Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.0590 (08.08 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.0525 im europäischen Handel markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 115.42. In der Folge notiert EUR-JPY bei 122.25. EUR-CHF oszilliert bei 1.0726.
Mario Draghi als EZB-Präsident ist es dieses mal nicht gelungen, den Euro schwächer zu reden. Das sonst häufig bei EZB-Sitzungen beobachtete Muster verfing gestern nicht. Es war aber nicht so, dass man sich von Seiten der Zentralbank nicht bemühte ein wolkiges Bild zu zeichnen, nein, die Märkte beurteilen die Entwicklungen der Euro Zone weniger skeptisch. Dazu trug auch die Notenbank bei, die die Wachstums und Inflationsprognosen heraufsetzte.
Noch im Dezember wurden nur 1,3% genannt, wo nun 1,7% Inflation für 2017 gesehen werden – nahe dem Zielwert knapp unter 2%. Das bessere Wachstum trägt potenziell dazu bei, die Inflationsraten abseits der volatilen Energiepreiskomponente zu stützen. Damit wird die Ankündigung über ein Ende der aktuell gefahrenen lockeren Geldpolitik im dritten Quartal immer wahrscheinlicher.
Die EZB hätte aber schon früher die Möglichkeit Signale zu senden. So könnte Sie ab dem zweiten Quartal die Anleihekäufe von 60 Mrd. EUR sukzessive herunterfahren. In jedem Fall wird deutlich: Langsam muss die EZB eine Exitstrategie vorbereiten, um den Marktentwicklungen Schritt zu halten….
Die bessere Konjunktur macht sich im Deutschen Exportgeschäft bemerkbar. Im Januar lagen die Ausfuhren um 2,7% über dem Vormonat. Die erwarteten 2,0% lagen deutlich darunter. Im Dezember hatte es mit 2,8% einen deutlichen Rücksetzer gegeben. Gut entwickelte sich das Geschäft mit EU-Partnerländern, das um satte 8% zunahm, während Geschäfte mit dem Rest der Welt um 17,7% zulegten.
Importe legten um 3,0% zu. Der deutsche Handelsbilanzüberschuss stellte sich auf 18,5 Mrd. Euro.
Besonders in China zeigt sich die Konjunktur robuster als in der westlichen Welt angenommen. Trotz auslaufender Staatssubventionierung von hubraumschwachen Fahrzeugen fiel das Wachstum in den ersten beiden Monaten des Jahres mit 9,0% fast doppelt so gut aus wie für das Gesamtjahr erwartet wird.
Aktuell ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Erst ein Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1.0350-1.0320 dreht den Bias zu Gunsten des USD.
Viel Erfolg!
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