Wenn du an den globalen Finanzmärkten mitmischen willst, führt kaum ein Weg am S&P 500 vorbei. Der Index gilt als einer der zentralen Gradmesser für die Entwicklung der US-Wirtschaft und ist somit ein großer Einflussfaktor für die Stimmung an den Börsen weltweit. Ob du nun ein gestandener Investor bist, der bereits diverse Kursschwankungen miterlebt hat, oder gerade erst überlegst, wie du überhaupt in Aktien investieren kannst – der S&P 500 sollte dir in jedem Fall ein Begriff sein.
In diesem Blog erfährst du, warum der S&P 500 so wichtig ist, wie er sich historisch entwickelt hat, wie sein Berechnungsprinzip aussieht und welche Rolle er für dich als Anleger oder Anlegerin spielen kann. Außerdem schauen wir uns an, welche Sektoren er abbildet, welche Unternehmen ihn besonders prägen und wie man über ETFs sehr einfach in diesen Index investieren kann. Also schnall dich an, denn jetzt geht’s los – mit (fast) allem, was man über den S&P 500 wissen muss!
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Die Bedeutung des S&P 500 im Überblick
Ganz ehrlich, manchmal ist es schon erstaunlich, wie viel Gewicht ein einzelner Index haben kann: Über 500 US-Unternehmen sind hier drin, darunter etliche global bekannte Giganten wie Apple, Microsoft, Amazon, Tesla oder Coca-Cola. Und das Ganze ist nicht nur irgendein Sammelsurium, sondern vielmehr eine Art Spiegel, in den wir schauen können, um den Zustand der US-Wirtschaft abzulesen.
Ob bullische (steigende) oder bärische (fallende) Märkte, die Stimmung am Markt hängt häufig eng mit den Kursbewegungen des S&P 500 zusammen. Wenn der Index an nur einem Tag stark fällt, geht das in der Regel durch sämtliche Schlagzeilen; steigt er hingegen in kurzer Zeit auf neue Rekordstände, ist das oft ein Zeichen für eine breite ökonomische Zuversicht.
Warum ist das so? Erstens deckt der S&P 500 rund 80 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung der US-Börsen ab. Das heißt, man hat mit diesen 500 Unternehmen bereits einen Großteil der größten US-Aktiengesellschaften im Blick. Zweitens gilt die US-Wirtschaft vielen als „Wachstumsmotor“ der Welt. Läuft es in den USA gut, profitieren viele andere Länder indirekt davon.
Historische Entwicklung: Von den 1920ern bis heute
Die Anfänge
Die Wurzeln des S&P 500 reichen bis in die 1920er Jahre zurück. Genauer gesagt, startete alles 1923 mit dem sogenannten „Composite Index“, der anfangs nur ein paar wenige Aktien umfasste. Weil sich die Idee, Unternehmensbewegungen in einem indexartigen Konstrukt zusammenzufassen, bewährte, erweiterte man 1926 das Ganze auf 90 Werte.
Trotzdem war das Ganze noch weit vom heutigen Maßstab entfernt. Erst 1957 kam die Geburtsstunde des „S&P 500“ in seiner heutigen Form. Damals integrierte man 500 US-Unternehmen in einen Index, der die US-Wirtschaft repräsentieren sollte. Ein mutiger Schritt – und einer, der sich als genial erwies.
Große Krisen und Erholungen
Über die Jahrzehnte hinweg hat der S&P 500 eine ganze Menge erlebt:
- Die Große Depression in den 1930er Jahren
- Der Börsencrash von 1987 (auch bekannt als „Black Monday“)
- Die Dotcom-Blase rund um die Jahrtausendwende
- Die Finanzkrise 2008
- Der Corona-Crash 2020
Allen Krisen zum Trotz: Langfristig ging es für den S&P 500 nach oben. Wer Geduld aufbringt und einen langen Zeithorizont hat, konnte trotz zwischenzeitlicher Rückschläge beeindruckende Renditen einfahren. Das zeigt sich beispielsweise in der Tatsache, dass der S&P 500 seit seiner offiziellen Einführung 1957 um ein Vielfaches gestiegen ist. Zwar hatten Anlegerinnen und Anleger immer mal wieder Durststrecken zu überstehen, aber gerade diese Phasen verdeutlichen das Prinzip, warum „Buy and Hold“ (also kaufen und lange halten) so oft empfohlen wird.
Symbol für amerikanischen Kapitalismus
Heute ist der S&P 500 längst mehr als „nur ein Index“: Er dient auf der einen Seite als Indikator für wirtschaftliche Gesundheit, auf der anderen Seite aber auch als Symbol für den Erfolg – oder Misserfolg – des amerikanischen Kapitalismus. In unzähligen Finanzmedien gilt er als Basis für Marktanalysen, Kursprognosen und Investorenentscheidungen.
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Was genau misst der S&P 500 – und wie?
Damit die Aufnahme in den S&P 500 gelingt, müssen Unternehmen strenge Kriterien erfüllen. Hierzu zählen unter anderem:
- Eine Marktkapitalisierung von mindestens 13,1 Milliarden US-Dollar
- Ein positives Ergebnis in den letzten vier Quartalen sowie im jüngsten Quartal
- Ein Jahr an der Börse (IPO muss mindestens 12 Monate zurückliegen)
- Ausreichend Liquidität: pro Monat mindestens 250.000 gehandelte Aktien in den letzten sechs Monaten
- Mehrheit der Anteile im Streubesitz (Public Float)
Marktkapitalisierung und Gewichtung
Sobald ein Unternehmen im S&P 500 vertreten ist, spielt die Marktkapitalisierung eine entscheidende Rolle für seine Gewichtung im Index. Einfach gesagt: Große Konzerne wie Apple oder Microsoft haben dort mehr Einfluss als kleinere Firmen. Das passiert ganz automatisch dadurch, dass die Gewichtung proportional zum Marktwert des Unternehmens verteilt wird (Anzahl der Aktien × Aktienkurs = Marktkapitalisierung).
Berechnungsmethode
Die eigentliche Berechnung geht zurück auf das sogenannte „marktgewichtete“ (bzw. „kapitalisierungsgewichtete“) Verfahren. Dabei bestimmt der Gesamtwert aller im Index enthaltenen Unternehmen, wie stark der Index steigt oder fällt. Wenn zum Beispiel Apple (das aktuell eine sehr hohe Marktkapitalisierung hat) um ein paar Prozent zulegt, beeinflusst das den Index deutlicher, als wenn ein Unternehmen mit geringerer Marktkapitalisierung den gleichen prozentualen Sprung macht.
Indexkomitee
Bei all dem darf man nicht vergessen, dass es nicht nur harte Zahlen sind, die über die Zugehörigkeit im S&P 500 entscheiden. Ein sogenanntes Indexkomitee trifft die finale Entscheidung darüber, ob ein Unternehmen aufgenommen wird oder nicht. Neben den oben genannten Kriterien fließen manchmal auch qualitative Aspekte ein, wie Unternehmenssitz, Branche und Stabilität der Ergebnisse.
Die Sektoren im S&P 500
Es gibt insgesamt 11 Sektoren, die der S&P 500 offiziell unterscheidet. Diese Sektoren ermöglichen es, den Index in überschaubare Themenbereiche aufzuteilen. Wer die Zusammensetzung kennt, versteht besser, woher Impulse für Kursbewegungen kommen können.
- Energie
- Grundstoffe
- Gesundheitswesen
- Finanzen
- Industrie
- Konsumgüter
- Technologie
- Kommunikationsdienstleistungen
- Versorger
- Immobilien
- Basiskonsumgüter
Technologie und Kommunikationsdienstleistungen machen heutzutage oft einen großen Teil der Marktkapitalisierung aus, vor allem wegen Giganten wie Apple, Microsoft, Alphabet oder Meta. Der Energie- und Finanzsektor folgt traditionell mit hoher Gewichtung, wobei beispielsweise große Banken oder Ölkonzerne für starke Ausschläge sorgen können.
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Die 25 wertvollsten Aktien im S&P 500 – ein aktueller Blick
Ein kurzer Blick auf die Big Player kann nicht schaden, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was den Index am meisten bewegt. Hier eine kompakte Übersicht der 25 größten Unternehmen im Index (nach Marktkapitalisierung, Gewichtung in % gerundet):
Unternehmen | Ticker | Gewichtung im S&P 500 |
---|---|---|
Apple Inc. | AAPL | 7,04 % |
Nvidia Corp | NVDA | 6,40 % |
Microsoft Corp | MSFT | 5,88 % |
Amazon.com Inc. | AMZN | 4,16 % |
Meta Platforms, Inc. Class A | META | 3,06 % |
Broadcom Inc. | AVGO | 2,12 % |
Alphabet Inc. Class A | GOOGL | 2,10 % |
Tesla, Inc. | TSLA | 1,92 % |
Alphabet Inc. Class C | GOOG | 1,72 % |
Berkshire Hathaway Class B | BRK.B | 1,70 % |
J.P. Morgan Chase & Co. | JPM | 1,50 % |
Eli Lilly & Co. | LLY | 1,32 % |
Visa Inc. | V | 1,18 % |
UnitedHealth Group Incorporated | UNH | 0,94 % |
Costco Wholesale Corp | COST | 0,92 % |
Exxon Mobil Corporation | XOM | 0,92 % |
Mastercard Incorporated | MA | 0,89 % |
Walmart Inc. | WMT | 0,88 % |
Netflix Inc. | NFLX | 0,86 % |
Home Depot, Inc. | HD | 0,79 % |
Procter & Gamble Company | PG | 0,78 % |
Johnson & Johnson | JNJ | 0,73 % |
AbbVie Inc. | ABBV | 0,66 % |
Salesforce, Inc. | CRM | 0,61 % |
Die genauen Prozentwerte können sich mit jedem Handelstag ändern, zum Beispiel wenn sich der Börsenkurs eines dieser Schwergewichte stark bewegt. Gleichzeitig siehst du hier, welche Unternehmen in Sachen Kursverläufen große Spuren im Index hinterlassen.
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Bärenmärkte und langjährige Rendite
Werfen wir noch einen genaueren Blick auf das Auf und Ab, das der S&P 500 im Laufe der Zeit durchgemacht hat. Seit dem offiziellen Start am 4. März 1957 hat es insgesamt zwölf Bärenmärkte gegeben – also Phasen, in denen der Index mindestens 20 % (vom letzten Höchststand aus) verloren hat. Diese Zeiträume waren geprägt von Pessimismus, Unsicherheit und häufig auch von größeren wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Im Durchschnitt dauerte es rund 13 Monate, bis sich der Index von diesen Rücksetzern erholte, und die Verluste beliefen sich in der Spitze durchschnittlich auf -33 % (Peak to Trough).
Gleichzeitig gab es aber auch die Gegenbewegung: Bullenmärkte. Diese Phasen, in denen Optimismus und positive Wirtschaftsdaten den Markt beflügelten, hielten im Schnitt rund fünf Jahre an und gingen mit einer durchschnittlichen Performance von ca. 160 % einher. Wenn man das im größeren Zusammenhang betrachtet, sind die Erholungsphasen deutlich länger als die „Talfahrten“ – ein Grund, warum viele langfristige Anleger an ihren Investments festhalten, selbst wenn es an den Märkten mal ungemütlich wird.
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Längerfristige Durchschnittswerte
Nimmt man alle Hochs und Tiefs zusammen, liegt die jährliche Preisrendite (also nur der Kursanstieg ohne Dividenden) des S&P 500 seit seiner Geburt im Jahr 1957 bei etwa 7 %. Inklusive wiederangelegter Dividenden (Total Return) kommt man sogar auf durchschnittlich 10 %. Natürlich ist das nur eine mathematische Verallgemeinerung, und keine Garantie dafür, dass dieser Wert in Zukunft so bleibt. Doch er zeigt eindrucksvoll, dass der S&P 500 trotz temporärer Marktturbulenzen für viele ein wichtiger Baustein zum langfristigen Vermögensaufbau sein kann.
Der VIX – auch bekannt als “Angstbarometer”
Wenn man über den S&P 500 spricht, hört man oft auch vom VIX. VIX steht für „Volatility Index“ und wird manchmal als „Fear Index“ oder „Angstbarometer“ bezeichnet. Er misst die erwartete Volatilität des S&P 500 auf Basis von Optionen.
- Hoher VIX = Anleger erwarten hohe Kursschwankungen, die Unsicherheit nimmt zu.
- Niedriger VIX = Es geht eher ruhig zu an der Börse, viele Marktteilnehmer sind gelassen.
Der VIX kann also ein ziemlich guter Indikator sein, um abzuschätzen, wie nervös oder entspannt die Märkte gerade sind. Klar, wenn eine Krise im Raum steht – ob politischer Natur oder wegen einer Bankenpleite –, können die erwarteten Schwankungen stark in die Höhe schießen.
Ähnliche Indizes und der “Blick über den Tellerrand”
Neben dem S&P 500 gibt es weitere Indizes, die an der US-Börse wichtig sind. Manche sind enger gefasst, manche breiter. Dazu zählen u. a.:
- S&P 100: Beinhaltet die 100 größten Unternehmen des S&P 500. Wer also noch kompakter investieren möchte und nur die absoluten Schwergewichte anpeilt, guckt sich diesen Index an.
- S&P MidCap 400: Hier sind 400 mittelgroße Unternehmen gelistet.
- S&P SmallCap 600: Kleine Unternehmen, die noch nicht in den MidCap- oder den großen Index passen.
- S&P Global 1200: Hier wird’s global. Mit diesem Index holt man sich eine breite Auswahl von Unternehmen aus 24 Ländern ins Portfolio.
- S&P Global 100: Eine extrem konzentrierte Version: die 100 größten und am stärksten kapitalisierten Unternehmen weltweit.
Warum diese Vielfalt? Nun, es gibt zigtausend Unternehmen, und nicht alle spiegeln sich im S&P 500 wider. Wer etwa stärkeres Wachstum außerhalb der größten Konzerne sucht, der findet in Mid- und SmallCap-Indizes häufig spannende Alternativen, allerdings in der Regel auch mehr Risiko.
Performance & Dividendenhistorie: So hat sich der S&P 500 gemacht
Langfristige Renditen
Historisch gesehen liegt die durchschnittliche jährliche Rendite des S&P 500 (bei Wiederanlage der Dividenden) um die 7–10 %. Ja, Schwankungen sind normal, und es gibt Jahre, in denen das Minus ziemlich heftig ausfallen kann (Beispiel 2008). Dennoch: Wer beispielsweise 20 oder 30 Jahre an Bord bleibt und nicht in Panik bei jeder größeren Korrektur verkauft, hatte gute Chancen, ein ansehnliches Wachstum zu erzielen.
Dividenden
Anders als zum Beispiel beim DAX, wo man für den Performance-Index Dividenden mit einrechnet, wird beim S&P 500 häufig vom Kursindex gesprochen, bei dem Dividenden nicht eingerechnet sind. Für die Rendite-Analyse sollte man aber durchaus den sogenannten „Total Return“ im Auge haben, der die Dividenden ebenfalls berücksichtigt.
Viele US-Unternehmen im Index schütten regelmäßig Dividenden aus. Es gibt sogar eine eigene Gruppe namens „Dividend Aristocrats“ – das sind S&P-500-Unternehmen, die ihre Dividendenzahlungen seit mindestens 25 Jahren in Folge jedes Jahr erhöht haben. Das kann für Anleger interessant sein, die neben Kurssteigerungen auch auf Ausschüttungen setzen.
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ETFs: Einfach in den gesamten S&P 500 investieren
Man muss nicht jede einzelne Aktie des S&P 500 kaufen (das wäre in der Praxis ohnehin recht umständlich), sondern kann über einen ETF (Exchange Traded Fund) auf einen Schlag in alle 500 im Index enthaltenen Unternehmen investieren. Bekannte ETFs auf den S&P 500 sind zum Beispiel:
- SPDR® S&P 500 (SPY) – einer der ältesten und meistgehandelten ETFs überhaupt.
- iShares S&P 500 ETF (IVV) – auch sehr beliebt, große Kapitalbasis.
- Vanguard S&P 500 ETF (VOO) – berühmt für vergleichsweise niedrige Kosten (TER).
Vorteile von S&P-500-ETFs
- Diversifikation: Mit einem einzigen Kauf teilt sich das investierte Kapital auf 500 Unternehmen auf.
- Kostengünstig: ETFs haben oft niedrige Gebühren, was langfristig einen großen Einfluss auf die Nettorendite hat.
- Einfache Handelbarkeit: Man kann ETFs an der Börse genau wie einzelne Aktien handeln.
- Automatische Anpassung: Wenn Unternehmen aus dem S&P 500 rausfallen oder neu dazu kommen, passt der ETF-Anbieter dies automatisch an.
Mögliche Nachteile
- Marktkapitalisierungsgewichtung: Große Unternehmen haben im Index ein starkes Gewicht, sodass man automatisch stärker von deren Schicksal abhängt.
- Keine Outperformance: Ein ETF bildet nur den Index ab (Passive Strategie). Wer nach echten „Überfliegern“ sucht und eine eigene Stock-Picking-Strategie fährt, zielt vielleicht auf eine höhere Rendite ab – trägt aber auch ein größeres Risiko.
Wann lohnt sich ein Investment in den S&P 500?
Ein Investment kann sich prinzipiell für all jene lohnen, die an den langfristigen Wachstumsaussichten der US-Wirtschaft teilhaben wollen. Die Vorteile liegen auf der Hand:
- Langfristig solide Rendite: Wer Zeit mitbringt, kann vom stetigen Wachstum profitieren.
- Große Marktbreite: US-Unternehmen spielen oft eine globale Rolle, so profitiert man nicht nur von US-Konjunktur, sondern auch von internationalen Märkten.
- Hohe Liquidität: S&P-500-Aktien gehören zu den am meisten gehandelten weltweit – es gibt also kaum Liquiditätsprobleme.
Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass es am Aktienmarkt immer zu starken Korrekturen kommen kann und dass auch ein solch breiter Index keine Garantie für Gewinne darstellt.
Risiken und Chancen
Ein bisschen Witz gefällig? „Der Markt fluktuiert“, sagte einmal ein Börsenexperte scherzhaft. Das bedeutet nichts anderes, als dass Börsenkurse schwanken. Und gerade im S&P 500 kann sich das manchmal rasend schnell bemerkbar machen. Mal kommt eine Notenbankentscheidung, mal eine Quartalszahl, die enttäuscht – und zack, geht’s bergab. Umgekehrt kann gute Stimmung schnell zu neuen Allzeithochs führen.
Chancen
- Technologie- und Innovationsstärke: Viele innovative Unternehmen weltweit haben ihren Sitz in den USA.
- Breite Diversifikation: Der Index deckt fast alle relevanten Branchen ab.
- Langfristiger Performance-Trend: Historisch ging es langfristig betrachtet aufwärts.
Risiken
- Zinsentscheidungen: Steigen die Zinsen, fließt mitunter Geld aus Aktien in Anleihen ab.
- Konjunkturschwächen: Bei Rezessionen oder größeren Finanzkrisen kann es zu drastischen Kurseinbrüchen kommen.
- Unternehmensspezifische Risiken: Die „Big Player“ können stark schwanken. Wenn sie eine große Indexgewichtung haben, beeinflusst das den S&P 500 erheblich.
Wer sich dessen bewusst ist und nicht nervös wird, wenn es kurzfristig mal kracht, hat gute Karten, den S&P 500 als soliden Baustein im eigenen Portfolio einzusetzen.
Schlusswort: Der S&P 500 als Herzstück vieler Portfolios
Zusammengefasst ist der S&P 500 so etwas wie das Herzstück der amerikanischen Börsenwelt – und somit auch von globalen Finanzmärkten. Er repräsentiert 500 der wichtigsten und größten Unternehmen in den USA, die in vielen Fällen auch weltweit relevant sind.
Für dich als Anleger oder Anlegerin kann der S&P 500 interessant sein, weil er langfristig historisch gesehen eine stabile (wenn auch schwankungsintensive) Rendite ermöglicht. Mit einem einfachen ETF kannst du auf einen Schlag in alle gelisteten Konzerne investieren und musst dich nicht selbst mit Einzelaktien auseinandersetzen (außer du möchtest das natürlich tun).
Ob nun als Hauptbestandteil deiner Strategie oder als Beimischung – der S&P 500 hat in den meisten breit diversifizierten Portfolios einen Platz gefunden. Und wenn er nicht schon drin ist, mag es vielleicht eine Überlegung wert sein, ihn hineinzunehmen.
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FAQ zum S&P 500
Damit du rund um das Thema S&P 500 bestens informiert bist, beantworten wir hier einige Fragen, die viele Anleger und Google-Nutzer besonders häufig stellen.
1. Was ist der S&P 500 genau und warum ist er so wichtig?
Der S&P 500 ist ein Aktienindex, der 500 der größten börsennotierten US-Unternehmen abbildet. Er gilt als Indikator für den Zustand der US-Wirtschaft, weil er rund 80 % der US-Marktkapitalisierung abdeckt. Dadurch haben Marktteilnehmer auf der ganzen Welt ein Auge auf seine Entwicklung. Ein Aufwärts- oder Abwärtstrend im S&P 500 kann ein wichtiger Impuls für die Gesamtstimmung an den Börsen sein.
2. Wie oft wird der S&P 500 angepasst?
Die Gewichtung und Zusammenstellung wird fortlaufend überprüft. Ein offizielles Indexkomitee entscheidet, wann eine Aktie aufgenommen oder entfernt wird – das kann theoretisch jederzeit erfolgen, wenn ein Unternehmen die Kriterien nicht mehr erfüllt (z. B. durch zu geringe Marktkapitalisierung) oder ein anderes Unternehmen besser geeignet ist. Ein fester, regelmäßiger Turnus existiert nicht, allerdings finden größere Anpassungen oft mehrmals pro Jahr statt.
3. Was ist der Unterschied zwischen dem S&P 500 und dem Dow Jones?
Der Dow Jones Industrial Average (kurz: Dow) ist ein anderer US-Index, in dem nur 30 große Unternehmen gelistet sind. Während der Dow kursgewichtet ist (eine Aktie mit höherem Preis hat mehr Einfluss), ist der S&P 500 marktkapitalisierungsgewichtet (wertvollere Unternehmen zählen mehr). Zudem repräsentiert der S&P 500 eine wesentlich breitere Basis als der Dow.
4. Kann ich als deutscher Anleger direkt in den S&P 500 investieren?
Ja, und das sogar recht unkompliziert. Du kannst zum Beispiel einen der bekannten ETFs (SPY, IVV, VOO) erwerben, die direkt den S&P 500 abbilden. Das geht über deutsche oder internationale Broker. Du kaufst den ETF also ganz normal an der Börse – ähnlich wie eine Einzelaktie.
5. Wie hoch ist die durchschnittliche Rendite des S&P 500?
Langfristig (über mehrere Jahrzehnte) lag die durchschnittliche Jahresrendite, inklusive Wiederanlage von Dividenden, zwischen 7 und 10 %. Allerdings kann es in einzelnen Jahren starke Abweichungen nach oben oder unten geben. Die Vergangenheit ist natürlich keine Garantie für künftige Ergebnisse, zeigt aber, dass der S&P 500 langfristig ein solides Wachstum ermöglicht hat.
6. Gibt es Dividenden beim S&P 500?
Der Index selbst zahlt dir keine Dividenden, da er nur ein „Maßstab“ ist. Aber die Unternehmen darin schütten zum Teil Dividenden aus. Wenn du über einen S&P-500-ETF investierst, werden diese Dividenden entweder automatisch wieder angelegt (Thesaurierung) oder an dich ausgeschüttet, je nachdem, welche Variante du gewählt hast.
7. Was passiert, wenn ein Unternehmen aus dem S&P 500 ausscheidet?
Wenn ein Unternehmen die Kriterien nicht mehr erfüllt oder übernommen wird, fliegt es aus dem Index. Gleichzeitig rückt ein anderes Unternehmen nach, das die Kriterien aktuell besser erfüllt. ETFs, die den Index nachbilden, verkaufen dann automatisch die Anteile am ausgeschiedenen Unternehmen und kaufen die Aktien des Neulings.
8. Wie wirkt sich der VIX auf den S&P 500 aus?
Der VIX misst die erwartete Schwankungsintensität (Volatilität) auf Basis von Optionen, die den S&P 500 betreffen. Er spiegelt also indirekt die Markterwartungen zur Kursbewegung des Index. Ein hoher VIX deutet oft auf Unsicherheit oder Panik hin, ein niedriger auf Gelassenheit. Der VIX beeinflusst den Index selbst nicht unmittelbar, sondern ist eher ein „Stimmungsindikator“.
9. Kann man den S&P 500 schlagen (Outperformance)?
Viele aktiv gemanagte Fonds versuchen genau das. Allerdings zeigen zahlreiche Studien, dass nur ein relativ kleiner Teil der Fondsmanager den Index auf lange Sicht übertrifft. Für Privatanleger kann ein ETF daher eine günstige und einfache Lösung sein, die Performance des Gesamtmarkts mitzunehmen. Wer jedoch Spaß an der Einzeltitelauswahl (Stock-Picking) hat, kann natürlich versuchen, bessere Resultate zu erzielen – das gelingt aber nicht jedem.
10. Wie stark schwankt der S&P 500 typischerweise?
Ein gewisses Auf und Ab ist völlig normal. So kann der Index in einem Jahr 20 % zulegen, im nächsten Jahr 10 % verlieren – und im übernächsten Jahr vielleicht wieder 15 % gewinnen. Über einen langen Zeitraum glätten sich diese Bewegungen jedoch, weshalb die langfristige Rendite meist im mittleren einstelligen oder unteren zweistelligen Prozentbereich pro Jahr liegt.
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