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Erdgas: Europäische Großkonzerne eröffnen Rubel-Konten

Wirtschaft 17.05.2022 14:28
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© Reuters.

Von Alessandro Albano

Investing.com – Die europäischen ICE Dutch TTF-Gaspreise fielen am Dienstag, nachdem die Europäische Kommission deutlich gemacht hatte, dass EU-Unternehmen für russisches Gas in Rubel zahlen können, ohne die Sanktionen gegen Moskau zu umgehen.

Entsprechend den neuen Leitlinien der EU-Kommission, die nach dem russischen Stopp der Gaslieferungen nach Polen und Bulgarien vielfach verlangt wurden, eröffnen immer mehr europäische Unternehmen Konten bei der Gazprombank und importieren weiterhin Energieprodukte aus Moskau.

Reuters berichtete, dass Eni (BIT:ENI) noch vor dem Stichtag 20. Mai die notwendigen Schritte einleiten werde, um „die Verträge für russische Lieferungen nicht zu verletzen“. Nach Angaben des Unternehmenssprechers führt man „noch Überprüfungen durch“ und hat derzeit „noch keine Schritte zur Eröffnung der beiden Konten eingeleitet“, aber es handele sich nur um technische und nicht um grundsätzliche Überlegungen.

Der französische Energiekonzern Engie (EPA:ENGIE) hat bekannt gegeben, dass er Gespräche mit Gazprom (MCX:GAZP) führt, um die Zahlungsmodalitäten für russisches Gas zu ändern. Der deutsche Energiekonzern RWE (ETR:RWEG) erklärte, dass er ein Konto in Russland eröffnet hat, um Zahlungen für Gaslieferungen in Euro zu leisten. „Und sich darauf vorbereitet, die russischen Forderungen nach einem neuen Zahlungssystem zu erfüllen und im Einklang mit den europäischen und deutschen Anforderungen zu handeln“.

Neue Brüsseler Rahmenbedingungen

Die EU-Kommission bestätigte die Ankündigung von Ende April und erklärte, dass die Sanktionen einer Kontoeröffnung bei der Gazprombank „nicht im Wege stehen“. Unternehmen können russisches Gas bezahlen, solange die Transaktion in Euro oder Dollar getätigt und anschließend deklariert wird.

Nach den neuen Leitlinien aus Brüssel müssen Unternehmen dann schwarz auf weiß erklären, dass die Zahlung in Euro oder Dollar erfolgte, „ohne dass weitere Maßnahmen in Bezug auf die Zahlung ergriffen werden müssen“.

Sobald der Betrag eingezahlt ist, wird die russische Bank diesen in Rubel umtauschen, aber die Transaktion der Gazprombank wird von der EU als „internes Verfahren“ in Russland und damit außerhalb der europäischen Gerichtsbarkeit betrachtet.

Mehrere Staats- und Regierungschefs der EU haben in den letzten Tagen deutlich gemacht, dass diese Regelung die von den westlichen Ländern nach dem Einmarsch in der Ukraine gegen Russland verhängten Sanktionen nicht umgeht.

„Die Situation scheint in dem Maße geklärt zu sein, wie es die Kommunikationskanäle mit russischen Unternehmen und mit Gazprom zulassen“, sagte der deutsche Wirtschaftsminister Habeck. Ministerpräsident Draghi machte bei einem Besuch in Washington deutlich, dass er „kein Problem“ in Bezug auf eine Unterbrechung der Lieferungen oder eine Verletzung des Sanktionsrahmens sehe.

Erdgas: Europäische Großkonzerne eröffnen Rubel-Konten
 

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Kommentare (5)
Michael Lorenz
Michael Lorenz 17.05.2022 18:12
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E n d l i c h.... Dankeschön an Russland für seine Geduld
Risk win
Risk win 17.05.2022 17:35
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Das Schöne finde ich auch, das der Rubel, dank Sankaktion an Wert gewonnen hat. Mittlerweile, sieht die wirtschaftliche Lage der EU schlimmer aus, als die Lander, die kein Sankantion durchführen. Aber das unsere Medienund Politik, uns weiterhin belügen, das ist Fest wie ein Felsen
Heiko Lesser
Heiko Lesser 17.05.2022 16:18
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Die Europäer haben einfach keinen Arsch in der Hose. Die Ungarn das Öl, die Griechen und Malteser die Transportschiffe, die Deutschen Großkonzerne haben auch eine Ausrede nach der anderen…… Putin lacht uns nur aus…., und das zurecht…… wir sind vom Volk, über die Konzerne bis hin zur Politik ein verkommenes Volk ohne Stolz und Ehre….
Anatoli Loginov
Anatoli Loginov 17.05.2022 16:18
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Nein falsch gesagt! Die haben keinen anderen weg!
seppell Fischkopp
seppell Fischkopp 17.05.2022 16:18
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Also ich bin auch kein Freund von Putin. Aber ohne Erdgas, geht hier in Deutschland alles kaputt weil die Abhängigkeit einfach viel zu groß ist, das von heute auf morgen zu kappen wäre fatal. Wenn dir im kalt ist bist du der erste der nach Erdgas schreit. Und die Unternehmen sagen folgendes wie zum Beispiel basf. Die basf sagt Herr Scholz kein Erdgas keine Arbeitsplätze und keine Steuern für Papa Staat. Hast nur im Ansatz ein Ahnung wieviele Arbeitsplätze mit diesem Unternehmen zusammen hängen. Das geht in die Millionen. Erklärung: fällt die basf gehen alle automobilhersteller den Bach herunter, Agrar etc etc. Also mit deinen Aussagen erstmal den Ball flach halten von mir einen Daumen nach unten
August Wojak
August Wojak 17.05.2022 16:18
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Stolz?Also uns soll es schlecht gehen, weil ein Ģŕößenwahnsinger Schauspieler meint er ķönne Russland bis auf das Blut reizen und mit dem Westen im Hintergrund einen Krieg weiterführen, um Gebiete wir die Krim ( Aussage Selinskji 9.2021)zurückerobern.Für diesen seit seiner Gründung bis dato zu tiefst korrupten Staat, der angeblich die westlichen Werte verteidigt, ist jeder € zuviel!Selinskji <>Putin für keinen würde ich auch nur einen Cent geben ohne dafür etwas zu erhalten.Die Russen liefern Energie und Rohstoffe> Ukraine wird seit 31 Jahren nur durch Kredite vom Westen und Russland Überwasser gehalten ohne das sie je etwas zurück gezahlt hätten!
Simon Borchers
Simon Borchers 17.05.2022 16:06
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Dann braucht man hoffentlich kein Gas mehr
Hans Siebenschwanz
Hans Siebenschwanz 17.05.2022 15:35
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Bringt das denn was? Jeden Kubikmeter Gas, den Russland jetzt nicht verkauft, können sie sich für später aufheben. Dann, wenn die anderen Gasproduzenten nichts mehr haben, holen die Russen ihr Gas aus der Erde und verlangen die Preise und Zahlungsmethoden, die sie für richtig halten.
 
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