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ROUNDUP: Deutsche Inflation verliert im November etwas an Tempo

Wirtschaftsindikatoren 29.11.2022 14:30
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WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Inflation in Deutschland hat sich erstmals seit Juli wieder leicht abgeschwächt. Die Verbraucherpreise stiegen im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 10 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in einer ersten Schätzung mitteilte. Zuvor war die Jahresteuerungsrate drei Monate in Folge gestiegen und hatte im Oktober einen Wert von 10,4 Prozent erreicht. Analysten hatten für November eine unveränderte Rate erwartet.

Volkswirte sehen in dem Rückgang keinen Grund zur Entwarnung. Angeschoben wird die Inflation seit Monaten von Energie- und Lebensmittelpreisen. Energie kostete im November den vorläufigen Zahlen zufolge 38,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Oktober war ein Anstieg um 43 Prozent verzeichnet worden. Nahrungsmittel verteuerten sich im November um 21 Prozent. Gegenüber Oktober sanken die Verbraucherpreise insgesamt um 0,5 Prozent.

Die vergleichsweise hohe Inflation führt zu Kaufkraftverlusten und entwertet die Gehälter immer stärker. Im dritten Quartal waren die Einkommen zwar nominal 2,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Der Zuwachs wurde aber von den gestiegenen Verbraucherpreisen mehr als aufgezehrt. Unter dem Strich ergab sich ein realer, also um die Preisentwicklung bereinigter Lohnverlust von 5,7 Prozent. Dies war der höchste Rückgang seit Einführung der Statistik 2008.

Bereits in den drei Quartalen zuvor hatten die Menschen Reallohneinbußen hinnehmen müssen. Die Werte beschleunigten sich von -1,4 Prozent im Schlussquartal 2021 über -1,8 Prozent zum

Jahresbeginn auf -4,4 Prozent im zweiten Quartal 2022. Auch ein derart langer Zeitraum mit Reallohnverlusten ist statistisch noch nicht vorgekommen. In den Nominallöhnen sind die Bruttogehälter einschließlich Sonderzahlungen enthalten.

Einer Umfrage zufolge schnallen viele Menschen wegen der steigenden Preise den Gürtel enger. Gut die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher kauft nach eigenen Angaben nur noch Produkte, die wirklich benötigt werden, wie das Marktforschungsunternehmens Nielsen (NYSE:NLSN) IQ gestützt auf eine Umfrage unter mehr als 10 000 Personen berichtete.

Eine durchgreifende Entspannung bei der Inflation ist nach Einschätzung von Volkswirten vorerst nicht in Sicht. Erst ab dem Frühjahr dürfte die Inflationsrate deutlich sinken, weil dann die Gas- und Strompreisbremsen greifen und der Inflationsbeitrag des Öls nachlässt, wie Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer argumentiert.

Teuerungsraten auf dem derzeitigen Niveau gab es im wiedervereinigten Deutschland noch nie. In den alten Bundesländern wurden Raten um die 10 Prozent Anfang der 50er Jahre gemessen. Allerdings hat sich die Berechnungsmethode im Laufe der Zeit geändert.

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Kommentare (4)
Manfred Banovits
Manfred Banovits 29.11.2022 15:47
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durch die hohen Zinsen werden einige der Häuselbauer finanzielle ruiniert
Manfred Banovits
Manfred Banovits 29.11.2022 15:43
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sehe Dax zwischen 5000 bis 6000 / Inflation bis 25%
Moritz Schneider
Moritz Schneider 29.11.2022 15:43
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holy moly
no name
no name 29.11.2022 15:43
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schau wo der deutsche Aktienindex im Jahr der Hyperinflation war. To the moon.
Moritz Schneider
Moritz Schneider 29.11.2022 15:03
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was mehr hoffnung macht, ist, dass die inflation auf vormonatsvergleich, das erste mal seit einem jahr negativ ist
Jan Müller
brokenTrade 29.11.2022 15:00
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Wir werden nächste Jahr mit hoher Inflation leben müssen, besonders wenn ständig besonders Rentner, öffentlicher Dienst, IG Metall und Sozialhilfsempfänger deutlich mehr Geld bekommen als die Wirtschaft gewachsen ist. Besonders das IG Metall über 8% auf zwei Jahre bekommen hat, ist mehr als eine große Frechheit. Also ob diese Brache so stark gewachsen wäre, wohl kaum. Wir am Ende noch mehr durch Steuerzahler aufgefangen werden müssen. Und warum Rentner mehr bekommen obwohl die Kassen leer sind, ist mir absolutes Rätsel. Alles Wahlgeschenke, damit man sich selber die Diäten erhöhen kann. Und großteil der Bevölkerung wird leer ausgehen und darf dann auch noch bis 70 arbeiten.
Mike Count
Mike Count 29.11.2022 15:00
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Ja dann hoffen wir das du kein Rentner wirst und von deinem Vermögen leben kannst.
 
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