Der Ölpreis WTI hat der ersten Nagelprobe der 200-Tage-Linie standgehalten. Damit gewinnen die Hoffnungen der Bullen auf ein Ende der Korrekturbewegung von den Jahreshochs an Konturen.
Positiv gestimmt sind auch die technischen Indikatoren. So steht der MACD kurz vor einem Ausstiegssignal auf der Shortseite, während der RSI an einer Bodenbildung arbeitet.
Voraussetzung für eine sich fortsetzende Erholungsbewegung ist jetzt eine nachhaltige Stabilisierung über der Abwärtstrendlinie bei 66,99 Dollar. Ein erstes Anlaufziel definiert dann die 200-Perioden-Linie im 4-Stundenchart bei 68,55 Dollar, ehe sogar die psychologisch wichtige Marke von 70 Dollar wieder in den Fokus rückt.
Und die laufende Stabilisierung nicht leichtfertig aus der Hand zu geben, sollte die US-Sorte West Texas Intermediate nicht mehr unter die Glättung der letzten 200 Tage bei 64,75 Dollar zurückfallen. Ansonsten müssten sich Anleger auf eine Fortsetzung der Korrektur in Richtung 62,00 Dollar und dann 60 Dollar einstellen.
Abgesehen von den technischen Faktoren, die auf eine sich fortsetzende Erholung schließen lassen - zumindest temporär - sollten Anleger aber auch die fundamentalen Faktoren nicht aus dem Auge verlieren. Schließlich plane die Opec und die Nicht-Opec-Staaten die Aufhebung der Produktionskürzung, während die in Paris ansässige IEA eine schwächere globale Ölnachfrage per 2018 und 2019 vorhersagt, schreibt Robert Zach vom Finanzportal Investing.com.