Der Goldpreis unternahm zum Wochenauftakt einen weiteren Versuch die psychologisch wichtige 1.300-Dollar-Hürde zu überspringen - scheiterte aber erneut daran und so schloss das Edelmetall erneut darunter. Auftrieb gab dem gelben Metall eine sich fortsetzende Dollar-Schwäche, die sich aber zum Ende der Sitzung weitgehend auflöste.
Unterstützung erhielt der Goldpreis außerdem vom chinesischen Aktienmarkt, der so stark fiel wie seit knapp zwei Jahren nicht mehr und so flüchteten Investoren in den vermeintlichen sicheren Hafen Gold.
Derweil bereiten sich die Investoren auf das heutige Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem US-Kongress vor. Trump wird dort für seine Steuerreform werden.
Sollte es Trump gelingen, die Abgeordneten für die Steuerreform zu begeistern, dürfte der Goldpreis vor dem Hintergrund seiner starken Gewinne in den letzten Wochen unter Druck geraten, denn diese resultierten hauptsächlich aus der Unsicherheit rund um die Steuerreform.
Sollte sich beim Thema Steuern also endlich was tun, so könnte der Trump-Trade wieder zum Leben erwachen. In der Folge dürften Investoren ihr Geld in risikoreichere Anlagen umschichten. In der Konsequenz dürften wir einen Pullback bei Gold sehen und eine Rückabwicklung der jüngsten Erholungsgewinne.
Für Bewegung könnte heute außerdem Jerome Powells Anhörung vor dem US-Bankenausschuss sorgen. Der frühere Investmentbanker tritt ab Februar 2018 die Nachfolge von Janet Yellen an der Spitze der amerikanischen Notenbank Fed an. Powell gilt wie Yellen als Befürworter einer moderaten Geldpolitik mit behutsamen Zinserhöhungen.