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Devisen: Euro legt nach EZB-Aussagen deutlich zu

Devisen 23.05.2022 13:00
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© Reuters.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Montag nach Aussagen aus der Europäischen Zentralbank (EZB) deutlich zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg am Mittag bis auf 1,0688 US-Dollar. Am Morgen hatte sie noch unter 1,06 Dollar notiert. Die EZB hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,0577 Dollar festgesetzt.

Beflügelt wurde der Euro durch Aussagen von EZB-Präsident Christine Lagarde, die baldige Zinserhöhungen signalisierte. Ein Ende der Netto-Wertpapierkäufe sei "sehr früh" im dritten Quartal zu erwarten, schrieb EZB-Präsidentin Christine Lagarde in einem Beitrag auf der Internetseite der Notenbank. Dies würde eine erste Zinsanhebung im Juli ermöglichen. Aus heutiger Sicht könnten die Leitzinsen Ende des dritten Quartals den negativen Bereich verlassen, so Lagarde. Höhere Zinsen machen eine Währung für Anleger attraktiver. Commerzbank-Experte Michael Schubert erwartet, dass die EZB bis April 2023 von derzeit minus 0,5 Prozent auf 1,25 Prozent anheben dürfte.

Gestützt wurde der Kurs des Euro auch durch besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten. Das Geschäftsklima in Deutschland hat sich trotz des Kriegs in der Ukraine und der harten Coronapolitik in China im Mai überraschend aufgehellt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg im Vergleich zum April um 1,1 Punkte auf 93,0 Punkte. Volkswirte hatten mit 91,4 Punkten gerechnet. "Anzeichen für eine Rezession sind derzeit nicht sichtbar", kommentierte der Präsident des Ifo-Instituts Clemens Fuest.

"Endlich mal wieder ein Lichtblick in der lang andauernden Konjunkturverfinsterung", sagte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. "Je länger sich die deutsche Wirtschaft auf neue Sanktionen im Zuge des Kriegs einstellen kann, umso besser können die Herausforderungen bewältigt werden." Die Aufhellung der Erwartungen sei ein wichtiges Zeichen gegen die bereits an die Wand gemalten Rezessionsszenarien für Deutschland.

Devisen: Euro legt nach EZB-Aussagen deutlich zu
 

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Kommentare (1)
Markus Maier
Bachelor 23.05.2022 17:00
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"von derzeit minus 0,5 Prozent auf 1,25 Prozent anheben dürfte" !? mal sehen, ob Sie recht haben ! Ich glaube nicht, denn das würde die EU-Pleitestaaten einen neuen Schub in hohe Verschuldung verpassen, was Lagarde stets versucht zu verhindern. Und außerdem wird in der Zwischenzeit in den Staaten beim USD  die 3 davorstehen. Der Dollar hat eine reale Inflation von 8,3 % welche die Zinsen in den USA so ziemlich abfangen dürften. Die Inflation in der EU beträgt lt. Angaben der Regierung, welche bezweifelt werden darf, 8,1 % für einen Warenkorb ausgesuchter Lebensmittel. Alleine für Butter, Milch und Weizenprodukte darf mit einer Steigerung von 50 % gerechnet werden. Sonnenblumenöl um 100% sowie Kartoffeln um 97%. Beziehe ich die Steigerung für Energie mit ein bin ich bei 37 % Inflation. Vorstehende Steigerungen gibt es in den USA nicht, da sie unabhängig vom Ausland sind. Was also soll eine Diskonterhöhung hier zu Lande auf NULL oder evtl 1% bringen, wenn das Geld bei 37 % entwertet wird
Tutnichts zurSache
Tutnichts zurSache 23.05.2022 17:00
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Welche 37%??? WIE kommst man auf diese Summe!!!!??? Niemand, wirklich NIEMAND, kein Experte nutzt diesen Wert. Das Geld wird nicht zu 37% entwertet, man Inflation nicht mit Verbraucherpreisen verrechnet, da diese von jedem völlig unterschiedlich konsumiert wird.
JK Phoenix
JK Phoenix 23.05.2022 17:00
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Er lebt im Auto verbringt den ganzen Tag und fährt damit rum, bei seiner Rechnung konsumiert er glaube auch nur Rohstahl, Holzschnitt und Gas. Es bringt alles nichts er besteht seit Monaten auf seine 37% ich habs aufgegeben.
 
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