ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Deutliche Verluste - Iran-Unsicherheit hält an
Tesla (NASDAQ:TSLA) ist der führende Hersteller von Elektrofahrzeugen in den USA und weltweit hinter BYD die Nummer zwei. Trotz dieser starken Stellung im EV-Markt rangiert Tesla insgesamt nur auf Platz 14 der größten Automobilhersteller. Dennoch liegt die Marktkapitalisierung fast beim Vierfachen von Toyota (NYSE:TM), dem zweitgrößten Unternehmen dieser Branche.
Wie lässt sich das erklären? Für viele Investoren liegt der eigentliche Reiz nicht in den Elektrofahrzeugen, sondern in Teslas Robotik-Plänen. Elon Musk bekräftigte am Montag erneut, dass die Optimus-Roboter künftig rund 80 % des Unternehmenswertes ausmachen könnten. Schon im November 2024 sagte er:
"Optimus wird mehr wert sein als alles andere bei Tesla zusammen."
Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, würde Tesla seinen Schwerpunkt wohl deutlich vom Autogeschäft weg verlagern. Bislang stammen noch rund drei Viertel der Umsätze aus dem Fahrzeugsegment. Die nachstehende Grafik zeigt, dass die Erlöse seit 2023 kaum gewachsen sind. Angesichts der hohen Bewertung setzen Anleger also stark darauf, dass Tesla den Markt für Haushalts- und Industrieroboter dominieren wird.
Sie gehen offenbar auch davon aus, dass Roboter schon bald zum Standard in Unternehmen und Privathaushalten gehören. Dazu passt ein Zitat von Yahoo Finance:
"Auf der Veranstaltung ’X Takeover’ der Tesla-Besitzer im Silicon Valley im Jahr 2024 sagte Musk: ’Ich denke, dass das wahrscheinlich passt, wenn wir beim autonomen Transport und bei Optimus eine gute Umsetzung erreichen’."
Damit reagierte er auf Spekulationen, wonach Tesla eines Tages eine Marktkapitalisierung von 25 Billionen USD erreichen könnte.

JOLTS-Bericht zeigt Schwäche am Arbeitsmarkt
Wie andere Beschäftigungsindikatoren macht auch der jüngste JOLTS-Bericht die Schwächen am Arbeitsmarkt deutlich. Die Zahl der offenen Stellen fiel von 7,36 auf 7,18 Millionen, zudem wurde der Wert des Vormonats um 100.000 nach unten korrigiert. Parallel dazu stieg – wie schon die Daten vom Freitag zeigten – die Zahl der Entlassungen von 1,64 auf 1,81 Millionen.
Auch hier gab es eine Revision: Die Entlassungen im Vormonat wurden nachträglich um 400.000 nach oben angepasst. Die zweite Grafik macht den anhaltenden Aufwärtstrend bei den Entlassungen sichtbar. Auffällig ist außerdem, dass das aktuelle Niveau inzwischen mit den Werten vor der Pandemie vergleichbar ist.
Für den Markt bestärkt diese Datenlage die Erwartung, dass die Fed die Zinsen auf der FOMC-Sitzung am 17. September senken wird. Nach Veröffentlichung der JOLTS-Zahlen liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung nun bei 92 %.



