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Börse kompakt: WHO warnt vor Covid und Chinas Top-Aufseher sieht Blasenrisiko

Wirtschaft02.03.2021 13:00
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© Reuters.

Von Geoffrey Smith

Investing.com -- Die Zahl der weltweit registrierten Corona-Infektionen ist in der vergangenen Woche zum ersten Mal seit acht Wochen wieder gestiegen. Laut der Weltgesundheitsorganisation nimmt die Wachsamkeit der Menschen ab. Chinas oberste Regulierungsbehörde lässt die lokalen Märkte aufschrecken, als sie vor Blasenbildungen warnt. Target und Ross Stores legen ihre Geschäftsergebnisse vor und der Ölpreis erholt sich, nachdem die russische Produktion im letzten Monat gesunken ist. Das sind die wichtigsten Themen an den Finanzmärkten am Dienstag, den 2. März.

1. Covid-19-Fälle steigen zum ersten Mal seit acht Wochen

Die Pandemie meldet sich zurück. Oder besser gesagt, ihr Ende scheint sich noch etwas zu verzögern. Wie die Weltgesundheitsorganisation warnte, ist die Zahl der Neuinfektionen letzte Woche zum ersten Mal seit acht Wochen wieder gestiegen.

Die Zahl der gemeldeten Neuerkrankungen nahm in vier der sechs Regionen der WHO - Amerika, Europa, Südostasien und das östliche Mittelmeer - aufgrund der Lockerung der Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, der Ausbreitung neuer Mutationen und wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus beklagte weil "Leute die sorglos werden", wieder zu.

Die Zahlen fallen in eine Zeit, in der US-Bundesstaaten und -Städte die Beschränkungen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens langsam aufheben, während die nationale Impfkampagne an Fahrt gewinnt, auch weil am Wochenende ein neuer Covid-Impfstoff von Johnson & Johnson (NYSE:JNJ) die Zulassung erhalten hat. 

Europas größte Volkswirtschaft Deutschland plant Berichten zufolge ebenfalls, dass nicht-wesentliche Geschäfte in Gebieten mit niedrigen Infektionsraten wieder aufmachen dürfen, was die seit Dezember bestehende Sperrmaßnahmen lockert. Die meisten Einschränkungen bleiben jedoch bis zum 28. März erhalten. An anderer Stelle sagt Präsident Emmanuel Macron, Frankreich brauche weitere 4 bis 6 Wochen, bevor eine Lockerung möglich werde.

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2. Einzelhandelssektor im Fokus

Der amerikanische Einzelhandel wird heute die Berichtssaison dominieren, da Target (NYSE:TGT), Nordstrom (NYSE:JWN) und Ross Stores (NASDAQ:ROST) zusammen mit AutoZone (NYSE:AZO) alle heute ihre Zahlen zum Q4 vorlegen werden.

Die Erwartungen an Target sind hoch, denn das Unternehmen konnte bereits im November und Dezember einen Umsatzanstieg von 17% verzeichnen. Grund dafür ist die Flexibilität des Unternehmens bei der Abholung der Produkte an der Warenausgabe und andere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie.

Über Nacht veröffentlichte Mercado Libre nach wiederholten Verzögerungen endlich seinen Quartalsbericht und meldete einen überraschenden Verlust von über einem Dollar pro Aktie anstelle des erwarteten Gewinns von 16 Cent. Die lateinamerikanische E-Commerce-Website weist nach einer herausragenden Rallye im vergangenen Jahr eine der stärksten überzogenen Bewertungen auf. Die Aktie fiel im vorbörslichen Handel um 2,5%.

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3. Wall Street etwas tiefer erwartet

Die US-Aktienmärkte dürften etwas schwächer in den Handel starten und damit nur einen Teil der Kursgewinne vom Montag wieder abgeben, die im Zuge der Zulassung des Impfstoffs von J&J und der Billigung des Konjunkturpakets durch das Repräsentantenhaus zustande gekommen waren.

Gegen 12.30 Uhr notierte der Dow Jones Future 64 Punkte oder 0,2% tiefer, während der S&P 500 Future um 0,3% fiel und der Nasdaq-Future um 0,4% sank.

Zu den Aktien, die später wahrscheinlich im Fokus stehen werden, gehört Zoom Video (NASDAQ:ZM). Das Unternehmen hatte am Montag nach Handelsschluss überraschend starke Ergebnisse veröffentlicht und prognostiziert, dass es sich von einer "Killer-App" zu einem Internet-Plattform-Unternehmen entwickeln wird. Die Aktien waren innerhalb von drei Monaten um fast 40% gefallen, nachdem sie im Oktober ihren Höchststand erreicht hatten, konnten sich aber seither um über 25% erholen. Im vorbörslichen Handel stiegen sie um 8,6%.

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4. Chinas Regulierungsbehörde warnt vor Blase

Der Top-Aufseher Chinas warnte, dass er über das Risiko einer Blasenbildung in den internationalen Märkten besorgt sei. Auch der chinesische Immobiliensektor wirke angespannt.

Guo Shuqing, Vorsitzender der China Banking and Insurance Regulatory Commission und Parteisekretär, meinte, dass sich die Märkte in Europa und den USA in die entgegengesetzte Richtung zu ihren Realwirtschaften bewegten und eine Korrektur fällig sei.

Seine Kommentare lösten einen Ausverkauf an den chinesischen Märkten aus, weil Analysten sie als Warnung vor den inländischen Bedingungen interpretierten, ohne explizit die Behörden zu kritisieren, die diese Entwicklung zugelassen hatten.

Die Analysten der Saxo Bank weisen darauf hin, dass chinesische Aktien derzeit mit einem Rekordaufschlag gegenüber ihren weltweiten Pendants gehandelt werden, nachdem sie in den letzten zehn Jahren meist mit einem Abschlag gehandelt wurden.

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5. Ölpreis erholt sich

Die Rohölpreise gaben zusammen mit den Preisen anderer Rohstoffe nach. Nach starken Zuwächsen in den letzten Wochen scheint es sich dabei immer noch um eine Korrektur von einem überhöhten Niveau zu handeln.

Gegen 12.35 Uhr MEZ notierte der Preis für die US-Sorte WTI um 0,1% tiefer, während die Brent-Futures um 0,3% fielen. Beide Kontrakte erholten sich nach Daten, wonach die Produktion sowohl der OPEC als auch Russlands im Februar gesunken ist, erstere aufgrund der öffentlich angekündigten Produktionskürzung von 1 Million Barrel pro Tag durch Saudi-Arabien und letztere aufgrund einer ausgeprägten Kältewelle. Die Zahlen kommen vor der monatlichen Überprüfung der Förderpolitik am Donnerstag.

Das API wird seine wöchentlichen Ölbestandsdaten um 22:30 Uhr veröffentlichen.

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