Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1228 (08.00 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1212 im europäischen Handel markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 101.92. In der Folge notiert EUR-JPY bei 114.45. EUR-CHF oszilliert bei 1.0919.
Gestern lieferte ein Paradebeispiel, wie die US-Zentralbank in einer Ökonomie, die entscheidend von der Bewertung der Vermögensgegenstände (= Asset-Driven Economy/Gegensatz zum klassischen Modell der von Einkommen getriebenen Ökoniomie
= Modell der freien Märkte) bestimmt ist agieren muss.
Nachdem der Versuch gemacht wurde, die Finanzmärkte in sensibler Form auf eine zarte Zinserhöhung vorzubereiten, die schlussendlich in einem sportlichen Abverkauf der überbewerten US-Aktienmärkte am Freitag mündete, wurde der ganze „Zinszirkus“ zurückgepfiffen. Damit wurden die Aktienmärkte, welch ein Wunder, gedreht. „Chapeau!“ Zu den Fakten:
Fed-Notenbankdirektorin Lael Brainard deutete gestern an, dass eine Zinserhöhung im laufenden Monat unwahrscheinlich sei. Dafür sei ein deutlicherer Aufwärtstrend bei den Konsumausgaben erforderlich. Auch der Gouverneur der Federal Reserve Minneapolis Neel Kashkari äußerte, dass eine geldpolitische Straffung nicht dringlich sei. Waren die USA vor 1995 der Hort freier Märkte, ergibt sich heute ein vollständig anderes Bild. Politisch induzierte Preise bestimmen das Geschäftsmodell der USA. Ob diese Tatsachen mit Begriffen endogener struktureller und zyklischer Stärke der USWirtschaft in Verbindung gebracht werden können, ist nicht nur fraglich, sondern für ernst zu nehmende Marktbegleiter auszuschließen.
China setzte nachhaltige positive Akzente an der Datenfront.
Per August legte die Industrieproduktion im Jahresvergleich um 6,3% zu (Prognose 6,1%). Damit kam es zum stärksten Anstieg seit fünf Monaten.
Auch die Einzelhandelsumsätze überraschten positiv mit einer Zunahme um 10,6% im Jahresvergleich (Vormonat 10,2%). Die Prognose lag bei 10,3%.
„Fixed Asset Investment“ verzeichnete per August einen Anstieg im Jahresvergleich um 8,1% (Prognose 8,0%) nach zuvor 8,1%.
Wir hatten im Jahresausblick 2016 darauf verwiesen, dass das Projekt „One Road – One Belt“ ab Mitte 2016 statistisch messbar sein wird.
Nachdem die Frühindikatoren bereits reagierten, kommen jetzt sukzessive die harten Daten in Fahrt.
Aktuell ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Ein Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1.0950 – 1.0970 dreht den Bias.
Viel Erfolg!
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