nutzen. Regierungen, die bei ihren Regulierungsmaßnahmen die richtige Balance finden, werden von einer neuen Welle des technologischen Wandels profitieren können. Dazu gehören neben den Arbeitsplätzen auch die Steuereinnahmen und der Wohlstand, den dieser Fortschritt mit sich bringt“, so Benjamin Dean abschließend.

Verbot von Bitcoin, Ethereum & Co ist utopisch
 

Verwandte Beiträge

Kommentieren

Richtlinien zur Kommentarfunktion

Wir möchten Sie gerne dazu anregen, Kommentare zu schreiben, um sich mit anderen Nutzern auszutauschen. Teilen Sie Ihre Gedanken mit und/oder stellen Sie anderen Nutzern und den Kolumnisten Fragen. Um jedoch das Niveau zu erhalten, welches wir wertschätzen und erwarten, beachten Sie bitte die folgenden Kriterien:

  • Bereichern Sie die Unterhaltung
  • Bleiben Sie beim Thema. Veröffentlichen Sie nur Texte, die zu den genannten Inhalten passen. 
  • Respektieren Sie einander. Auch negative Meinungen und Kritik kann positiv und diplomatisch ausgedrückt werden. 
  • Benutzen Sie die anerkannten Ausdrucks- und Rechtschreibregeln. 
  • Beachten Sie: Spam, Werbenachrichten und Links werden gelöscht. 
  • Vermeiden Sie Profanität, Beleidigungen und persönliche Angriffe auf Kolumnisten oder andere Nutzer. 
  • Bitte kommentieren Sie nur auf Deutsch.

Diejenigen, die die oben genannten Regeln missachten, werden von der Webseite entfernt und können sich in der Zukunft je nach Ermessen von Investing.com nicht mehr anmelden.

Was denken Sie?
 
Sind Sie sicher, dass Sie diesen Chart löschen möchten?
 
Senden
Posten auf
 
Angehängten Chart durch einen neuen Chart ersetzen?
1000
Sie sind gegenwärtig aufgrund von negativen Nutzerbeurteilungen von der Abgabe von Kommentaren ausgeschlossen. Ihr Status wird von unseren Moderatoren überprüft.
Warten Sie bitte eine Minute bis zur erneuten Abgabe Ihres Kommentars.
Danke für Ihren Kommentar. Bitte beachten Sie, dass alle Kommentare erst nach vorheriger Überprüfung durch unsere Moderatoren veröffentlicht werden und deshalb nicht sofort auf unserer Webseite erscheinen können.
Kommentare (2)
Marco Silber
Marco Silber 25.05.2022 7:10
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Kommentar wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
Das gibt Augenkrebs schämr euch! Pfui
Traveling Nic
Traveling Nic 24.05.2022 18:00
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Kommentar wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
Es beginnt immer mit einem Dementi
 
Sind Sie sicher, dass Sie diesen Chart löschen möchten?
 
Senden
 
Angehängten Chart durch einen neuen Chart ersetzen?
1000
Sie sind gegenwärtig aufgrund von negativen Nutzerbeurteilungen von der Abgabe von Kommentaren ausgeschlossen. Ihr Status wird von unseren Moderatoren überprüft.
Warten Sie bitte eine Minute bis zur erneuten Abgabe Ihres Kommentars.
Chart zum Kommentar hinzufügen
Sperre bestätigen

Sind Sie sicher, dass Sie %USER_NAME% sperren möchten?

Dadurch werden Sie und %USER_NAME% nicht mehr in der Lage sein, Beiträge des jeweils anderen auf Investing.com zu sehen.

%USER_NAME% wurde erfolgreich zu Ihrer Sperrliste hinzugefügt.

Da Sie diese Person entsperrt haben, müssen Sie 48 Stunden warten, bevor Sie sie wieder sperren können.

Diesen Kommentar melden

Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Kommentar

Kommentar markiert

Vielen Dank!

Ihre Meldung wurde zur Überprüfung an unsere Moderatoren geschickt
Mit Google registrieren
oder
Registrierung