Santa-Claus-Rally: Drei günstige Aktien für einen starken Start ins Jahr 2026

Veröffentlicht am 17.11.2025, 06:16

Der Technologiesektor zählt 2025 bislang zu den stärksten Bereichen am Markt. Seit Jahresbeginn (YTD) liegt das Plus bei nahezu 28% und damit deutlich über den gut 17% des S&P 500. Die hohe Dynamik – insbesondere getragen von einigen großen Namen – hat zunehmend Spekulationen über eine mögliche KI-Blase ausgelöst, die auch andere Marktsegmente stützen könnte, die ohne diesen Rückenwind schwächer dastünden.

Unabhängig davon konnten Anleger mit hoher Renditeerwartung in diesem Jahr vor allem mit Technologiewerten punkten. Zugleich gelang es vielen technologieorientierten ETFs, dank ihrer Strategien und Portfolios mit dem Gesamtsektor mitzuhalten oder ihn sogar zu übertreffen. Auch wenn frühere Ergebnisse keine Garantie für die Zukunft bieten, könnte die positive Entwicklung anhalten, solange KI und verwandte Branchen florieren.

Pfizer Inc. (PFE)

In den vergangenen fünf Jahren haben nur wenige große Unternehmen einen so deutlichen Wertverlust erlitten wie der Pharmakonzern Pfizer, dessen Aktie seit dem Rekordhoch von 49,87 US-Dollar Mitte Dezember 2021 um 53% gefallen ist. Das Unternehmen gehörte zu den Profiteuren der Pandemie, nachdem es neuartige mRNA-Injektionen eingeführt hatte, die sich später als „hoch umstritten“ erwiesen.

In der Folge geriet die Pfizer-Aktie unter Druck, weil befürchtet wurde, das Unternehmen könnte mit negativen Konsequenzen konfrontiert werden. Mit der zweiten Amtszeit von Präsident Trump sei dieser „Lärm jedoch nicht nur in den Hintergrund gerückt – er ist vollständig verschwunden“.

Aufmerksame Beobachter hätten dieses mögliche Szenario zwischen dem pro-israelisch ausgerichteten Präsidenten Trump und seinem designierten Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. bereits erwartet, heißt es weiter. Anleger könnten den Nebengeräuschen daher weniger Beachtung schenken und sich wieder stärker auf die Fundamentaldaten des Konzerns konzentrieren.

Nach einem Treffen mit Präsident Trump Ende September kündigte Pfizer-CEO Albert Bourla eine „beispiellose“ Investitionsausweitung von 70 Milliarden US-Dollar für Forschung und Entwicklung neuer Medikamente an. Zusätzlich erhielt das Unternehmen eine dreijährige Fristverlängerung bei Zöllen. Am vergangenen Donnerstag erklärte Trump zudem, dass sowohl Eli Lilly als auch Novo Nordisk die Preise ihrer jeweiligen Adipositas-Medikamente senken werden, sodass Medicare und Medicaid die Kosten übernehmen können.

Zwar verfügt Pfizer bislang über kein fertiges Mittel zur Gewichtsreduktion, das in diesem profitablen Wachstumsmarkt eingesetzt werden kann, bewegt sich nun aber in diese Richtung. So kündigte der Adipositas-Spezialist Metsera am Freitag an, von Pfizer für 10 Milliarden US-Dollar – bei 86,25 US-Dollar pro MTSR-Aktie – übernommen zu werden.

Damit steht Pfizer vor einer möglichen strategischen Erholung. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das nahezu dreimal niedriger ist als das von Eli Lilly, sowie einer vergleichsweise hohen Dividendenrendite von 7,05% erscheint ein Engagement in PFE attraktiv. Laut dem Konsens des Wall Street Journal liegt der aktuelle Kurs von 25,51 US-Dollar nahe der unteren Erwartung von 24 US-Dollar, während das durchschnittliche Kursziel bei 28,61 US-Dollar je Aktie steht.

Newmont Corp. (NEM)

Bereits Anfang Juli hatten wir den Goldproduzenten aus Colorado positiv bewertet, als die Aktie bei 58,53 US-Dollar notierte. Nach einer Seitwärtsphase im vergangenen Monat liegt NEM nun deutlich darüber – bei 88,52 US-Dollar. Dennoch deutet der Wall-Street-Konsens darauf hin, dass dieser Stand knapp unter dem unteren Kursziel von 89,95 US-Dollar liegt, während das durchschnittliche Kursziel bei 104,69 US-Dollar je Aktie steht.

Die Kurskorrektur Ende Oktober ging auf die Volatilität des Edelmetalls zurück, wie wir kurz vor der Q3-Telefonkonferenz von Newmont berichtet hatten. Zugleich hoben wir damals hervor, dass Anleger NEM bei Rücksetzern im Blick behalten sollten.

Mit einem vergleichsweise niedrigen KGV von 13,74 und dem anhaltenden Drang von Staaten, Schulden durch Fiatgeld zu finanzieren, dürfte die Nachfrage nach Gold langfristig hoch bleiben.

Utz Brands Inc. (UTZ)

Seit 1921 im Snackgeschäft, weist Utz Brands ein außergewöhnlich hohes KGV von 161 auf. Im jüngsten Q3-Bericht zum 28. September meldete das Unternehmen ein organisches Umsatzplus von 3,4% auf 377,8 Millionen US-Dollar.

Zwar verzeichnete Utz Brands im Quartal einen Nettoverlust von 20,2 Millionen US-Dollar, zugleich stiegen die liquiden Mittel im Vergleich zum Vorjahr jedoch um 1,6 Millionen US-Dollar. Dies ist Teil eines Entschuldungsprozesses nach Jahren hoher Investitionen, während das Unternehmen seine Präsenz im kalifornischen Markt – dem größten für salzige Snacks in den USA – ausbauen will.

Dazu übernahm Utz Brands die Direct-Store-Delivery-Sparte (DSD) von Insignia International, um die Distribution zu stärken. Durch Produktivitätssteigerungen verbesserte sich die bereinigte Bruttomarge deutlich von 39% auf 41,1% im Jahresvergleich.

Angesichts dieser starken Wachstumsposition überrascht das hohe KGV kaum. Wichtiger ist, dass – ähnlich wie bei den beiden anderen Aktien – ein Engagement in UTZ derzeit attraktiv erscheint. Laut dem Konsens des Wall Street Journal liegt die untere Kurszielschätzung von 11,50 US-Dollar über dem aktuellen Niveau von 10,32 US-Dollar, während das durchschnittliche UTZ-Kursziel bei 15,75 US-Dollar je Aktie steht.

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