Die Europäische Zentralbank hat heute die ersten Schritte zur Straffung der Geldpolitik unternommen, bevor sie ankündigte, die wichtigsten Leitzinsen im Juli um 0,25 % zu erhöhen und die verbleibenden Programme zum Ankauf von Vermögenswerten einzustellen. Die Europäische Zentralbank gab ein deutliches Signal, dass in Zukunft weitere Zinserhöhungen folgen werden - in ihren Worten "ein schrittweiser und nachhaltiger Pfad der Zinserhöhung". Sie wiesen auch auf die Möglichkeit einer größeren Zinserhöhung im September hin, womit diese Sitzung die bisher bei weitem restriktivste war.
Die Inflation ist ein großes Problem in der Eurozone - sie ist im Jahr bis Mai 2022 um 8,1 % gestiegen. Die EZB hat das Mandat, die Inflationsrate wieder auf 2 % zu senken, so dass eine Straffung der Politik seit langem erwartet wurde, wobei Zeitpunkt, Ausmaß und Tempo unklar sind. Die heutige Sitzung trägt dazu bei, diesem Prozess einen Rahmen zu geben.