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Aktien Frankfurt: Neuwahlen in Frankreich belasten Dax und Pariser Börse

Veröffentlicht am 10.06.2024, 12:16
Aktualisiert 10.06.2024, 12:30
© Reuters.
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Europawahl ist der Dax am Montag auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai gefallen. Vor allem aber die Aussicht auf baldige Neuwahlen zur Nationalversammlung in Frankreich belastet die Aktienmärkte. Der deutsche Leitindex droht nun aus der Handelsspanne der vergangenen Woche nach unten herauszufallen. Gegen Mittag verlor das Börsenbarometer knapp ein Prozent auf 18 385 Punkte.

Der Druck auf die Kurse geht zum Wochenbeginn von Paris aus, wo der Leitindex Cac 40 auf den tiefsten Stand seit Februar absackte. Französische Staatsanleihen wurden ebenfalls verkauft, sie fielen auf den tiefsten Stand seit November 2023. Präsident Emmanuel Macron wagt nach der krachenden Niederlage seines Mitte-Lagers bei der Europawahl die Flucht nach vorn. Mit der Neuwahl der Nationalversammlung will der Liberale klare politische Verhältnisse schaffen und hofft wohl, seine Mehrheit in der Parlamentskammer auszubauen.

"Eine gewagte Wette", findet Analyst Jim Reid von der Deutschen Bank (ETR:DBKGn). Macron könnte auch darauf setzen, dass das rechtsnationale Rassemblement Nationale (RN) um Marine Le Pen nach den Neuwahlen mit einer stärkeren Regierungsbeteiligung in der Zeit bis zur Präsidentschaftswahl 2027 an Attraktivität einbüßt.

Von einem "Paukenschlag in Paris" sprach Analyst Berndt Fernow von der Landesbank Baden-Württemberg. Denn sollte das RN nach der Parlamentswahl die Innen- und Wirtschaftspolitik besetzen, dann dürfte es rasch zum "Schwur auch an den Finanzmärkten" kommen. Denn die Rechtspopulisten um Le Pen könnten dann wie versprochen das Rentenalter in Frankreich wieder senken wollen.

Der MDax mit den mittelgroßen Werten fiel zuletzt um 1 Prozent auf 26 582 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex für die Eurozone fiel mit 1,5 Prozent noch weiter zurück.

Am deutschen Aktienmarkt litten am Montag die Kurse im Energiesektor unter der politischen Unsicherheit, denn in Deutschland sorgte das schlechte Abschneiden der Ampel-Koalition für Aufsehen. Die Grünen als Förderer der deutschen Energiewende haben bei der Europawahl am Sonntag deutlich Federn lassen müssen.

Für die Papiere des Windkraft-Anlagenbauers Nordex (ETR:NDXG) und des Solar-Spezialisten SMA Solar (ETR:S92G) ging es um jeweils knapp 4 Prozent abwärts. Auch bei den Dax-Konzernen RWE (ETR:RWEG) und Eon (ETR:EONGn) wurden die Belastungen mit minus 2 beziehungsweise 1,5 Prozent ersichtlich.

Unternehmensseitig war das Geschehen am Montagmorgen dünn. Eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank gab den Papieren von Cancom (F:COKG) einen kräftigen Schub nach oben - um 5,7 Prozent.

Die Aktien der Porsche AG (ETR:P911_p) wurden nach der Hauptversammlung vom vergangenen Freitag ex Dividende gehandelt. Anleger müssen in der Kursbildung die Auszahlung von 2,31 Euro je Aktie berücksichtigen und den damit verbundenen, optischen Abschlag.

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