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3 Gründe gegen Tesla: Musk, schwache Umsatzdynamik, kaum Cash-Bestände

Von Investing.com (Haris Anwar/Investing.com)Aktienmärkte14.03.2019 08:37
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3 Gründe gegen Tesla: Musk, schwache Umsatzdynamik, kaum Cash-Bestände
Von Investing.com (Haris Anwar/Investing.com)   |  14.03.2019 08:37
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Die Drehungen und Wendungen in Teslas (NASDAQ:TSLA) immer verwirrenderer Entwicklung sind für Investoren und Analysten kaum noch nachzuvollziehen. Es handelt sich um eine Firma, mit einem vielversprechenden Produkt, elektrischen Autos, geführt von einem furchtbaren Manager, Elon Musk. Diese Realität wurde von den Ereignissen der letzten Wochen deutlich gemacht und zog ernste Fragen nach sich, ob Musk den Autohersteller durch die kritischste Phase seiner Entwicklung zu führen.

Am 10. März machte Tesla via seines Blogs einen Rückzieher von seiner neuen Vermarktungsstrategie und sagte, es wolle jetzt doch eine große Anzahl seiner Showrooms behalten und werde die Preise seiner Oberklassemodelle um 3% erhöhen. Das kam nur 10 Tage nachdem Tesla angekündigt hatte, es wolle bis auf wenige Ausnahmen seine physischen Verkaufsniederlassungen aufgeben, um die Kosten zu senken, als es versucht, eine günstigere Version seiner Limousine vom Typ Model 3 an den Markt zu bringen, seinem ersten in der Massenproduktion hergestellten Auto.

“Die Verlagerung aller Verkäufe ins Internet, verbunden mit anderen Kosteneffizienzen, wird uns ermöglichen, die Preise aller Fahrzeuge um durchschnittlich 6% senken zu können, was uns das Erreichen eines Preispunkts von 35.000 USD für das Model 3 früher erlauben würde, als wir angenommen hatten,” meldete Tesla am 28. Februar. Die abrupte Entscheidung zur Schließung aller seiner Niederlassungen stieß den Beschäftigten als auch den Investoren bitter auf. Es spielt keine Rolle wie digital orientiert Teslas Kundschaft ist, es wäre naive zu glauben, seine Autos könnten eine große Anzahl von Käufern anlocken, ohne eine Präsenz in der Realwelt.

Musks Angewohnheit, unausgegorene und manchmal falsche Informationen über Twitter zu verbreiten, bleibt ein Problem, eines das erheblich an seinem Image gekratzt hat. Es hat auch ein Betrugsverfahren durch die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission nach sich gezogen.

Wir glauben, diese jüngsten Ereignisse zeigen klar ein Unternehmen mit Finanzproblemen. Mit einem Schlusskurs von 288,96 USD am Mittwochabend, haben Teslas Papiere im vergangenen Monat rund 6% an Wert verloren und rund 7% seit Jahresbeginn, was die Nervosität der Investoren demonstriert, die mittlerweile immer mehr davon überzeugt sind, dass Tesla Entscheidungen auf die Schnelle trifft und auf Herausforderungen reagiert, ohne die Dinge zu durchdenken.

Tesla Weekly Chart
Tesla Weekly Chart

Schrumpfende Bargeldpolster

Im Zentrum dieser Nervosität und Beliebigkeit steht aus unserer Sicht das geringe Finanzpolster der Firma, das riskiert aufgebraucht zu werden, angesichts eines beachtlichen Rückgangs des Umsatzwachstums. Das Geschäftsmodell eines jeden Autoherstellers ist sehr einfach: Verkaufe Autos in großer Stückzahl mit Margen hoch genug, um die gewaltigen Investitionen zu rechtfertigen.

Für Musk wird diese fundamentale Gleichung immer schwieriger zu erreichen, in einem Weltmarkt, in dem das Wachstum unter Druck geraten ist. Wie InsideEVs berichtete, einem Blog, den Musk wiederholt auf Twitter zitiert hat, verkaufte Tesla im Februar rund 5.750 Autos vom Model 3 und 6.500 in Januar, ein erheblicher Rückgang gegenüber dem Verkaufsrekord von 25.250 im Dezember. Und dieser Abschwung setzt gerade zu einer Zeit ein, in der die Steuergutschrift für Tesla-Käufer ab 1. Januar um die Hälfte verringerte.

Tesla hatte zum Stichtag vom 31. Dezember rund 3,7 Mrd USD an Barem und Äquivalenten in der Kasse, bevor es am 1. März eine Anleiherückzahlung von 920 Mio USD machte, die bislang größte Schuldentilgung in der fast 16-jährigen Firmengeschichte. Sollte sich der Abschwung bei Teslas Absatzzahlen in Nordamerika fortsetzen und sich Musks Pläne für Europa und China nicht so gedeihen, wie er sich das erhofft, dann werden die Anteile des Unternehmens in 2019 noch bewegteren Zeiten entgegensehen.

Der Verkauf des Model 3 in Europa und China ist wichtig für Tesla, um dem Abschwung in Nordamerika zu begegnen. “Wir sind begeistert, das Model 3 Anfang nächsten Jahres nach Europa und China zu bringen, angesichts der Tatsache, dass der Markt für Premium-Limousinen in diesen Märkten sogar noch größer als in Nordamerika ist,” sagte Musk auf seiner Ergebnisvorstellung im Oktober, so Bloomberg.

Fazit

Auf Linie mit unseren schon früher geäußerten Ansichten, ist Tesla zu stark umkämpft, um Investoren eine Anlage zu empfehlen. Mit ihren geringen Barreserven, ihrer Vermarktungsstrategie in der Luft und des Dauergefechts ihres CEOs mit der US-Börsenaufsicht, sehen wir nicht wie die Firma in nächster Zeit wieder in ruhiges Fahrwasser gelangen kann.

Im Gegenteil sehen wir viele Risiken, sollte sich die Konjunktur weltweit weiter abkühlen und die Autoverkäufe in Nordamerika nicht wieder Tritt fassen. Mit diesen Unsicherheitsfaktoren am Horizont denken wir, es ist besser einen Boden um Tesla zu machen.

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Kommentare
Hans Dieter Franke
Hans Dieter Franke 17.03.2019 16:14
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Tesla verkauft keine Autos Tesla verkauft Basic Instincts. Mod S P100d beschleunigt 0-100 in 2,5 sec dafür kann sich niemand etwas kaufen aber dafür wird bezahlt. Streng rational gesehen ist Auto - individuelle Mobilität- sowieso out.
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