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FIRMEN-BLICK-Qiagen-Aktionär Davidson Kempner lehnt Thermo-Fisher-Offerte ab

Aktien06.08.2020 18:18
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© Reuters.

06. Aug (Reuters) - Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

DAVIDSON KEMPNER/THERMO FISHER TMO.N /QIAGEN QIA.DE - Der Hedgefonds Davidson Kempner hält die Übernahmeofferte des US-Laborausrüsters Thermo Fisher für Qiagen weiterhin für zu niedrig und wird daher seine Aktien an dem deutschen Biotechunternehmen nicht abgeben. Das gegenwärtige Angebot sei völlig unangemessen und Davidson Kempner werde daher seine Qiagen-Aktien nicht an Thermo Fisher verkaufen, teilte der Investor mit. Thermo Fisher hatte am Dienstagabend erklärt, die angehobene Offerte über 11,3 Milliarden Euro oder 43 Euro je Qiagen-Aktie sei das "beste und letzte Angebot". Der US-Konzern hatte sein Übernahmeangebot Mitte Juli nach Gegenwind durch mehrere Qiagen-Aktionäre auf 43 von 39 Euro je Aktie angehoben. Davidson Kempner, der den Widerstand angeführt hatte, hält rund acht Prozent an Qiagen.

MICROSOFT MSFT.O - Bangalore: Der US-Softwarekonzern will einer Zeitung zufolge das weltweite Geschäft des Videodienstes TikTok übernehmen, nicht nur das in den USA. Darin eingeschlossen seien die Aktivitäten in Europa und Indien, berichtete die "Financial Times". Die Microsoft-Aktie legte nach der Veröffentlichung des Berichts zu. Derzeit läuft eine Frist bis Mitte September, um die US-Aktivitäten von TikTok zu verkaufen. Anderenfalls droht ein Verbot in den USA, wo die Tochter des chinesischen Unternehmens ByteDance als Gefahr für die nationale Sicherheit gesehen wird. IMMOBILIEN LEGn.DE - Frankfurt: Steigende Mieten und der Expansionskurs haben dem Wohnungsvermieter auch im zweiten Quartal zu Zuwächsen verholfen. Der operative Gewinn aus dem Vermietgeschäft (FFO I) legte um 16,6 Prozent auf 100,6 Millionen Euro zu, wie LEG Immobilien mitteilte. Der Wohnungskonzern rechnet nun damit, dass er 2020 die obere Hälfte seiner Ergebnisprognose von 370 bis 380 Millionen Euro erreicht. Der hauptsächlich in Nordrhein-Westfalen aktive Vermieter besaß Ende Juni rund 137.500 Wohnungen - 2,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Im Juni hatte die LEG weitere 7500 Wohnungen erworben, die erst in den kommenden Monaten in den Besitz des Konzerns übergehen. Eigentlich wollte das Unternehmen seine Zahlen erst am Freitag präsentieren, doch durch einen Fehler wurden sie bereits am Donnerstag veröffentlicht.

BANCA MONTE DEI PASCHI DI SIENA BMPS.MI - Mailand: Belastungen aus der Corona-Krise und Rechtsstreitigkeiten haben die italienische Krisenbank tief in die roten Zahlen gedrückt. Im zweiten Quartal stand ein Verlust von 845 Millionen Euro zu Buche, wie Monte Paschi mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte sie noch einen Gewinn von 65 Millionen Euro erzielt. Die italienische Regierung hatte 2017 die älteste Bank der Welt mit einer Milliardensumme vor dem Kollaps gerettet und hält derzeit einen Anteil von 68 Prozent. Bis Ende 2021 muss sie nach den Vorgaben der EU wieder privatisiert werden.

BAUSCH HEALTH COMPANIES BHC.TO - Frankfurt: Der kanadische Arzneimittelhersteller will seine Augenpflege-Einheit Bausch + Lomb sieben Jahre nach deren Übernahme für rund neun Milliarden Dollar an die Börse bringen. Der Konzern, der zuvor unter dem Namen Valeant bekannt war und wegen Bilanz-Ermittlungen in die Schlagzeilen geraten war, will sich auf diesem Weg in zwei Unternehmen aufspalten. Eines davon werde aus dem Augenpflegegeschäft bestehen, das Kontaktlinsen, chirurgische Instrumente und Pharmazeutika rund um das Auge anbietet und 2019 3,7 Milliarden Dollar umsetzte. Es soll als eigenständiges Unternehmen an der Börse notiert werden. Die Aktien von Bausch schossen nach der Ankündigung im vorbörslichen Handel an der Wall Street um 28 Prozent in die Höhe.

NORWEGIAN CRUISE LINE NCLH.N - Bangalore: Die Kreuzfahrt-Reederei hat wegen der Coronakrise einen größeren Quartalsverlust als erwartet eingefahren. Insgesamt belief sich der Verlust der letzten drei Monate auf 715 Millionen Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. In der Vorjahresperiode hatte Norwegian Cruise Line noch einen Gewinn von 240 Millionen Dollar gemacht. Auch der Umsatzeinbruch von 99 Prozent auf 16,9 Millionen Dollar fiel größer aus als von Analysten befürchtet. Die Gesamtverschuldung der Holding stieg bis Ende Juni auf 10,3 Milliarden Dollar. Die Buchungen lägen immer noch unter den historischen Tiefständen, erklärte Norwegian Cruise Line. Die Branche macht zwar eine steigende Nachfrage für das kommende Jahr aus, aber die Unsicherheit bleibt.

BOMBARDIER BBDb.TO - Bangalore: Der Flugzeug- und Zughersteller hat im zweiten Quartal aufgrund von Kostensteigerungen und einem 40-prozentigen Rückgang bei den Auslieferungen einen Verlust verbucht. Das Minus lag bei 319 Millionen Dollar nach einem Plus von 312 Millionen vor Jahresfrist, wie Bombardier mitteilte. Analysten hatten derweil einen Gewinn von 39,33 Millionen Dollar erwartet.

UNION INVESTMENT - Frankfurt: Die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken hat wegen der Corona-Krise weniger frisches Geld eingeworben. Der Nettomittelzufluss brach im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als die Hälfte auf 4,3 (Vorjahr: neun) Milliarden Euro ein, wie Union Investment mitteilte. Dass es nicht noch schlimmer kam, hatte die Fondsgesellschaft den Privatkunden zu verdanken, die mehr Fondsparpläne neu abschlossen haben als im Vorjahreszeitraum. Bei institutionellen Kunden warb Union Investment nur 0,6 (4,9) Milliarden Euro ein. Wegen des Einbruchs an den Finanzmärkten schrumpfte das verwaltete Vermögen per Ende Juni auf 359,8 Milliarden Euro von 368,2 Milliarden Ende Dezember.

BRISTOL MYERS SQUIBB BMY.N - Frankfurt: Der US-Pharmakonzern hofft auf eine Nachfrageerholung nach der Corona-Krise und hat seine Gewinnprognose angehoben. Nachdem viele Menschen Arztbesuche während der Pandemie vermieden, geht Bristol Myers von dem Beginn einer Erholung im dritten und einer vollständigen Erholung im vierten Quartal aus. Das sollte die Nachfrage nach den Produkten des Unternehmens beleben. Bristol Myers erwartet für 2020 nun einen Gewinn je Aktie von 6,10 bis 6,25 Dollar statt wie bisher von 6,00 bis 6,20 Dollar. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz vor allem dank der Übernahme des Biotechunternehmens Celgene um mehr als 61 Prozent auf 10,13 Milliarden Dollar. Wegen hoher Kosten im Zusammenhang mit dem Zukauf und Abschreibungen stand allerdings ein Nettoverlust von 85 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 1,43 Milliarden vor Jahresfrist zu Buche.

OTE TELECOM OTEr.AT - Athen: Der griechische Telekom-Marktführer hat einen leichten Anstieg des Kerngewinns im zweiten Quartal verzeichnet. Kostensenkungen glichen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Einnahmen aus Mobilfunkdiensten aus, wie OTE Telecom mitteilte. Das Unternehmen, an dem die Deutsche Telekom (DE:DTEGn) mit 46 Prozent beteiligt ist, erzielte im zweiten Quartal ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 321,3 Millionen Euro, verglichen mit 318,8 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernumsatz fiel um drei Prozent auf 918 Millionen Euro.

JENOPTIK JENGn.DE - München: Der Technologiekonzern erwartet im Gesamtjahr einen geringeren Umsatz und eine höhere Profitabilität als bisher. Der Vorstand erwartet nun Erlöse zwischen 770 und 790 Millionen Euro und eine bereinigte Ebitda-Marge von 14,5 bis 15,0 Prozent. Bisher hatte Jenoptik für das Gesamtjahr einen Umsatz von etwa 800 Millionen Euro bei einer Ebitda-Marge von 14,3 Prozent in Aussicht gestellt. Wegen schwächerer Nachfrage aus der Autoindustrie in der Corona-Krise schrumpfte der Umsatz im zweiten Quartal um 15,7 Prozent auf 165 Millionen Euro. Die Marge ging auf 15,2 Prozent von 15,6 Prozent im Vorjahreszeitraum zurück.

NINTENDO 7974.T - Tokio: Der Videospiele-Anbieter trumpft in der Corona-Krise mit einem Gewinnsprung auf. Im ersten Geschäftsquartal zu Ende Juni kletterte das Betriebsergebnis um 428 Prozent auf umgerechnet 1,16 Milliarden Euro, wie das japanische Unternehmen mitteilte. Nintendo profitierte davon, dass Menschen angesichts der Ausgangsbeschränkungen zu Hause deutlich häufiger zur Konsole, dem Laptop oder Handy griffen, um zu spielen. So erfreuten sich Spiele wie Animal Crossing großer Beliebtheit. Firmenchef Shuntaro Furukawa bezeichnete den Erfolg in der Corona-Krise als kurzlebig und hielt an der Verkaufsprognose für die Switch-Konsolen fest.

SHOP APOTHEKE SAEG.DE - Frankfurt: Die Internet-Apotheke hat nach kräftigen Zuwächsen in der Corona-Pandemie ihre Ziele angehoben. Für 2020 rechnet das Unternehmen nun mit einem Umsatzwachstum von mindestens 30 statt wie bislang von mindestens 20 Prozent. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebitda-Marge) soll sich nun auf ein bis zwei Prozent belaufen. Zuvor hatte Shop Apotheke ein positiv bereinigtes operatives Ergebnis in Aussicht gestellt. Im zweiten Quartal lag die operative Rendite bei 2,7 Prozent, das Ergebnis legte auf 6,3 Millionen Euro zu nach einem Minus von 0,5 Millionen vor Jahresfrist. Der Umsatz stieg um 42 Prozent auf fast 233 Millionen Euro, dabei profitierte Shop Apotheke von den rund 500.000 Neukunden während der Corona-Pandemie.

COMPUGROUP COP1n.DE - Berlin: Der Umsatz der Medizinsoftwarefirma ist im zweiten Quartal leicht zurückgegangen. Die Erlöse gaben um vier Prozent auf knapp 180 Millionen Euro nach, wie das Koblenzer Unternehmen mitteilte. Compugroup begründete dies mit dem starken Vorjahresergebnis. Das bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) hielt sich mit 44,6 Millionen Euro nahezu stabil. Für das zweite Halbjahr ist das Unternehmen zuversichtlich und rechnet mit Einmalumsätzen durch Software-Aktualisierungen in mehr als 55.000 Arztpraxen sowie die Einführung der Telematikinfrastruktur in Apotheken. Erst im Juni hatte sich das Unternehmen mit einer Aktienplatzierung für weitere Übernahmen munitioniert. WORK NWOn.DE - Berlin: Das ehemals als Xing firmierende Karriere-Netzwerk wächst in der Corona-Krise und bestätigt seine Jahresprognose. Die langfristigen Trends, auf denen das Geschäft beruhe, wie die Themen Digitalisierung und demografischer Wandel, seien nach wie vor intakt, sagte Petra von Strombeck, die seit Ende Mai das Hamburger Unternehmen führt. Inzwischen kommt das Netzwerk Xing auf 18,1 Millionen Mitglieder und damit 900.000 mehr als im Dezember. Der Umsatz im ersten Halbjahr stieg trotz coronabedingter Rückgänge im Veranstaltungsbereich und schwächelnder Werbeeinnehmen um sechs Prozent auf fast 136 Millionen Euro. Das um Sondereffekte wie Zukäufe bereinigte Betriebsergebnis legte ebenfalls um sechs Prozent auf 41,1 Millionen Euro zu.

RHEINMETALL RHMG.DE - Düsseldorf: Verluste und Wertminderungen von 300 Millionen Euro in der schwächelnden Autozulieferung haben dem Düsseldorfer Mischkonzern im ersten Halbjahr einen Verlust eingebrockt. Operativ fiel im Konzern ein Minus (Ebit) von 232 Millionen Euro an, nach einem Gewinn von 402 Millionen vor Jahresfrist. Während die Rüstungssparte wächst und 2020 eine operative Marge von zehn Prozent erwartet wird, bleibt die Situation in der Autosparte schwierig. In dem Bereich erwartet Vorstandschef Armin Papperger ein operatives Jahresergebnis zwischen minus 30 Millionen Euro und Break-even.

BAYWA BYWGnx.DE - München: Der Münchner Agrar- und Baustoff-Handelskonzern profitiert von der guten Baukonjunktur und vom florierenden Obst-Geschäft. Der operative Gewinn (Ebit) stieg im ersten Halbjahr auf 53,8 (Vorjahr: 52,2) Millionen Euro, wie die BayWa mitteilte. "Mit einem überdurchschnittlich starken zweiten Quartal wurde das saisontypische Minus aus den ersten drei Monaten mehr als wettgemacht", sagte Vorstandschef Klaus Josef Lutz. Neben Baustoffen seien vor allem Landtechnik, Heizöl und Obst gut gelaufen. Der Umsatz lag mit 8,2 (8,4) Milliarden Euro unter Vorjahr. Im zweiten Halbjahr setzt Lutz vor allem auf das Geschäft mit Energieprojekten. Der Konzern rechnet 2020 mit einem zumindest stabilen operativen Ergebnis.

RHÖN-KLINIKUM RHKG.DE - Düsseldorf: Der vom Rivalen Asklepios übernommene Klinikbetreiber hat im ersten Halbjahr einen Verlust verbucht. Bei einem Umsatzanstieg um 4,1 Prozent auf 670,5 Millionen Euro fiel ein Minus von 3,7 Millionen Euro an nach einem Gewinn von 20,5 Millionen vor Jahresfrist. Nach positiven Sonderfaktoren im Vorjahr schlugen 2020 transaktionsbedingte Aufwendungen in Höhe von 7,7 Millionen Euro zu Buche sowie 2,3 Millionen für die Abfindung eines ehemaligen Vorstandsmitglieds. Für 2020 kündigte das Unternehmen einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro an mit einer Schwankungsbreite von plus/minus fünf Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda), das im Halbjahr auf 35,5 (Vorjahr: 60,9) Millionen Euro einbrach, soll 72,5 bis 82,5 Millionen Euro erreichen.

BRENNTAG BNRGn.DE - Berlin: Der Essener Chemikalienhändler rechnet nach einem leichten Gewinnplus in der ersten Jahreshälfte mit stärkerem Gegenwind im zweiten Halbjahr. Er rechne damit, dass es noch "herausfordernder" werde, sagte Firmenchef Christian Kohlpaintner. Eine Prognose werde deswegen erst bekanntgegeben, wenn die Auswirkungen der Corona-Krise besser absehbar seien. Die Firma, die auch Desinfektions- und Reinigungs-Mittel herstellt, bestätigte die Ende Juli veröffentlichten Ergebnisse vom zweiten Quartal.

SYMRISE SY1G.DE - Frankfurt: Nach kräftigen Zuwächsen im ersten Halbjahr steigt bei dem Duft- und Aromenhersteller die Zuversicht für 2020. Symrise rechnet für dieses Jahr nun mit einer operativen Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von 21 bis 22 Prozent statt wie bisher von über 20 Prozent. Im ersten Halbjahr lage diese bei 21,6 (Vorjahreszeitraum: 20,8) Prozent. Das operative Ergebnis legte um fast zwölf Prozent auf 393 Millionen Euro zu, auch dank der Übernahme der US-Firma ADF/IDF. Der Umsatz stieg um 7,6 Prozent auf 1,82 Milliarden Euro. Dabei profitierte Symrise von einem guten Geschäft mit Zusatzstoffen für Heimtierfutter. Seine Mittelfristziele bekräftigte das Unternehmen.

TOYOTA 7203.T - Tokio: Die Coronavirus-Pandemie hat das operative Ergebnis des japanischen Autobauers im ersten Quartal fast komplett aufgezehrt. Der operative Gewinn brach um 98 Prozent auf 13,9 Milliarden Yen (110,84 Millionen Euro) ein, wie Toyota (T:7203) miteilte. Das war das niedrigste Quartalsergebnis seit 2011. Aber immerhin hielt sich der Autobauer in den schwarzen Zahlen - Analysten hatten einen Verlust von 179 Milliarden Yen erwartet. Der weltweite Absatz halbierte sich auf 1,16 Millionen Fahrzeuge, in Nordamerika sank er sogar um 62 Prozent. Da die Produktion im August weitgehend auf ein normales Niveau zurückkehren soll, erwartet Toyota nun einen Absatzrückgang von 13 Prozent auf 9,1 Millionen Autos für das bis März 2021 laufende Geschäftsjahr. Zuvor hatte der Konzern einen Absatz von 8,9 Millionen Autos erwartet. Toyota bekräftigte seine Prognose eines jährlichen operativen Gewinn von 500 Milliarden Yen.

UNICREDIT CRDI.MI - Mailand: Die italienische Bank hat nach einem Milliardenverlust zu Jahresbeginn im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 420 Millionen Euro, wie die Mutter der deutschen HypoVereinsbank (HVB) mitteilte. Das waren zwar 77 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, Analysten hatten aber einen noch stärkeren Einbruch erwartet. Im ersten Quartal hatte noch ein Verlust von 2,7 Milliarden Euro zu Buche gestanden. Das Geschäft mit Firmenkunden habe nach dem Lockdown in Folge der Corona-Pandemie wieder angezogen, erklärte der Vorstand. Er bestätigte das Ziel eines bereinigten Gewinns im kommenden Jahr von 3,0 bis 3,5 Milliarden Euro.

INDUS HOLDING INHG.DE - Düsseldorf: Wertberichtigungen und Verluste bei den Firmen in der Autozulieferung haben dem Beteiligungskonzern im ersten Halbjahr einen Fehlbetrag eingebrockt. Bei einem Umsatzrückgang um 11,7 Prozent auf 774,2 Millionen Euro fiel operativ ein Minus (Ebit) von 18,3 Millionen Euro an. Unter der Annahme, dass im zweiten Quartal der Tiefpunkt der Corona-Krise erreicht wurde, peilt der Vorstand im Gesamtjahr einen Umsatz von 1,45 bis 1,6 Milliarden Euro an und ein Ebit zwischen 0 und 20 Millionen. Ende März hatte die Firma für 2020 angekündigt, einen Umsatz von 1,5 bis 1,65 (Vorjahr: 1,74) Milliarden Euro anzustreben und ein operatives Ergebnis (Ebit) von 85 bis 95 (135,2) Millionen Euro.

S&T SANT1.VI - Berlin: Das österreichische IT-Unternehmen will in der Corona-Krise weiter zukaufen. "Ich freue mich auf weitere erfolgreiche Akquisitionen in den kommenden Quartalen", sagte Firmenchef Hannes Niederhauser. Erst im Juli hatte das Unternehmen die Firmen Iskratel und Citycomp erworben, um sein Produktportfolio zu erweitern. Niederhauser sieht S&T als "klaren Profiteur" in der Krise. Im zweiten Quartal legte der Umsatz um acht Prozent auf 268,6 Millionen Euro zu. Der Betriebsgewinn (Ebitda) stieg um 16 Prozent auf 27 Millionen Euro. S&T hält an dem Ziel fest, im Gesamtjahr auf Erlöse von 1,15 Milliarden Euro und ein Ebitda von 115 Millionen Euro zu kommen.

ING INGA.AS - Amsterdam: Die Corona-Krise hat bei der niederländischen Bank tiefe Spuren hinterlassen. Im zweiten Quartal brach der Nettogewinn um 79 Prozent auf 299 Millionen Euro ein, wie ING mitteilte. Die Risikovorsorge für faule Kredite stockte das Institut um mehr als eine Milliarde auf 1,3 Milliarden Euro auf. Auch die Kosten stiegen deutlich an. Die Erträge hielt ING mit 4,67 Milliarden Euro stabil.

AXA AXAF.PA - Paris: Der französische Versicherer hat nach einem Gewinneinbruch im ersten Halbjahr seine Ergebnisprognose für 2020 gekippt. Der Überschuss des Allianz ALVG.DE -Rivalen fiel wegen der Belastungen aus der Coronakrise um 40 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro, wie Axa mitteilte. Die Erträge sanken um zehn Prozent auf 52,4 Milliarden Euro. Die den Investoren für das vierte Quartal in Aussicht gestellte Sonderausschüttung wird entfallen.

CEWE STIFTUNG CWCG.DE - Düsseldorf: Der Foto-Service und Online-Drucker hat der Corona-Krise getrotzt und erwartet 2020 ein "solides" Jahresergebnis. Im zweiten Quartal schrumpfte der Umsatz leicht um 2,7 Prozent auf 130,6 Millionen Euro, während sich der operative Verlust (Ebit) auf 1,0 (Vorjahr: minus 3,4) Millionen Euro verringerte. "Wir sind froh, dass wir in Anbetracht der schwierigen Umstände das beste Ergebnis eines zweiten Quartals bei Cewe erwirtschaftet haben und somit sehr ordentlich dastehen", erklärte Firmenchef Christian Friege. Cewe erzielt traditionell im Weihnachtsquartal das höchste Ergebnis.

ADECCO ADEN.S - Zürich: Der Schweizer Personaldienstleister hat das erste Halbjahr mit einem Verlust von 327 Millionen Euro abgeschlossen. Die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Geschäft in Deutschland, Österreich und die Schweiz schlugen mit Wertberichtigungen von 362 Millionen Euro zu Buche, teilte der Konzern mit. Der Umsatz ging um 19 Prozent auf 9,32 Milliarden Euro zurück, wobei die Erlöse im zweiten Quartal um 28 Prozent schrumpften. Im Juni und Juli gab es eine graduelle Umsatzerholung. Adecco will weiter darauf achten, die Kosten im Griff zu behalten und verfügt über 1,5 Milliarden Euro Barmittel und eine Kreditlinie von 600 Millionen Euro.

CREDIT AGRICOLE CAGR.PA - Paris: Die französische Bank hat im zweiten Quartal unter den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie gelitten. Der Gewinn brach um gut ein Fünftel auf 954 Millionen Euro ein, wie das zweitgrößte französische Geldhaus mitteilte. Grund war vor allem eine höhere Risikovorsorge für drohende Kreditausfälle. Außerdem gingen die Erträge um fünf Prozent auf 4,9 Milliarden Euro zurück.

FACEBOOK FB.O - Birmingham: Das weltgrößte Internetnetzwerk hat einen Beitrag des US-Präsidenten Donald Trump wegen eines Verstoßes gegen die Regeln zur Fehlinformationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gelöscht. Der Beitrag enthielt einen Videoclip aus einem Interview in dem Trump behauptete, Kinder seien "fast immun" gegen Covid-19. "Dieses Video enthält die falsche Behauptung, dass eine Gruppe von Menschen gegen das Virus immun sei, was einen Verstoß gegen unsere Richtlinien in Bezug auf gefährliche Fehlinformationen darstellt", sagte ein Sprecher des Unternehmens. Wenig später wurde der Clip auch vom Kurznachrichtendienst Twitter TWTR.R blockiert. Es sei das erste Mal, dass Facebook einen Beitrag des US-Präsidenten wegen Coronavirus-Fehlinformationen entfernt habe, ergänzte der Unternehmenssprecher. Das Weiße Haus und Trumps Wahlkampfteam reagierten nicht sofort auf eine Bitte zur Stellungsnahme.

GOOGLE GOOGL.O - Der amerikanische Internet-Riese hat nach eigenen Angaben mehr als 2500 YouTube-Kanäle gelöscht, die in Verbindung mit China stehen. Die Kanäle seien zwischen April und Juni "im Rahmen unserer laufenden Untersuchung über koordinierten Maßnahmen zur Einflussnahme im Zusammenhang mit China" entfernt worden, um Falschinformation auf der Video-Sharing-Plattform zu verhindern, teilte das Unternehmen mit. Es habe sich vorwiegend um "Spam mit unpolitischen Inhalten" gehandelt, aber ein kleiner Teil habe sich auch mit Politik beschäftigt. Die chinesische Botschaft in den USA reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme. Die Regierung in Peking hat in der Vergangenheit Vorwürfe der Verbreitung von Desinformation zurückgewiesen.

(Zusammengestellt in den Redaktionen Berlin, Frankfurt und Zürich. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1232 oder +49 30 2888 5168)

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