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DAX: Die Börsenmusik spielt auch diese Woche in den USA

Von Admiral Markets (Jens Chrzanowski)Marktüberblick28.08.2017 08:05
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DAX: Die Börsenmusik spielt auch diese Woche in den USA
Von Admiral Markets (Jens Chrzanowski)   |  28.08.2017 08:05
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Der Dax ging am Montagmorgen der vergangenen Handelswoche bei 12.160 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete damit 1 Punkt unter dem Wochenschluss der Vorwoche, aber 110 Punkte über der Eröffnung am Montag der Vorwoche. Bereits vorbörslich gab der Index zunächst bis knapp an die 12.100 Punkte nach und rutschte im weiteren Handelsverlauf bis in den Bereich der 12.019 Punkte ab. Hier gelang die Stabilisierung und die folgende deutliche Erholung. Bis zum Mittwoch konnte der Dax sich wieder über die 12.200 Punkte schieben und bei 12.266 Punkte zunächst ein Hoch formatieren, das am Donnerstagmorgen dann noch einmal knapp überschritten wurde. Dieses Level wurde im Nachgang wieder ab verkauft und der Dax setzte bis in den Bereich der 12.151 Punkte zurück, von wo es wieder in Richtung der 12.200 Punkte ging. Der Freitag war zunächst von Zögerlichkeit geprägt. Der Dax setzte zwar kurz nach Aufnahme des offiziellen Handels bis an die 12.130 Punkte zurück, konnte sich dann aber dynamisch erholen. Er schob sich über die 12.200 Punkte und setzte sich dort fest. Im Rahmen der Ansprache der Fed Chefin Yellen am späten Nachmittag kam es dann zu leichteren Abgaben. Der Dax setzte unter die 12.200 Punkte zurück, konnte sich aber bereits bei 12.180/70 Punkten stabilisieren. Nachbörslich kam es dann, vor der Ansprache des EZB Präsidenten in Jackson Hole, zu einer kleineren Aufwärtsbewegung über die 12.200 Punkte, die aber im Nachgang wieder ab verkauft wurde.

Das Wochenhoch liegt erneut unter dem der Vorwoche. Der Dax hat damit, mit einer kleinen Ausnahme, seit sieben Wochen immer tiefere Wochenhochs formatiert. Das Wochentief lag unter dem der Vorwoche, aber über der 12.000 Punkte-Marke. Damit hat der Dax, mit Ausnahme der KW 32/2017, seit der KW 11/2017 immer Wochentiefs über der 12.000 Punkte-Marke abbilden können. Der Wochenschluss lag knapp über dem der Vorwoche. Der Dax ist damit nicht wesentlich weitergekommen. Er hat sich damit, im Vergleich zur ersten vorbörslichen Notierung am Montagmorgen, nicht bewegt. Die Range ist mit 250 Punkten vergleichbar der Vorwoche. Sie lag erneut unter dem Jahresdurchschnitt. Es ist zu konstatieren, dass die Range in diesem Jahr bisher deutlich unter der des Vorjahres liegt. 2016 hatten wir im Jahresdurchschnitt eine Range von 446 Punkten, 2017 liegt diese bei 282 Punkten. Der Dax hat 2017 in gut der Hälfte der Handelswochen (16 Wochen) ein negatives Wochenergebnis abgebildet. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bilanz stichtagsbezogen vergleichbar. Der Dax 2016 in 17 Wochen ein negatives Ergebnis realisiert.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der Dax mit dem Überschreiten der 12.252/55 Punkte weiter bis in den Bereich der 12.267/70 Punkte laufen könnte. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Setup hat damit perfekt gepasst. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 12.028/25 Punkte nicht ganz an unseren nächsten Anlaufbereich bei 12.015/12 Punkten. Hier hat das Setup nicht perfekt gegriffen.

KW 34/ 2017 33/ 2017 32/ 2017 31/ 2017 30/ 2017
Wochenhoch 12.269 12.301 12.330 12.322 12.343
Wochentief 12.019 12.050 11.918 12.086 12.095
Wochenschluss 12.172 12.161 11.995 12.290 12.174
Wochenergebnis 11 166 -295 116 -80
Wochen-Range 250 251 412 236 248

Wie könnte es weitergehen?

DAX-WS: 12.165/72/86....12.221/52/71/90....12.304/73/92....12.406/93.....12.510/60....12.617
DAX-US: 12.131/23/07.....12.091/84/72/65/52/28......11.987/61/40.21.....11.891/50....11.686....11.534

Chart DAX
Chart DAX

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden.

Das große Bild im DAX:

Der Dax ist in den vergangenen fünf Handelstagen zwar wieder etwas nach Norden gelaufen, das Chartbild bleibt aber eingetrübt. Der Dax konnte sich am Donnerstag und am Freitag über der 20 Tage Linie im Daily positionieren, die Tageskerze am Freitag ist mit dem oberen Docht direkt an die Oberkante des (Chartmusters) AWK gelaufen. Damit hat der Dax jetzt bereits mehrmals in den letzten Handelstagen Kontakt mit dieser Linie, hat es aber nicht geschafft, sich nachhaltig darüber zu schieben. Die 20 Tage Linie ist auch nicht mehr abwärts gerichtet, sondern verläuft waagerecht. Um das Potential auf der Oberseite zu realisieren, muss der Dax, per Tagesschluss, über die 12.220/30 Punkte. Schafft er dies, so könnte er zunächst bis in den Bereich der 12.290/310 Punkte laufen. Auch hier besteht das Risiko, dass sich Rücksetzer einstellen, bzw. die Aufwärtsbewegung beendet ist. Selbst wenn er es schaffen sollte, sich über die 12.310 Punkte zu schieben, hätte er nur gut 100 Punkte Potential auf der Oberseite. Auf der Unterseite hat bisher der Bereich bei 12.095/80 Punkten häufig gut stabilisieren können. Rücksetzer, die bis hierhin laufen, könnten hier beendet sein und der Dax hätte das Potential sich zu erholen. Geht es unter dieses Level könnte es rasch bis in den Bereich der 12.000 Punkte gehen. Sollte der Dax bis hier hin zurücksetzen, beständen hier Chancen der Erholung, da hier die 200 Tage Linie verläuft. Der Rücksetzer am 11.08.2017 setzte exakt hier auf und eine deutlichere Erholung folgte. Geht es unter die 12.000 Punkte, insbesondere auf Tagesschluss-Basis, wären weitere Abgaben denkbar, die bis 11.850 und dann weiter bis 11.650 Punkte gehen könnten. Aktuell ist das Kräfteverhältnis zwischen Bullen und Bären ausgeglichen, allerdings müssen die Bullen in der neuen Handelswoche liefern.

Die Börsenwelt hat in der vergangenen Handelswoche auf das Meeting der Notenbankchefs in Jackson Hole gewartet. Von vielen wurde der Freitag als einer der wichtigsten Handelstage des Jahres tituliert. Alle wurden enttäuscht. Sowohl die Fed-Chefin als auch der EZB Präsident machten Einlassungen zur Regulierungsfragen oder zum Welthandel. Auf den Kern, auf die Geldpolitik, wurde nicht eingegangen. Die Fed hat zwar einen weiteren Zinsschritt in diesem Jahr in Aussicht gestellt, ob der aber Anfang September dann gemacht wird ist alles andere als sicher. Die EZB wird sich zunächst zum Auslaufen des Aufkaufprogramms äußern. Das kann ebenfalls Mitte September der Fall sein; allerdings ist es so, dass die EZB sich bisher sehr bedeckt hält. Die Kernfrage ist im Nachgang dann auch, wann die Notenbanken beginnen werden, die Bilanzsummen zu reduzieren und dem Geldkreislauf die Liquidität entziehen. Die Fed wird langsam beginnen; die EZB wird sich, wie mit allen anderen Maßnahmen, schwertun. Es ist somit nicht zu erwarten, dass sich 2017 noch irgendetwas entscheidendes bei der EZB einstellen wird. Wir hatten in unseren Setups in den vergangenen Wochen immer wieder auf das Thema des Haushalts und der Erhöhung der Schuldenobergrenze hingewiesen. So langsam kommen die Themen in die Optik der Anleger. Der US Präsident hat das Benchmark zur Erhöhung der Schuldenobergrenze bereits genannt: Mittelbereitstellung für den Bau der Mauer. Ab 05.09.2017 ist der Urlaub der US-Parlamentarier beendet. Spätestens dann könnten diese Themen, wie seinerzeit die Abschaffung von Obamacare, tägliche Aufmerksamkeit bekommen. Das Problem ist nicht so sehr, dass die Diskussion zur Erhöhung der Schuldenobergrenze einen Government Shutdown zur Folge hätte. Diese Situation gab es in der Vergangenheit schon öfters und könnte beherrschbar sein. Das Problem ist vielmehr, dass die USA ihr Rating aufs Spiel setzen könnten. Verlieren die USA ihr Rating, oder werden die Schulden nicht mehr bedient, so könnte dies den nächsten Finanz-Tusnami auslösen…

Am Freitag werden dann noch die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, als einer der wichtigsten Börsentermine dieser Woche. Die Börsenmusik als Richtungsvorgabe für den Dax kommt wie so oft in den letzten Monaten auch in der neuen Woche aus den USA.

Die Einschätzung für die neue DAX-Handelswoche:

Long Setup: Die Bullen könnten zunächst versuchen, den Dax über die 12.170 Punkte-Marke zu schieben und dort zu etablieren. Sollte dies gelingen, so könnte der Dax dann die 12.182/84 und die 12.192/96 Punkte anlaufen. Vorstellbar ist, dass der Dax bei 12.180/95 Punkten erneut Probleme haben könnte weiter zu steigen. Rücksetzer könnten sich einstellen. Schafft er es, sich über die 12.195 Punkte zu schieben, so wären die 12.220/22 und die 12.232/35 Punkte die nächsten Anlaufziele. Insbesondere im Bereich der 12.232/35 Punkte könnten sich Rücksetzer einstellen. Läuft sich der Dax an diesem Level müde, so könnte die Aufwärtsbewegung auch beendet sein und es könnten sich Rücksetzer einstellen. Gelingt es dem Dax, sich beispielsweise mit einem GAP up über die 12.232/35 zu schieben, so könnte er dann die 12.252/55, die 12.267/70 und dann die 12.285/88 Punkte erreichen. Bei einer ausgeprägten Dynamik wäre auch das Erreichen der 12.300/04 und der 12.312/15 Punkte denkbar. Wir gehen nicht davon aus, dass es der Dax in den neuen fünf Handelstagen schafft, sich nachhaltig über die 12.315 Punkte zu schieben, bzw. sich über diesem Level zu etablieren.

Short Setup: Gelingt es dem Dax nicht, sich über der 12.170 Punkte-Marke festzusetzen, so wären zunächst die 12.153/50 und dann die 21.125/22, die 12.009/05, die 12.096/92 bzw. die 12.086/82 Punkte die ersten Anlaufbereiche auf der Unterseite. Im Bereich der 12.095/80 Punkte hat der Dax gute Chancen auf Stabilisierung und Erholung. Gelingen diese aber nicht, so wäre mit weiteren Abgaben zu rechnen, die bis 12.062/58, 12.048/45, 12.028/25 und bis 12.015/12 Punkte gehen könnten. Rutscht der Dax unter die 12.012 Punkte, so wären die 12.000/11.995 Punkte das nächste Anlaufziel. Gelingt hier keine Erholung und rutscht der Dax auf Stundenschlussbasis unter die 12.000/11.995 Punkte, so wären die 11.975/72, die 11.955/52 und die 11.945/42 Punkte die nächsten Anlaufbereiche. Bei dynamischen Abgaben könnte der Dax auch die 11.920/15, die 11.898/95 und die 11.880/75 Punkte erreichen. Ein Tagesschluss unter der 12.000 Punkte-Marke wäre bärisch zu interpretieren und würde auf weitere Abgaben hindeuten, die übergeordnet die 11.850/40 und dann auch die 11.775/65 Punkte erreichen können.

Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 35/2017: seitwärts

RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert EURUSD, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex & CFD Broker, sollten Sie den Basiswert als Forex oder CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Verluste können Ihrer gesamten Einlage entsprechen! Dieser Artikel erfüllt nicht alle gesetzlichen Anforderungen an eine Analyse und soll deshalb als Marketing-Information verstanden werden. Die Autoren können ganz oder teilweise in den besprochenen Werten investiert sein. Lesen Sie den kompletten Warnhinweis auf der im Profil hinterlassenen Webseite.

Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4

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