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Stärkste Inflation in den USA seit 13 Jahren

Wirtschaftsindikatoren12.05.2021 15:45
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© Reuters.

Investing.com - Die Teuerungsrate hat den höchsten Stand seit September 2008 erreicht. Sie liegt jetzt über dem Ziel der Federal Reserve. Preistreiber war ein sogenannter Basiseffekt.

Im April sei die Inflationsrate auf 4,2 Prozent gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mit. Das ist die höchste Teuerungsrate seit dreizehn Jahren. Das Inflationsziel der Federal Reserve (Fed) liegt seit September im Durchschnitt bei zwei Prozent.

Volkswirte hatten mit einem Wert von 3,6 Prozent gerechnet.

Damit ist die Inflation in den USA schon den fünften Monat in Folge gestiegen. Im März hatte der Verbraucherpreisindex 2,6 Prozent betragen, im Februar 1,7 Prozent. Im Monatsvergleich meldete das Arbeitsministerium für April einen Anstieg der Teuerungsrate um 0,8 Prozent. Erwartet wurde ein Preisanstieg um 0,2 Prozent. 

Besonders deutlich fiel der Preisanstieg für Energie aus. Diese verteuerte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 25 Prozent.

Die Preise für gebrauchte Pkw und Lkw, die als maßgeblicher Inflationsindikator gelten, erhöhten sich um 21 Prozent, davon allein im April um 10 Prozent. Unterkünfte, eine weitere wichtige Komponente des Verbraucherpreisindex, verzeichneten einen Anstieg von 2,1 Prozent im Jahresvergleich und 0,4 Prozent im Monatsvergleich.

Andere Posten, die laut dem Department of Labor Statistics einen großen Einfluss auf die Zahlen hatten, waren Flugpreise, Freizeitaktivitäten, Fahrzeugversicherungen und Haushaltseinrichtungen.

Für die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel lag das Preisniveau im April 3,0 Prozent höher als vor einem Jahr. Hier wurde ein Wert von 2,3 Prozent vorhergesagt. 

Die Kernrate gilt als aufschlussreicher für die Preisentwicklung als die Gesamtinflation, da die Preise für Energie und Nahrungsmittel oft stärkeren Schwankungen unterliegen.

Trotz des starken Preisanstiegs betonte Fed-Vize Chef Clarida auf Bloomberg, dass "diese einmaligen Preissteigerungen voraussichtlich nur vorübergehende Auswirkungen auf die zugrunde liegende Inflation haben" werden. "Ich erwarte, dass die Inflation in den Jahren 2022 und 2023 zu unserem längerfristigen Ziel von 2 Prozent zurückkehren - oder vielleicht sogar etwas darüber liegen - wird."

Bei der ING (AS:INGA) ist man der Ansicht, dass die Inflation in den kommenden Monaten noch weiter anziehen könnte. Dies sei nicht das Ende, hieß es in einer Mail an Investing.com. "Wir haben zunehmend Zweifel an der Auffassung der Fed, dass es sich um einen vorübergehenden Anstieg handelt und glauben, dass sie die Zinsen viel früher als 2024 anheben wird", sagte ING-Analyst James Knightley.

"Da sich die Wirtschaft erholt, die Arbeitsplätze zurückkehren und die Inflation wahrscheinlich länger höher bleiben wird, sehen wir weiterhin Risiken für eine frühere Zinserhöhung - 1Q23 - als die Federal Reserve derzeit prognostiziert - Anfang 2024."

Die US-Notenbanker haben wiederholt erklärt, dass sie die Zinsen erst dann erhöhen oder die monatlichen Anleihekäufe zurückfahren werden, wenn die Inflation im Durchschnitt über einen längeren Zeitraum bei etwa 2 Prozent liegt.

"Die Aussichten sind gut, aber die Risiken bleiben, und wir sind weit von unseren Zielen entfernt", sagte Fed-Gouverneurin Lael Brainard am Dienstag. "Wenn wir während des vorübergehenden Preisanstiegs, der mit der Wiedereröffnung einhergeht, geduldig bleiben, wird dies sicherstellen, dass die zugrundeliegende wirtschaftliche Dynamik, die wir zum Erreichen unserer Ziele benötigen, nicht durch eine verfrühte Verschärfung der finanziellen Bedingungen beeinträchtigt wird."

Die US-Börsen reagierten auf die US-Inflationsdaten mit Kursabschlägen: der Dow Jones Index der US-Standardwerte sank zur Eröffnung um 100 Punkte auf 34.164 Zähler (15.34 Uhr MEZ) und der S&P 500 fiel um 0,55 Prozent. Für den zinssensiblen Tech-Index NASDAQ Composite ging es um mehr als 1 Prozent abwärts. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen erhöhte sich um 4,4 Basispunkte auf 1,668 Prozent und der US-Dollar-Index kletterte um 0,4 Prozent auf 90,49. Gold reagierte zunächst mit Kursaufschlägen, konnte die Gewinne aber nicht halten und rutschte zuletzt wieder ins Minus.

Stärkste Inflation in den USA seit 13 Jahren
 

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Kommentare (8)
Daniel Stadler
Daniel Stadler 12.05.2021 20:48
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Wenn man sich anschaut, warum es Inflation gibt, dann habe ich das Gefühl, dass die Inflation schon bald wieder Geschichte ist. Beispiel gefällig? Flugreisen seien teurer geworden - Stichwort "künstliche Angebotsverknappung", moment es gab doch auch einen "Nachfrageeinbruch", ja aber: trotzdem sind die Stückkosten gestiegen, denn erst hohe Passagierzahlen machen das Fliegen für den einzelnen günstig. Und so kann man das munter weiter drehen. Wenn jetzt alle wieder konsumieren, dann kann das Angebot in hohen Stückzahlen angeboten werden und es machen sich Skaleneffekte bemerkbar...die FED hat also Recht...Bei bestimmten Rohstoffen gibt es natürlich eine strukturelle Sonderkonjunktur...das ist dann aber eine andere Geschichte...
Lexi
Lexi 12.05.2021 20:48
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wenigstens einer, der den Inflationsanstieg richtig einzuschätzen weiß. Danke.
Jimmy Ti
Jimmy Ti 12.05.2021 20:48
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In der DDR bekam man damals für 5 Pfennig ein handgemachtes Brötchen sagt man (Im 'Westen' war es ein wenig teurer). Die DDR gibt es nicht mehr. Brötchen in der Preiskategorie auch nicht (Auch im 'Westen' nicht). Trotz der Tatsache, dass Maschinen eingesetzt werden und große Stückzahlen produzieren. Nicht alles wird Rückgängig gemacht. Da spielen viele Faktoren eine Rolle...
Mike Naiman
Mike Naiman 12.05.2021 20:48
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Es ist der Lockdown, der diese Inflation möglich macht und je länger man im Lockdown war, desto schlimmer wird die Preisexplosion sein. Denn die ganzen Dienstleistungsbetriebe waren aj zwangsweise geschlossen und müssen iwi ihre Verluste einholen und wie geht das -> Preissteigerungen und dies führt zur Inflation :)
Harry SU
Harry SU 12.05.2021 20:48
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Mike Naiman  und trotzdem übertreiben die Großen an der Börse. Wenn ich in 2020 10-fachen  Gewinn durch die MegaRallys machte, brauch ich nicht jammern, dass nen Brötchen mal ne weile 11 statt 10 cent kostet
Andreas Erbe
Andreas Erbe 12.05.2021 20:01
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@Lars: besser hätte man es nicht formulieren können
Harry SU
Harry SU 12.05.2021 19:56
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immer dieses Inflationsgejammer, 2 mal pro Monat gefühlt ... haben doch alle genug 2020 verdient die großen
Andreas Erbe
Andreas Erbe 12.05.2021 19:55
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steigende Inflation = steigende Aktienkurse [long] das Momentum sieht fallende Kurse.
Daniel Stadler
Daniel Stadler 12.05.2021 19:55
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Jetzt haben ja erstmal alle Sorge, dass wegen der hohen Inflation die CB die Zinsen erhöhen und dadurch die Finanzierungskosten für gehebelte Wertpapierkäufe zu teuer werden. Durch den Abfluss und die Vernichtung von Geld durch Credit Crunch können die Assets in Zahlen natürlich auch nicht mehr so groß aussehen.
Ma Lu
Ma Lu 12.05.2021 19:27
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Die viel zu hohe Inflation gepaart mit sinkenden Aktienkursen ist die beste Vermögensvernichtung. Gut gemacht, wenn dass das Ziel der sogenannten "Währungshüter" war! 😠
Andreas Erbe
Andreas Erbe 12.05.2021 19:27
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Das Gegenteil ist der Fall. schaut in die 80er und 90 er Jahre
John Daily
John Daily 12.05.2021 16:56
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Oil tanker captains know who react too late is causing a catastrophe - real estate can be affected in any case
Bo Bo
Bo Bo 12.05.2021 15:58
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Bei Inflationsangst verkaufen die Leute ihre Wachstumsaktien und halten cash, macht ja viel Sinn.
Vorherige Antworten anzeigen (3)
Jimmy Ti
Jimmy Ti 12.05.2021 15:58
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Wachstum wird meist nicht aus der Portokasse bezahlt, sondern mit Schuldenaufnahme. Ein Zinsanstieg führt zwangsläufig zu einer höheren Zinslast.
Andreas Erbe
Andreas Erbe 12.05.2021 15:58
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... ja weil dumm immer verkauft :) die reichen kaufen die schwache hand auf. oder anders: Glaubt ihr das Unternehmensbeteiligungen [Aktien] bei Inflation günstiger werden?
Andreas Erbe
Andreas Erbe 12.05.2021 15:58
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Der leitzins wird nicht erhöht. Das würde zu einem wirtschaftlichen Desaster führen.
Mike Naiman
Mike Naiman 12.05.2021 15:58
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Andreas Erbe
Andreas Erbe 12.05.2021 15:58
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Weil der Staat so immens verschuldet ist und hohe Zinsen nur noch mit noch mehr Schulden bezahlen müsste. Zudem könnten auch verschuldete Unternehmen ihre Finanzierungen nicht mehr zahlen. Das möchte keine Regierung. Dafür ist das Umfeld noch zu schwach
Moritz Schneider
Moritz Schneider 12.05.2021 15:57
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schwieriges thema digga...
Lars Tragerl
Lars Tragerl 12.05.2021 15:57
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Wie wollen sie denn die Zinsen erhöhen bei der Staatsverschuldung? In dem Moment in dem sie die Zinsen erhöhen, fliegt ihnen die ganze Scheiße um die Ohren! Sie können nur von Zinserhöhungen reden, und drohen! Wirklich handeln können sie nicht. M.M.
Andreas Erbe
Andreas Erbe 12.05.2021 15:57
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besser hätte man das nicht formulieren können
Na EL
Na EL 12.05.2021 15:57
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Die Zinsen werden erhöht Das ist ein Märchen mit dem Pleite gehen der verschuldeten Staaten. Hör dir Andreas Beck zu diesem Thema an. Ausserdem geht es hier um die FED. Die juckt Europa einen scheiss Dreck. Sobald die Inflation nachhaltig da ist muss die Fed die Zinsen anheben und der Aktienmarkt geht runter.
 
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