Eilmeldung
Investing Pro 0
Werbefreie Version. Jetzt upgraden für ein Surferlebnis auf Investing.com ganz ohne Werbung. Sparen Sie bis zu 40% Jetzt upgraden

Währungskrise in der Türkei stabilisiert US-Anleihen

Von Investing.com (Darrell Delamaide/Investing.com)Anleihen24.03.2021 06:22
de.investing.com/analysis/wahrungskrise-in-der-turkei-stabilisiert-usanleihen-200451287
Währungskrise in der Türkei stabilisiert US-Anleihen
Von Investing.com (Darrell Delamaide/Investing.com)   |  24.03.2021 06:22
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Artikel wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
 
 
USD/TRY
+0,07%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
DX
-0,02%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
DE10Y...
+3,36%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
US7YT=X
+2,65%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
US10Y...
+2,12%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
US30Y...
+1,32%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan half der Federal Reserve unfreiwillig aus der Patsche, indem er seinen eigenen Zentralbankchef herauswarf, was den Kurs der Landeswährung abschmieren ließ.

Die türkische Lira stürzte an den Devisenmärkten ab, Investoren flüchteten in US-Staatsanleihen, was die Kurse in die Höhe trieb und die Renditen nach unten drückte.

Die Rendite der amerikanischen 10-Jahresanleihe war Ende letzter Woche über 1,7% gestiegen, nachdem der Fed-Vorsitzende Jerome Powell die neue Toleranz der Zentralbank im Hinblick auf die Inflation bekräftigt und die Zentralbank angekündigt hatte, eine temporäre Ausnahmegenehmigung von den Kapitalanforderungen, dank der die Banken risikolose Vermögenswerte wie Staatsanleihen bei der Berechnung einer wichtigen Kapitalquote nicht berücksichtigen müssen, auslaufen zu lassen. Somit müssen US-Banken ab dem 31. März wieder mehr Eigenkapital aufwenden, wenn sie Staatsanleihen halten.

Am Montag fiel die Zehnjahresrendite eine Weile lang unter 1,69%, bevor sie sich wieder auf den Weg in Richtung 1,7% machte (Renditen bewegen sich umgekehrt zu den Kursen), da die Anleger entschieden, dass der US-Dollar eine sicherere Wette ist als die türkische Lira. Erdogan ist kein Ökonom sondern ein autokratischer Herrscher, der tut, was er will, und er war nicht erbaut über die Hochzinspolitik seines gestürzten Zentralbankchefs Naci Agbal.

Der unglückliche Agbal, ein ehemaliger Finanzminister, hielt es für notwendig, die Zinssätze weiter zu erhöhen, damit die Leute die Lira nicht wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Es scheint so, als hätte er recht gehabt.

Die Rendite der US-Staatsanleihe mit einer Laufzeit von 30 Jahren, die letzte Woche die Marke von 2,5% überschritten hatte, fiel ebenfalls wieder unter 2,4%.

In der laufenden Woche werden sich noch zahlreiche Mitglieder des Offenmarktausschusses der Fed (Federal Open Market Committee, FOMC) über die Geldpolitik äußern. Wenn sie sich an die Linie der Fed halten, eine höhere Inflation zu tolerieren, um die Beschäftigung anzukurbeln, werden sie damit wahrscheinlich unter den Investoren kein Vertrauen in Anleihen schaffen. Man ist also gut beraten, die türkische Lira im Auge zu behalten.

Analysten gehen generell davon aus, dass die Renditen für Staatsanleihen weiter steigen werden und halten einen Ausbruch der Rendite der 10-Jahresanleihe über 2% für eine reale Möglichkeit.

Das US-Finanzministerium wird seine hohe Kreditaufnahme in dieser Woche fortsetzen, wobei die Auktion von 62 Mrd. USD an siebenjährigen Schuldverschreibungen am Donnerstag nach der unglücklichen Auktion am 25. Februar besonders interessant ist, deren schwacher Nachfrage nach Siebenjahresanleihen Panikverkäufe ausgelöst hatte.

Die Europäische Zentralbank hat in der vergangenen Woche ihr Versprechen gehalten und ihre Anleihekäufe um etwa 50% erhöht, womit sie im Rahmen ihres Notkaufprogramms Staats- und Unternehmensanleihen im Wert von rund 21 Mrd. EUR erworben hat.

Zwar brauchen die Anleger nicht noch mehr Gründe, um in sichere Staatsanleihen zu flüchten, doch das Debakel um das Impfprogramm der Europäischen Union und die erneuten Lockdown-Maßnahmen trüben die Aussichten für eine wirtschaftliche Erholung in der EU.

Auch Der Türkei-Schock erschütterte die europäischen Märkte. Die Rendite der deutschen Bundesanleihe mit 10-jähriger Laufzeit fiel um etwa 3 Basispunkte auf minus 0,322, erholte sich dann aber wieder auf über minus 0,310. In Italien ging die Rendite für 10-jährige Schuldtitel um etwa 1 Basispunkt zurück.

Die Nachfrage nach Staatsanleihen ist so hoch, dass sogar Griechenland in der vergangenen Woche 30-jährige Anleihen im Wert von 2,5 Mrd. EUR mit einem Zinssatz von unter 2% verkaufen konnte. Die Emission brachte Gebote in Höhe von mehr als 26 Mrd. Euro und folgte damit dem Muster massiver Überzeichnungen von Anleihen aus der Eurozone.

Größere Länder wie Spanien und Italien, deren Anleiherenditen immer noch positiv sind, ziehen erste Angebote für Neuemissionen in Höhe von mehr als 100 Mrd. Euro ein, da die EZB die Nachfrage anheizt. 

Währungskrise in der Türkei stabilisiert US-Anleihen
 

Verwandte Beiträge

Sven Weisenhaus
Crash am Anleihemarkt Von Sven Weisenhaus - 16.06.2022 1

Der Anleihemarkt kennt aktuell kein Halten. Mögliche Unterstützungen werden nahezu ohne Gegenwehr der Bullen durchbrochen. Als mögliche Haltemarken hatte ich für den Bund-Future in...

Währungskrise in der Türkei stabilisiert US-Anleihen

Kommentieren

Richtlinien zur Kommentarfunktion

Wir möchten Sie gerne dazu anregen, Kommentare zu schreiben, um sich mit anderen Nutzern auszutauschen. Teilen Sie Ihre Gedanken mit und/oder stellen Sie anderen Nutzern und den Kolumnisten Fragen. Um jedoch das Niveau zu erhalten, welches wir wertschätzen und erwarten, beachten Sie bitte die folgenden Kriterien:

  • Bereichern Sie die Unterhaltung
  • Bleiben Sie beim Thema. Veröffentlichen Sie nur Texte, die zu den genannten Inhalten passen. 
  • Respektieren Sie einander. Auch negative Meinungen und Kritik kann positiv und diplomatisch ausgedrückt werden. 
  • Benutzen Sie die anerkannten Ausdrucks- und Rechtschreibregeln. 
  • Beachten Sie: Spam, Werbenachrichten und Links werden gelöscht. 
  • Vermeiden Sie Profanität, Beleidigungen und persönliche Angriffe auf Kolumnisten oder andere Nutzer. 
  • Bitte kommentieren Sie nur auf Deutsch.

Diejenigen, die die oben genannten Regeln missachten, werden von der Webseite entfernt und können sich in der Zukunft je nach Ermessen von Investing.com nicht mehr anmelden.

Was denken Sie?
 
Sind Sie sicher, dass Sie diesen Chart löschen möchten?
 
Senden
Posten auf
 
Angehängten Chart durch einen neuen Chart ersetzen?
1000
Sie sind gegenwärtig aufgrund von negativen Nutzerbeurteilungen von der Abgabe von Kommentaren ausgeschlossen. Ihr Status wird von unseren Moderatoren überprüft.
Warten Sie bitte eine Minute bis zur erneuten Abgabe Ihres Kommentars.
Danke für Ihren Kommentar. Bitte beachten Sie, dass alle Kommentare erst nach vorheriger Überprüfung durch unsere Moderatoren veröffentlicht werden und deshalb nicht sofort auf unserer Webseite erscheinen können.
Kommentare (1)
Uwe Hamann
Uwe Hamann 26.03.2021 11:48
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Kommentar wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
Weil die türkische Lira fällt, steigen die US Renditen? Was ist das denn für eine Logik?
 
Sind Sie sicher, dass Sie diesen Chart löschen möchten?
 
Senden
 
Angehängten Chart durch einen neuen Chart ersetzen?
1000
Sie sind gegenwärtig aufgrund von negativen Nutzerbeurteilungen von der Abgabe von Kommentaren ausgeschlossen. Ihr Status wird von unseren Moderatoren überprüft.
Warten Sie bitte eine Minute bis zur erneuten Abgabe Ihres Kommentars.
Chart zum Kommentar hinzufügen
Sperre bestätigen

Sind Sie sicher, dass Sie %USER_NAME% sperren möchten?

Dadurch werden Sie und %USER_NAME% nicht mehr in der Lage sein, Beiträge des jeweils anderen auf Investing.com zu sehen.

%USER_NAME% wurde erfolgreich zu Ihrer Sperrliste hinzugefügt.

Da Sie diese Person entsperrt haben, müssen Sie 48 Stunden warten, bevor Sie sie wieder sperren können.

Diesen Kommentar melden

Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Kommentar

Kommentar markiert

Vielen Dank!

Ihre Meldung wurde zur Überprüfung an unsere Moderatoren geschickt
Mit Google registrieren
oder
Registrierung