Das US-Energieministerium hat die US-Bestandsdaten veröffentlicht, die einen Rückgang von 5,932 Mio. Barrel in der zum 25. August endenden Woche zeigten. Das ist die neunte Woche in Folge mit einem Rückgang und das Rohöl hat 1% verloren und fordert nun sein Sechswochentief heraus.
Der Tropensturm Harvey wütet in Houston und einige US-Raffinerien dort mussten zeitweilig schliessen. Aber die Märkte fürchten kurzfristig keine mögliche Knappheit. In der Tat lässt sich das Rohöl meistens sehr leicht ersetzen. Deshalb denken wir, dass eine Knappheit, die länger als eine Woche oder 10 Tage anhalten wird, die Rohölpreise steigen lassen wird. Aktuell belastet die Naturkatastrophe die Preise nicht besonders.
Der Trend bei den US-Bohrstellen ist bärisch, was an nachhaltig niedrigen Preisen liegt.Nun werden die Märkte Ende November die nächste OPEC-Sitzung einpreisen. Wir denken, dass es keine Produktionskürzungen geben wird. Der Krieg um die Marktanteile wird anhalten und die US-Raffinerieindustrie wird sich wohl nicht so schnell erholen.
Wir glauben aber dennoch weiter, dass es für das Öl Aufwärtsdruck geben könnte.Aktuell sind vor allem die Saisonseffekte wieder sichtbar. Im September wird die Nachfrage nach dem Rohöl wohl deutlich steigen, da die Sommersaison vorbei ist und eine Überproduktion beim Öl langfristig definitiv nicht durchführbar ist.