⌛ Verpasst? Die 13% Rendite von ProPicks im Mai rockte! Schnapp dir jetzt die Top-Aktien für Juni!Aktien anzeigen

IPO/ROUNDUP 2: Börse im Alibaba-Fieber - Höchstpreis für Aktien

Veröffentlicht am 19.09.2014, 15:00
IPO/ROUNDUP 2: Börse im Alibaba-Fieber - Höchstpreis für Aktien
EBAY
-
AABA
-
AMZN
-
V
-
META
-

NEW YORK/PEKING (dpa-AFX) - Der Countdown läuft: Beim mit Spannung erwarteten Börsengang will der chinesische Onlineriese Alibaba seine Aktien in New York zum Höchstpreis anbieten. Die Anteilsscheine sollen für 68 Dollar am Freitagnachmittag europäischer Zeit unter dem Kürzel BABA in den Handel gehen. Es könnte der größte Börsengänge aller Zeiten werden. Firmengründer Jack Ma hatte zuletzt auch kräftig die Werbetrommel gerührt und wird zum Start an der Wall Street erwartet.

Alibaba peilt mit dem Gang aufs Börsenparkett einen Emissionserlös von mindestens 21,8 Milliarden Dollar an. Das Volumen könnte sogar 25 Milliarden Dollar (19,3 Mrd Euro) erreichen, wenn das Interesse so gewaltig ist, dass die bei der Platzierung beteiligten Investmentbanken auch zugreifen und ihre Zeichnungsrechte ausüben. Da zunächst nur ein Teil des Unternehmens an der Börse gelistet wird, ist Alibaba auf dieser Grundlage insgesamt bis zu 168 Milliarden Dollar wert.

GRÖSSTER BÖRSENGANG

Noch nie hat ein Unternehmen bei seinem Aktiendebüt mehr Geld bei Investoren einsammeln können. Die bislang größten Börsengänge in den USA gelangen der Kreditkartenfirma Visa F:V (FSE:3V64) 2008, dem Autobauer General Motors bei seinem Neustart 2010 und Facebook F:FB (ETR:FB) im Jahr 2012. Weltweit liegt die Agricultural Bank of China bislang an der Spitze.

Alibaba ist beim tatsächlichen Handelsvolumen nach eigenen Angaben größer als Amazon (FSE:AMZ) F:AMZN oder Ebay (FSE:EBA) F:EBAY. Zu den großen Handelsplätzen des Konzerns gehören die Plattformen Taobao, Tmall und Juhuasuan. 231 Millionen Käufer und acht Millionen Verkäufer wickelten hier im vergangenen Jahr Geschäfte über 248 Milliarden Dollar ab.

Alibaba wird an der Wall Street trotz seiner Größe ein Exot sein. Außerhalb Chinas war der Konzern bislang vergleichsweise unbekannt. Die Konzernstruktur mit etlichen Beteiligungsverzweigungen und verstrickten Eigentumsverhältnissen ist für Außenstehende nur schwer zu durchblicken. Außerdem kritisieren Analysten die Machtballung im engen Führungszirkel um Gründer Jack Ma.

SONDERSENDUNGEN IM FERNSEHEN UND SONDERAUSGABEN

Trotzdem war die Nachfrage der Investoren nach den Aktien bereits im Vorfeld des Börsengangs so riesig, dass der Konzern das obere Ende der Preisspanne für seine Anteilsscheine am Dienstag von 66 auf 68 Dollar erhöht hatte. Auf einen Milliardenregen dürfen sich nun die größten Alibaba-Anteilseigner freuen. Die japanische Softbank hält 34,1 Prozent und das US-Internet-Urgestein Yahoo (FSE:YHO) F:YHOO 22,4 Prozent.

Mit Sondersendungen im Fernsehen und Sonderausgaben von Zeitungen wurden Millionen Chinesen auf den Börsengang eingestimmt. Stunden vor dem erwarteten Aktiendebüt in New York verfolgten knapp 23 Millionen Nutzer Diskussionen um Chancen und Risiken von Alibaba auf Chinas größtem Mikroblog Sina Weibo. Gleichzeitig gab es jedoch auch Kritik. Wegen der strengen Kapitalverkehrskontrollen ist es den meisten Chinesen nicht möglich, Aktien im Ausland zu kaufen. Ein Nutzer kritisierte online: "Das ist doch paradox: Eine chinesische Firma geht an die Börse, und Chinesen können nicht mitbieten."

Auch Alibaba versuchte, seine Angestellten auf das Megaereignis einzustimmen. Im Internet verbreiteten Mitarbeiter der Firma Fotos von T-Shirts, die das Unternehmen an sie verteilt hatte. Auf der Vorderseite der T-Shirts steht "Man muss Träume haben." Auf der Rückseite prangert der Schriftzug: "Was ist wenn sie wahr werden?"/hbr/seu/DP/stk

Aktuelle Kommentare

Bitte warten, der nächste Artikel wird geladen ...
Installieren Sie unsere App
Risikohinweis: Beim Handel mit Finanzinstrumenten und/oder Kryptowährungen bestehen erhebliche Risiken, die zum vollständigen oder teilweisen Verlust Ihres investierten Kapitals führen können. Die Kurse von Kryptowährungen unterliegen extremen Schwankungen und können durch externe Einflüsse wie finanzielle, regulatorische oder politische Ereignisse beeinflusst werden. Durch den Einsatz von Margin-Trading wird das finanzielle Risiko erhöht.
Vor Beginn des Handels mit Finanzinstrumenten und/oder Kryptowährungen ist es wichtig, die damit verbundenen Risiken vollständig zu verstehen. Es wird empfohlen, sich gegebenenfalls von einer unabhängigen und sachkundigen Person oder Institution beraten zu lassen.
Fusion Media weist darauf hin, dass die auf dieser Website bereitgestellten Kurse und Daten möglicherweise nicht in Echtzeit oder vollständig genau sind. Diese Informationen werden nicht unbedingt von Börsen, sondern von Market Makern zur Verfügung gestellt, was bedeutet, dass sie indikativ und nicht für Handelszwecke geeignet sein können. Fusion Media und andere Datenanbieter übernehmen daher keine Verantwortung für Handelsverluste, die durch die Verwendung dieser Daten entstehen können.
Die Nutzung, Speicherung, Vervielfältigung, Anzeige, Änderung, Übertragung oder Verbreitung der auf dieser Website enthaltenen Daten ohne vorherige schriftliche Zustimmung von Fusion Media und/oder des Datenproviders ist untersagt. Alle Rechte am geistigen Eigentum liegen bei den Anbietern und/oder der Börse, die die Daten auf dieser Website bereitstellen.
Fusion Media kann von Werbetreibenden auf der Website aufgrund Ihrer Interaktion mit Anzeigen oder Werbetreibenden vergütet werden.
Im Falle von Auslegungsunterschieden zwischen der englischen und der deutschen Version dieser Vereinbarung ist die englische Version maßgeblich.
© 2007-2024 - Fusion Media Limited. Alle Rechte vorbehalten.