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Wirtschaftskalender: Fünf Dinge, die für Anleger diese Woche wichtig werden

Wirtschaft 16.05.2022 07:40
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© Reuters

Von Noreen Burke 

Investing.com -- In dieser Woche richten die Marktteilnehmer ihr Augenmerk auf die Einzelhandelsumsätze und neue Geschäftszahlen aus Corporate America sowie auf die Kommentare von Vertretern der Federal Reserve, einschließlich des Notenbankchefs Jerome Powell. Sie erhoffen sich Hinweise auf die künftige Entwicklung der Zinsen. Die Erholung der Aktienmärkte zum Wochenausklang am Freitag war von der Hoffnung getragen, dass die Märkte nach einem brutalen Einbruch ihre Talsohle erreicht haben. Die Talfahrt könnte aber durchaus noch weitergehen. Und auch die Investoren in Kryptowährungen sehen sich weiterhin mit den Auswirkungen des massiven Kurseinbruchs konfrontiert. In Großbritannien dürften die Verbraucherpreise im April auf über 9 % gestiegen sein. Hier erfahren Sie, was Sie zu Beginn der Woche wissen sollten.

1. US-Wirtschaftsdaten

Die Wirtschaftsdaten werden von den Anlegern in dieser Woche ganz genau unter die Lupe genommen, weil sie verstehen wollen, ob die aggressive Straffung der Fed mit dem Ziel einer Eindämmung der steigenden Inflation wohl zu einer harten oder weichen Landung der Wirtschaft führen wird.

Es wird erwartet, dass die am Dienstag veröffentlichten Einzelhandelsumsätze für den Monat April dank der stabilen Autoverkäufe solide Zuwächse aufweisen werden. Ökonomen rechnen nach einem Anstieg von 0,7 % im März trotz höherer Inflation mit einem Anstieg von 0,8%.

In den USA werden außerdem regionale Daten zum verarbeitenden Gewerbe sowie Statistiken zu neuen Hausbauprojekten sowie Verkäufen bereits vorhandener Wohnimmobilien veröffentlicht. Aufgrund steigender Hypothekenzinsen dürfte der Bau neuer Häuser zurückgehen.

Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell wird am Dienstag eine Rede halten und dabei voraussichtlich bestätigen, dass die US-Notenbank die Zinsen anlässlich ihrer nächsten zwei Sitzungen um jeweils einen halben Prozentpunkt anheben wird.

Zu den weiteren Rednern der Fed in dieser Woche gehören unter anderem der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, der Präsident der St. Louis Fed, James Bullard, der Präsident der Philadelphia Fed, Patrick Harker, und der Präsident der Chicago Fed, Charles Evans

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2. Geschäftszahlen aus dem Einzelhandel

Neben den Wirtschaftsdaten werden die Anleger in dieser Woche auch auf zahlreiche Geschäftsberichte aus dem Einzelhandel achten, die Aufschluss darüber geben, wie stark der Druck auf die Lebenshaltungskosten die Kaufkraft der Verbraucher beeinflussen könnte.

Der größte US-amerikanische Einzelhändler Walmart (NYSE:WMT) und der Baumarktriese Home Depot (NYSE:HD) werden am Dienstag vorbörslich ihre Zahlen zum ersten Quartal präsentieren. Target (NYSE:TGT) und Lowe's (NYSE:LOW) gewähren ebenfalls am Mittwoch vor US-Börsenbeginn einen Einblick in ihre Bücher, gefolgt von Macy's (NYSE:M) am Donnerstag.

Angesichts der hohen Teuerungsrate, der gestiegenen Lohn- und Kraftstoffkosten sowie der anhaltenden Unterbrechungen der Lieferkette werden die Investoren den Prognosen der Einzelhändler für die zweite Jahreshälfte besonders viel Aufmerksamkeit schenken.

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3. Hat der Markt seine Talsohle erreicht?

Die Wall Street schloss am Freitag nach einer weiteren volatilen Woche höher. Hier kämpften Hoffnungen, dass die Inflation kurz vor dem Höhepunkt steht, mit Befürchtungen, dass eine aggressive Straffungspolitik der Fed die Wirtschaft in eine Rezession stürzen könnte.

Trotz der Gewinne vom Freitag verzeichneten der S&P 500 und der Nasdaq den sechsten Wochenverlust in Folge, während der Dow den siebten Wochenrückgang hintereinander hinnehmen musste.

Aufgrund von Befürchtungen, dass der drastische Kursrutsch der Aktienmärkte noch nicht vorbei ist, suchen die Anleger nach zuverlässigen Anzeichen dafür, dass die Talsohle endlich erreicht ist und sich die Märkte konsolidieren.

"Ich glaube nicht, dass wir so schnell über den Berg sein werden", sagte Mark Hackett, Leiter des Investment Research bei Nationwide, gegenüber Reuters. "Allerdings haben sich die Erwartungen der Anleger drastisch verändert.“

Willie Delwiche, Anlagestratege beim Marktforschungsunternehmen All Star Charts, hält nicht nach Anzeichen für eine Konsolidierung Ausschau, sondern konzentriert sich laut Reuters auf deutlichere Anzeichen dafür, dass die Aktien eine nachhaltige Erholung erleben können.

"Zu viele Leute versuchen derzeit, einen Wert zu benennen, der den Boden bildet, und das erweist sich als aussichtslos und teuer", so Delwiche. "Dies ist ein Umfeld, in dem man keine Risiken eingehen will ... Für Anleger ist es sehr sinnvoll, sich neutral zu positionieren und ein Abklingen der Volatilität abzuwarten."

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4. Absturz bei den Kryptos

Nach einer volatilen letzten Woche, die insbesondere vom Wertverfall des Stablecoins TerraUSD geprägt war, der seine 1:1-Bindung an den US-Dollar aufgab, werden die Investoren in dieser Woche Kryptoanlagen mit Argusaugen beobachten.

Stablecoins sind Token, die an den Wert traditioneller Vermögenswerte, häufig den US-Dollar, gekoppelt sind. Sie sind das Hauptmedium für den Geldverkehr zwischen unterschiedlichen Kryptowährungen oder für die Umwandlung von Guthaben in Fiat-Geld.

Die Rating-Agentur Fitch sagte letzte Woche, dass Kryptowährungen und das digitale Finanzwesen "erheblich darunter leiden" könnten, wenn Investoren das Vertrauen in Stablecoins verlieren, da viele regulierte Finanzunternehmen ihr Engagement in diesem Sektor in den letzten Monaten erhöht haben.

Kryptoanlagen wurden von einem breit angelegten Abverkauf bei den Risikoanlagen aufgrund der erhöhten Inflationsraten und steigenden Zinssätze mitgerissen, dabei haben die breiteren Finanzmärkte bisher kaum Konsequenzen aufgrund des Absturzes der Kryptowährungen zu spüren bekommen. Laut Fitch seien die Auswirkungen der Volatilität auf dem Krypto-Markt aufgrund der unzureichenden Anbindung an die regulierten Finanzmärkte zu gering, um größere finanzielle Instabilität zu verursachen.

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5. Inflationssprung im Vereinigten Königreich

Am Mittwoch veröffentlicht das Vereinigte Königreich aktuelle Inflationsdaten. Für April wird ein Anstieg der Verbraucherpreise auf 9,1% im Jahresvergleich erwartet. Es wäre der größte Anstieg der Jahresteuerung seit 1980 und die höchste Inflationsrate seit 1982.

Als die Bank of England Anfang des Monats die Leitzinsen anhob, prognostizierte sie für das vierte Quartal einen Anstieg der Inflation auf über 10 %.

Die am Vortag auf dem Terminplan stehenden britischen Arbeitsmarktdaten dürften die angespannte Lage auf dem heimischen Jobmarkt noch einmal unterstreichen und den Lohn- und Preisdruck erhöhen.

In der Eurozone wird die EZB-Chefin Christine Lagarde am Dienstag eine Rede halten, bevor die Europäische Zentralbank am Donnerstag ihr jüngstes Sitzungsprotokoll veröffentlichen wird.

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-- Mit Material von Reuters.

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