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EZB lässt alles beim Alten - fast alles

Wirtschaft13.09.2018 13:46
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© Reuters. EZB lässt alles beim Alten - fast alles

Investing.com - Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Geldpolitik wie erwartet nicht geändert und den Leitzins auf dem Rekordtief von 0,00 Prozent belassen.

Die Notenbank ließ auch den Zinssatz für Einlagen, die bei der EZB geparkt werden, unverändert bei -0,40 Prozent. Der Spitzenrefinanzierungssatz beträgt weiterhin 0,25 Prozent.

Wie erwartet reduziert die Europäische Zentralbank die monatlichen Anleihekäufe nach September von 30 Mrd. Euro auf 15 Mrd. Dollar bis Ende Dezember.

Nach September 2018 wird der EZB-Rat den Nettoerwerb von Vermögenswerten bis Ende Dezember 2018 auf einen Umfang von monatlich 15 Mrd € reduzieren. Sofern die neu verfügbaren Daten die mittelfristigen Inflationsaussichten bestätigen, geht er davon aus, dass der Nettoerwerb dann enden wird.

Die Forward Guidance zu den Zinsen blieb unverändert. Die Zinsen sollen bis mindestens über den Sommer 2019 hinaus auf dem aktuellen Niveau bleiben.

Der EZB-Rat geht davon aus, dass die EZB-Leitzinsen mindestens über den Sommer 2019 und in jedem Fall so lange wie erforderlich auf ihrem aktuellen Niveau bleiben werden, um eine fortgesetzte nachhaltige Annäherung der Inflation an ein Niveau von unter, aber nahe 2 % auf mittlere Sicht sicherzustellen.

Der EZB-Rat beabsichtigt, die Tilgungsbeträge der im Rahmen des APP erworbenen Wertpapiere nach Abschluss des Nettoerwerbs von Vermögenswerten für längere Zeit und in jedem Fall so lange wie erforderlich bei Fälligkeit wieder anzulegen, um günstige Liquiditätsbedingungen und eine umfangreiche geldpolitische Akkommodierung aufrechtzuerhalten.

Die vollständige geldpolitische Erklärung der Europäischen Zentralbank finden Sie hier.

An den internationalen Devisenmärkten blieb nach der zinspolitischen Entscheidung der Europäischen Zentralbank alles ruhig. Der EUR/USD legte zuletzt um 0,03 Prozent auf 1,1629 Dollar zu.

Solange die Schlüsselunterstützung bei 1,1510 Dollar intakt bleibt, könnte sich der EUR/USD auf 1,1750 oder sogar 1,1790 Dollar erholen. Ein Unterschreiten der besagten Haltelinie würde dagegen den Fokus der Anleger zurück auf die psychologisch wichtige Marke von 1,1300 Dollar bringen.

Gleiches gilt für den DAX, der nach dem geldpolitischen Begleittext der EZB mit 73 Punkten im Plus auf 12.107 Punkten notiert.

Die US-Index-Futures signalisieren zudem einen positiven Start in den Tag. So steigt der Dow Jones um gut 70 Punkte auf 26.085 Zähler, während der markbreitere S&P 500 Future um 7,25 Punkte auf 2.896 Zähler zulegte.

Geschrieben von Robert Zach

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