Das britische Pfund, das in den vergangenen Tagen noch deutlich unter Druck stand, erholte sich am Montag gegenüber dem US-Dollar auf 1,2850. Ein schwacher Greenback trotz eines dünnen Volumens konnte dem Sterling Auftrieb verleihen.
Es wurden keine wichtigen Konjunkturdaten aus Großbritannien veröffentlicht, während die britische Premierministerin Theresa May jeglichen Spekulationen über eine Verschiebung der Brexit-Verhandlungen eine Absage erteilt hat. Sie bestätigte den Start der Gespräche am 19. Juni. Zugleich appellierte sie an die britischen Bürger, ihr bei der Neuwahl am 8. Juni ein starkes Verhandlungsmandat zu geben. Dieses Statement erfolgte nach einer Umfrage des Independent, wonach viele Wähler vor den Unterhauswahlen mehr über die Brexit-Pläne erfahren möchten.
Die weitere Tendenz des britischen Pfunds dürfte in den nächsten Tagen wohl wesentlich von den Umfrageergebnissen zu den Neuwahlen bestimmt werden, während danach die Brexit-Verhandlungen wieder in den Vordergrund rücken.
Die deutlichen Kursverluste der vergangenen Tage haben das technische Bild des Cable deutlich eingetrübt. Das Risiko auf weitere Verluste hat aufgrund des Bruchs der Marke von 1,2900 zugenommen. Zudem hat das Währungspaar auf Tagesschlussbasis den Aufwärtstrend gebrochen.
Auf der Unterseite definiert die horizontale Unterstützungszone um 1,2763/1,2704 das nächste Sicherheitsnetz. Fällt dieser Bereich, eröffnet sich dem GBP/USD ein weiterführendes Abwärtspotential in Richtung des Schnittpunktes (akt. bei 1,2595), an dem sich 90- und 200-Tage-Linie kreuzen. Die charttechnische Lage hellt sich dagegen auf, wenn das Paar zunächst die Hürden von 1,2850, der Rückseite des gebrochenen Aufwärtstrends, sowie das Hoch vom 26. Mai bei 1,2946 zurückerobert.
Autor: Malte Kaub
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