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3 Gründe, warum der Tesla-Aktie der Saft ausgeht

Aktien11.06.2021 10:06
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3 Gründe, warum der Tesla-Aktie der Saft ausgeht

Die Tesla-Aktie (NASDAQ:TSLA) (WKN: A1CX3T) hat ihren Schwung aus dem letzten Jahr verloren. Schon seit März läuft sie unter sehr hohen Schwankungen seitwärts. Am 10. Juni, dem Vorabend der Vorstellung des neuen „Plaid“-Model S, steht sie bei knapp 500 Euro – ein Drittel unter dem Allzeithoch.

Was hat die Kursschwäche der Tesla-Aktie ausgelöst? Und haben diese Gründe möglicherweise langfristige Bedeutung für die Aktie?

1. Kapriolen in China

Die Shanghai-Auto-Show hätte ein großer Erfolg für Tesla werden sollen. Doch das Schicksal hatte anderes mit dem Autohersteller vor. Konkret sorgte eine frühere Tesla-Besitzerin für mächtig Aufmerksamkeit, indem sie auf das Dach eines Schaufahrzeugs stieg und von dort aus verkündete, Teslas Bremsen würden nicht funktionieren.

Tesla analysierte prompt die entsprechenden Fahrzeugdaten und stellte kein Bremsversagen fest. Die chinesischen Medien entschuldigten sich für die unreflektierte Berichterstattung. Doch die negativen Schlagzeilen verbleiben in den Köpfen der Chinesen. Der Fahrzeugabsatz im aktuell laufenden Quartal scheint tatsächlich etwas zu schwächeln.

Das ist zwar aktuell kein Problem, da Tesla die überschüssige Produktion aus Shanghai nach Europa exportieren kann. Das Unternehmen findet also Abnehmer. Dennoch wäre es den Investoren der Tesla-Aktie wohl lieber, das alles wäre nicht passiert.

2. Erst Bitcoin, dann nicht, erst Plaid+, dann nicht

Investoren der Tesla-Aktie sollten an überraschende Managemententscheidungen, die per Twitter kommuniziert werden, gewöhnt sein. Und doch würden sich viele Anleger wohl wünschen, das Unternehmen träte zumindest etwas traditioneller auf. Kürzlich kamen zwei überraschende Wendungen hinzu, die bei Kunden und Investoren für Unmut sorgten.

Vor nicht langer Zeit entschloss sich Tesla, Zahlungen per Bitcoin anzunehmen – nur um diese Option nach einigen Wochen wieder zu streichen. Genauso erging es dem Modell „Plaid+“. Es sollte eigentlich eine Reichweite von 840 Kilometern erreichen und von Tesla selbst entwickelte Batteriezellen nutzen, deren Produktion derzeit verfeinert wird. Vor einigen Tagen wurde es dann gestrichen. Einige Investoren der Tesla-Aktie befürchten daher, dass die Plaid+-Absage eine schlechte Nachricht für die Batterieproduktion des Unternehmens ist.

Noch dazu erscheinen die Begründungen von Elon Musk für diese schnell wechselnden Entscheidungen fadenscheinig. Das lässt einige Investoren der Tesla-Aktie mit einem unguten Gefühl zurück.

3. Die Tesla-Aktie hatte ein herausragendes 2020

Bei allen kurzfristigen Unsicherheiten dürfen wir aber nicht vergessen, wo die Tesla-Aktie herkommt. Vor einem Jahr schloss die Tesla-Aktie bei splitbereinigten 173 Euro. Und ein Jahr zuvor stand ein Schlusskurs von splitbereinigten 37 Euro in der Zeitung.

Dass sich die Tesla-Aktie da auch mal eine Verschnaufpause gönnt, sollte niemanden verwundern oder gar ärgern. Bei einer Marktkapitalisierung von fast 600 Milliarden Dollar stehen solche Renditen eben nicht mehr auf der Tagesordnung. Denn mit diesem Börsengewicht zählt das Unternehmen schon heute zu den wertvollsten der Welt.

Sind das langfristige Probleme für die Tesla-Aktie? Langfristig problematisch ist keines dieser Probleme. Es gab schon schlimmere öffentliche Skandale bei Autoherstellern – frag mal in Wolfsburg nach! Teslas Managementstil ist zwar teilweise unangenehm, aber bekannt, und über eine Verschnaufpause der Tesla-Aktie auf hohem Niveau kann sich wohl auch keiner beschweren.

Einzig der möglicherweise stockende Hochlauf von Teslas eigenen Batteriezellen ist eine schlechte Nachricht. Teslas Wachstum in den nächsten Jahren hängt maßgeblich von diesem Projekt ab. Vielleicht sind Teslas Ingenieure auf bisher unbekannte Produktionsprobleme gestoßen. Hier gilt es, Augen und Ohren besonders offen zu halten.

Christoph Gössel besitzt Aktien von Tesla. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Bitcoins und Aktien von Tesla.

Motley Fool Deutschland 2021

Dieser Artikel erschien zuerst auf The Motley Fool

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