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WOCHENAUSBLICK: Dax geht der Schwung aus - Experten mittelfristig optimistisch

Wirtschaft 19.08.2022 15:45
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Dem Dax geht zunehmend der Schwung aus - zu diesem Urteil kommen etliche Marktbeobachter angesichts der kürzlich gestoppten Erholungsrally des deutschen Leitindex. "Nachdem er in dieser Woche an der 14 000-er Marke abgeprallt ist, stehen die Zeichen nun erst einmal auf Konsolidierung", schreibt etwa Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets.

In der neuen Woche stehen zumindest einige weitere Zwischenberichte zur jüngsten Geschäftsentwicklung im Fokus, wobei nur Unternehmen aus der zweiten und dritten Börsenreihe ihre Zahlen angekündigt haben. Einen Blick wert sein sollten auch der Zinsentscheid der chinesischen Notenbank, das jährliche internationale Notenbanker-Treffen in Jackson Hole, Einkaufsmanagerdaten aus Europa und den USA sowie Daten zum deutschen Geschäftsklima und Verbrauchervertrauen.

"Von der zuversichtlichen Stimmung unter den Aktienanlegern ist auf Wochensicht nicht viel übrig geblieben", schreibt Claudia Windt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). "Der Erholungsrally scheint die Luft auszugehen." Noch immer belasteten die Inflations- und Rezessionssorgen europäische Aktien und Renten stärker als ihre US-Pendants. Denn anders als in den Vereinigten Staaten, deren Notenbank Fed die Zinsen auch weiter kräftig anheben dürfte, sei im Euroraum noch keine Abschwächung beim Preisauftrieb erkennbar.

"Die Dax-Erholung dürfte langsam auslaufen", befürchtet auch Commerzbank-Analyst Andreas Hürkamp. Zuletzt hätten niedrigere US-Inflationszahlen sowie die laufende Berichtssaison positiv überrascht und die Aktienkurse angetrieben. Doch nun sollte der Leitindex wegen der Eintrübung des monetären Umfelds und sinkender Erwartungen für die Unternehmensgewinne wieder zurückfallen.

Windts Helaba-Kollege Markus Reinwand sprach von einer beeindruckenden Rally der Märkte im laufenden dritten Quartal, das sich in der Vergangenheit als besonders schwach erweisen habe. Er sieht die Märkte vor einem Richtungsentscheid, nachdem einige Aktienindizes inzwischen vor wichtigen charttechnischen Hürden angelangt seien. Der Experte verweist darauf, dass der Dax zuletzt unter die 100-Tage-Linie gerutscht ist, welche als Indikator für die längerfristige Entwicklung gilt - dort verlaufe auch der Abwärtstrend. Der marktbreite US-Index S&P 500 war vor dem jüngsten Rückschlag bis an die für die besonders langfristige Tendenz relevante 200-Tage-Linie herangelaufen.

Eine Überwindung dieser Linien wäre für beide Börsenbarometer "ein starkes Signal für eine Trendwende", so Reinwand weiter. Allerdings signalisierten technische Indikatoren bereits eine gewisse Überhitzung. "Außerdem fehlt derzeit der Rückenwind von der Zinsseite", nachdem Aktien in den vergangenen Wochen enorm von einer Beruhigung der Zinserhöhungserwartungen profitiert hätten. Steigende Zinsen schmälern tendenziell die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren.

Da der Wachstumspessimismus bald seinen Höhepunkt erreichen sollte, sind nach Reinwands Einschätzung zwar weitere kurzfristige Kursrücksetzer möglich. "Diese böten allerdings mittelfristig orientierten Anlegern aufgrund der moderaten Bewertung deutscher und europäischer Titel die Gelegenheit zum Einstieg." Auch Analyst Sven Streibel von der DZ Bank geht davon aus, "dass der Aktienmarkt im aktuellen Umfeld zumindest kurzfristig anfällig für Kursrücksetzer bleiben wird", traut dem Dax auf mittlere Sicht aber positives Überraschungspotenzial ein.

Noch weiter lehnt sich Lewis Grant, Portfolio-Manager beim US-Investmentunternehmen Federated Hermes (EPA:HRMS), aus dem Fenster: "Wir sind nach wie vor optimistisch, dass sich die derzeitige Rally zu einem längerfristigen Bullenmarkt entwickeln wird." Wegen der anhaltend hohen geopolitischen Risiken sowie der unbeständigen Risikobereitschaft der Anleger sei die Möglichkeit einer sogenannten Bärenmarktrally aber noch nicht auszuschließen - also einer nur vorübergehenden Kurserholung innerhalb eines übergeordneten Abwärtstrends.

Zu Beginn der neuen Woche dürfte die Aufmerksamkeit dem Zinsentscheid der chinesischen Notenbank gelten. Mitte August hatten die Währungshüter überraschend erstmals seit Januar den Zinssatz für einjährige Refinanzierungsgeschäfte mit den Banken gesenkt und damit auf enttäuschende Konjunkturdaten reagiert.

Am Dienstag stehen Einkaufsmanagerindex-Daten mehrerer europäischer Länder, der Eurozone und der USA im Fokus. Zudem berichten aus dem MDax der mittelgroßen deutschen Unternehmen TAG Immobilien (ETR:TEGG) sowie aus dem Nebenwerte-Index SDax der Arzneimittelhersteller Dermapharm (ETR:DMPG) über ihre Geschäftsentwicklung; zur Wochenmitte hat der Veranstalter und Ticketverkäufer CTS Eventim (ETR:EVDG) seine Zahlen angekündigt.

Tags darauf berichten der Gewerbeimmobilien-Spezialist Aroundtown (ETR:AT1) und der Essenlieferdienst Delivery Hero (ETR:DHER) aus dem MDax sowie die SDax-notierte Optikerkette Fielmann (ETR:FIEG) - letztere hat allerdings schon Eckdaten vorgelegt.

Am Donnerstag beginnt auch das dreitägige Notenbankertreffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming. Dazu stehen das deutsche Ifo-Geschäftsklima, die Zweitschätzung des US-Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal und das Protokoll der EZB-Sitzung aus dem Juli auf der Agenda.

Den Datenreigen komplettieren am Freitag das deutsche GfK-Verbrauchervertrauen sowie einige Daten aus den USA.

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Kommentare (1)
19.08.2022 19:08
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Es verweisen alle auf die Risiken benennen nicht eine einzige chance oder einen Grund für einen möglichen Bullenmarkt, sind aber optimistisch! Würde ein Mitarbeiter in irgendeinem Unternehmen so eine Fakten basierte Analyse vornehmen, wäre jeder Arbeitgeber normalerweise gezwungen, ihn fristlos zu entlassen….. Ich glaube ja nicht, dass die alle dumm sind, aber ist es wirklich der Grund, dass wenn sie eine ehrliche Analyse dürchführen würden, ihren ganzen Deka-Kunden die sofortige Austahlung der Fonds empfehlen müssten? Hilft mir mal einer weiter?
 
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