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Immobilien: Platzt jetzt die Blase?

Aktien 21.05.2022 10:07
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Immobilien: Platzt jetzt die Blase?

Immobilien haben in den letzten Jahren einen enormen Wertzuwachs erfahren.

Immobilien-Boom infolge niedriger Zinsen Der große Preisanstieg begann in Deutschland nach der Finanzkrise ab circa 2009. Lag der nominale Immobilien-Preisindex damals bei 98,4, stand er Ende 2020 schon bei 167,59. Der starke Anstieg wurde vor allem durch die sehr niedrigen Zinsen angetrieben.

Inflation führt zu Zinswende Käufer wollten einerseits ihr Kapital vor der Inflation schützen, fehlende Zinsen ausgleichen und andererseits die günstige Situation nutzen. Doch mittlerweile hat sich vielerorts eine Blase gebildet, die in den nächsten Jahren platzen könnte. Grund sind die bald steigenden Zinsen. Zentralbanken müssen auf die hohe Inflation reagieren, die in Deutschland im April 2022 bei 7,4 % lag.

Die Immobilien-Falle Ein Risiko bei der kommenden Abwertung könnte die hohe Verschuldung der Bürger sein, denn nur die wenigsten Menschen zahlen Immobilien per Überweisung. Steigen die Zinsen, wächst die Zinslast für die Immobilien-Besitzer. Steigt sie zu schnell, genügt das Einkommen nicht mehr, um die Kosten zu decken. Dies führt zu Zwangsverkäufen und weil niemand mehr bereit ist, die überteuerten Preise zu zahlen, zu noch größeren Verlusten.

Experten gehen aktuell von einer Überbewertung am Immobilienmarkt von 40 % aus. Sollte er zu seinen langfristigen Mittelwerten zurückkehren, müsste er nach meiner eigenen Auswertung um etwa 27 % fallen.

Selbst die Bundesbank kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. „Gemäß aktuellen Schätzergebnissen lagen die Immobilienpreise in den Städten im Jahr 2021 zwischen 15 und 40 % über dem Preis, der durch soziodemografische und wirtschaftliche Fundamentalfaktoren angezeigt ist“, heißt es in einem Monatsbericht.

Immobilien-Preise könnten in den nächsten Jahren fallen Zuletzt stiegen die Preise, wie bei einer Blasenbildung üblich, immer schneller. Nach 7,5 % von 2019 zu 2020, waren es von 2020 zu 2021 schon 11,3 %. Seit 1975 liegt der nominale Preisanstieg in Deutschland hingegen bei durchschnittlich nur 2,63 %.

In den 1970er-Jahren gab es eine ähnliche Situation wie heute. Die Immobilien-Preise legten stetig und stark zu. Doch dann erhöhte die Zentralbank sprunghaft die Zinsen, was von 1982 bis 1987 zu einem Preisrückgang um etwa 6,8 % führte.

Die Wende hat begonnen Erste Anzeichen für einen Wende am Immobilien-Markt sind bereits jetzt erkennbar. So können sich immer weniger Menschen aufgrund der hohen Preise einen Immobilien-Kauf leisten. Dies führt zu weniger Nachfrage.

Viele Bürger haben aber auch die Zinswende vor Augen und wollen deshalb nun schnell verkaufen. Doch die hohen Preise sind die Käufer nun nicht mehr bereit zu zahlen.

Viele Käufer fürchten aktuell aber auch hohe Sanierungskosten. Grund ist die verschärfte Klimapolitik. Dies macht Immobilien unattraktiver.

Zudem sind viele Banken kaum noch bereit, die hohen Preis zu finanzieren.

Dies alles sind Anzeichen einer Wende am Immobilien-Markt. In einigen Jahren könnten sich so wieder günstige Einstiegspreise ergeben.

Der Artikel Immobilien: Platzt jetzt die Blase? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Motley Fool Deutschland 2022

Dieser Artikel erschien zuerst auf The Motley Fool

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Kommentare (7)
Herr Mann
Herr Mann 22.05.2022 5:19
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Immobilienpreise sind wie eine Erektion. Kauft nicht wenn sie oben ist.
JK Phoenix
JK Phoenix 21.05.2022 21:44
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Bei meinem ersten Immobilienkauf im Berliner Umland vor 22 Jahren wurde ich von vielen belechelt. Als ich dann vor 12 Jahren mitten in Berlin Friedrichshain meine zweite Immobilie, ein kleines Loft, gekauft habe quatschen die selben Leute was von einer Immobilienblase. Vor zwei Jahren nach dem corona Crash bin ich dann in den Aktienmarkt eingestiegen und wurde diesmal für verrückt erklärt in so einen krachenden Markt einzusteigen. Heute sind alle Immobilien bezahlt und der Wert hat sich mehr als verdoppelt, Aktien sind im tief grünen Bereich die Dividenden sprudeln und meine Kritiker Jammern der Vergangenheit hinterher. Mit Blick in die Zukunft sind sie noch die selben schwarzmaler wie vor über 22 Jahren.
Michael Mayer
Michael Mayer 21.05.2022 21:44
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Bedank dich bei der FED und EZB das die seit Jahren die Notenpressen so hemmungslos laufen gehabt haben. Den Preis zahlen wir jetzt mit der hohen Inflation.
Mert Mert
Mert Mert 21.05.2022 21:44
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Du hast es auf den Punkt gebracht Phoenix👍
Oliver Schaffer
Swordfish 21.05.2022 21:44
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Alles richtig gemacht!👍🏼
JK Phoenix
JK Phoenix 21.05.2022 21:44
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Was ich damit sagen will, es gibt immer Menschen die für die eigene Stagnation andere verantwortlich machen. Möglichst das eigene Humankapital steigern, Konsumverhalten überdenken um Vermögen aufzubauen, überlegen wie und in was man investieren kann um ggf. auch der Inflation entgegen zu wirken. Denn 1. auch Schulden unterliegen der Inflation, 2. nicht die Inflationspanik anderer übernehmen sondern die persönliche Inflation betrachteten und 3. ein Beispiel sich ein Beispiel an den Firmen nehmen die ihre Produktionskosten einfach an die Kunden weiter geben... evtl. sind diese Firmen in Zeiten allgemeiner Panik ein guter Einstieg in den Aktienmarkt. Die Leute die heute über Spritpreise nörgeln und jetzt die Schuld bei Nato, FED, EZB, Bundesregierung, Spekulanten usw... schimpfen haben auch schon vor dem russischen Überfall auf Ukraine gemeckert. Davor war corona schuld, davor Flüchtlinge, davor Griechenland usw...
JK Phoenix
JK Phoenix 21.05.2022 21:44
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Wenn ich mit meinem Range Rover tanken fahre dann bin ganz alleine für meine Tankrechnung verantwortlich. Es bringt absolut nix mit Stammtischparolen über ein paar arme schweine zu wettern die sofort mit mir tauschen würden. Ich gehe immer mit einem Lächeln zur Kasse denn ich zahle den sprit mit meiner Amazon Visa, und da verdiene ich indirekt bei drei Firmen mit. Und ich freue mich für alle anderen Tankkunden die nicht in Öl investiert sind mit.
Ma Mn
Ma Mn 21.05.2022 19:59
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Der Crash kommt dann, wenn Menschen Angst bekommen. Die Preise sind hoch und die Zinsen werden höher, in ein paar Monaten oder Jahren, wenn die Zinsbindung bei manchen ausläuft könnte es eine Veränderung geben. Wenn dann viele meinen sie wollen verkaufen, weil ja die Preise oben sind, sie aber weniger Käufer finden wird's interessant. Nicht zu vergessen, dass viel renoviert werden muss. Da kommen noch hohe Kosten auf Immobilien Besitzer zu. In den 70ern gab's noch billig Öl und Gas, heute bald nicht mehr. Wer will den Schrott bald für einen übertrieben Wucher Preis noch kaufen?
Manni Malzbalz
Manni Malzbalz 21.05.2022 18:57
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Was ein quatsch…wohin soll das geld denn bitte fliessen. Immer diese ewigen crashpropheten…die preise werden höchstens langsamer steigen, mehr nicht.
Manni Malzbalz
Manni Malzbalz 21.05.2022 18:57
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Was ein quatsch…wohin soll das geld denn bitte fliessen. Immer diese ewigen crashpropheten…die preise werden höchstens langsamer steigen, mehr nicht.
Manni Malzbalz
Manni Malzbalz 21.05.2022 18:57
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Was ein quatsch…wohin soll das geld denn bitte fliessen. Immer diese ewigen crashpropheten…die preise werden höchstens langsamer steigen, mehr nicht.
Oliver Schaffer
Swordfish 21.05.2022 11:35
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Das alte Märchen der Immobilienblase…davon wird seit 10 Jahren gesprochen…ich bin selbst seit 31 Jahren in der Baubranche…was 1970 war,interessiert heute niemanden…Fakt ist…die knappen Grundstücke werden natürlich nicht im Preis sinken…Der Handwerker arbeitet in den kommenden Jahren nicht zu einem geringeren Stundensatz…die Rohstoffpreise werden sich nicht halbieren..die Bankanforderungen an eine Kundenbonität sind in den letzten 10 Jahren massiv gestiegen…daher gibt es auch kaum Kreditausfälle…wessen Finanzierung nach 10 oder 15 Jahren ausläuft,hat i.d.R. bereits 50% oder mehr getilgt…da spielt der Anschlusszins keine entscheidende Rolle mehr…und was fast niemand aufm Schirm hat…allein die 4 größten internationalen Drogenkartelle waschen nur in Deutschland ca.30-40 Milliarden jährlich in der deutschen Baubranche,da wir eines der Top 10 Steueroasen weltweit sind…das treibt Preise und dadurch die Mieten immer höher,da diese Investoren nicht preissensibel sind…und das ändert sich nicht.
Ag Ag
Ag Ag 21.05.2022 11:35
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Demografischer Wandel wird da schon ein Stück mit reden können. Im Internet erkennt man schon das es mehr Angebote als nachfragen gibt.
Oliver Schaffer
Swordfish 21.05.2022 11:35
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Ag Ag …das ist ein Tropfen auf dem heissen Stein…bei 35-40 Mio Immobilien müssen allein jedes Jahr 1%,also 350-400 Tsd abgerissen werden,wenn man unterstellt,dass eine Immobilie 100 Jahre besteht…400Tsd Wohnungen kommen noch nicht mal annähernd jährlich neu hinzu,um zumindest den Abriss zu decken…und wenn zeitweise die Nachfrage sinken sollte,gibt es in Ballungsräumen trotz allem immer deutlich mehr Käufer,als Angebot…deswegen steigen auch die ländlichen Regionen so stark an,weil viele Interessenten ausweichen müssen.
Erik Lage
Erik Lage 21.05.2022 11:35
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danke für den Einblick swordfish.
 
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