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Wirecard und Deutsche Bank – der große Vergleich

Veröffentlicht am 04.07.2018, 08:12
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Wirecard überholt die Deutsche Bank im Marktwert. Aber ist damit die Party vorbei? Egmond hat sich Wirecard (DE:WDIG) vorgenommen für uns, in Sachen Handwerkszeug zum Traden beider Aktien empfehlen wir Ihnen zum einen bei CFDs schon mal ein Konto bei E*Toro zu eröffnen über diesen Link, denn bald können Sie uns dort folgen;-). Anhand der Palette und Konditionen wird man auch sehen, dass das Gesamtpaket beim Broker, den der eine oder andere von den French Open und Eurosport kennt, passt. Bei Turbos passen für Sie bei Deutsche Bank (DE:DBKGn) und Wirecard auf der Long-Seite zum Trading HX2AB1 auf DB und MF57Q2 auf Wirecard. Short gehen Sie mit MF5VSF und VA3LW4. Beide Aktien werden heftig gehandelt und die hohe Vola bringt Freude. Kurzfristig ist nun eine Erholung drin, mittelfristig dürfte die Korrektur längst nicht zuende sein. Besonders bei Wirecard nicht.

Der TecDax-Konzern mit Sitz in Aschheim, Landkreis München ist damit einer der großen Profiteure des Internethandels. Der Boom in dem Bereich geht weiter. Die US-Researchfirma eMarketer prognostiziert, dass sich der weltweite Internethandel zwischen 2017 und 2021 mehr als verdoppeln wird von 2,3 auf 4,9 Billionen Dollar. Dabei soll dessen Anteil an den gesamten Einzelhandelsumsätzen von 10,2 Prozent auf 17,5 Prozent nach oben schießen. Damit bleibt das Umfeld für Wirecard hervorragend.

Der Originaltext erschien bei n-tv.de

Rasantes Wachstum

Die prächtigen Perspektiven des Zahlungsabwicklers spiegelt der Aktienkurs wider. Nach der Rekordfahrt ist der Börsenwert auf 18,5 Milliarden Euro nach oben geschossen und nähert sich damit rasant dem der Deutschen Bank, der zuletzt auf nur mehr 19,9 Milliarden Euro gesunken ist. Warum entwickeln sich die Aktien der beiden Unternehmen in völlig entgegengesetzte Richtungen? Weil auf der einen Seite Wirecard mit starkem Umsatzwachstum und einer hohen Profitabilität glänzt, wohingegen auf der anderen Seite die Deutsche Bank Erlösrückgänge verbucht und rote Zahlen schreibt.

Dazu ein paar Zahlen: Im ersten Quartal ist das über die Wirecard-Plattform abgewickelte Transaktionsvolumen um mehr als 50 Prozent auf 26,7 Milliarden Euro nach oben geschossen. Weil dabei jeweils rund 1,5 Prozent bei der Firma als Erlös hängenbleiben, ist der Umsatz im ersten Quartal um 52,9 Prozent auf 420,4 Mio. Euro gestiegen. „Die Digitalisierung steht in vielen Branchen erst ganz am Anfang und nimmt weltweit an Geschwindigkeit zu“, sagte Vorstandschef Markus Braun. „Neben einem starken organischen Wachstum trugen zu dem Erlössprung auch Zukäufe bei“, sagt Mati Greenspan, Senior Market Analyst bei der Social-Trading-Plattform eToro. So hatte Wirecard im März 2017 von der Citigroup (NYSE:C) das Kundenportfolio im Kreditkartengeschäft im asiatisch-pazifischen Raum erworben. Zudem war Wirecard mit dem Kauf der Prepaid-Kreditkartenfirma von der Bad Bank der Citigroup der Einstieg in den US-Markt gelungen. Die beiden Deals sollen den Gewinn vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen (Ebitda) im laufenden Jahr um insgesamt mehr als 35 Millionen Euro beflügeln.

„Weil das Geschäft boomt hat Braun im April die Ebitda-Prognose auf 520 bis 545 Millionen Euro angehoben“, sagt eToro-Experte Greenspan. In der Mitte der Spanne entspräche das einem Plus von knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als die operative Marge bei beachtlichen 27,7 Prozent lag. Die Analysten sagen für 2018 bereits 551 Millionen vorher. Damit würde sich das rasante Wachstum der vergangenen Jahre nahtlos fortsetzen. Zwischen 2013 und 2017 waren der Umsatz und das Ebitda um durchschnittlich jeweils 30 Prozent pro Jahr gestiegen. Das sind mehr als beachtliche Daten für ein Unternehmen mit lediglich rund 4.500 Mitarbeitern.

Ambitionierte Mittelfristziele

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Viele Investoren sind daher zuversichtlich, dass das rasante Wachstum weitergehen und der Konzern seine Mittelfristziele erreichen wird. Braun will 2020 bei einem Umsatz von mehr als 2,8 Milliarden Euro eine Ebitda-Marge von 30 bis 35 Prozent erwirtschaften, das wären 840 bis 980 Millionen Euro. Allerdings nimmt der Wettbewerbsdruck in der Branche deutlich zu, wie der Börsenneuling Adyen zuletzt eingeräumt hat. In dem Umfeld muss sich Wirecard nicht nur gegen Unternehmen wie PayPal (NASDAQ:PYPL) behaupten, sondern auch gegen Amazon (NASDAQ:AMZN) und den chinesischen Internetriesen Alibaba, die eigene Zahlungslösungen haben.

Gleichzeitig geht die Konzentration in der Branche voran. Im Mai hat PayPal den schwedischen Mobil-Bezahldienst iZettle für 2,2 Milliarden Dollar übernommen. Trotz des zunehmenden Wettbewerbsdrucks sind ebenso wie die Investoren auch die Analysten optimistisch. Der Konsens der 2020er-Schätzungen liegt bei einem Ebitda von 909 Millionen Euro, was genau die Mitte von Brauns Spanne ist.

Deutsche Bank sucht Ausweg aus der Krise

Im Gegensatz zu den Zahlen von Wirecard sind jene der Deutschen Bank mehr als ernüchternd. 2017 waren die Erträge, also die Umsätze, das zweite Jahr in Folge deutlich gesunken und lagen mit 26,45 Milliarden Euro merklich unter dem 2013er-Niveau von 31,92 Milliarden Euro. Zwar hat das Institut im vergangenen Jahr den Verlust unter dem Strich auf 735 Millionen Euro abgebaut, 2013 stand allerdings noch ein kleiner Gewinn von 681 Millionen zu Buche. In dem Zeitraum hat die Mitarbeiterzahl weitgehend stagniert, zuletzt lag sie bei rund 97.000 gegenüber 98.300 für 2013.

Dennoch sind viele Analysten zuversichtlich, dass sich die Profitabilität in den nächsten Jahren stark verbessern wird. So soll laut dem Konsens der Gewinn von 821 Millionen für 2018 über 1,9 Milliarden auf 2,6 Milliarden im Jahr 2020 nach oben schießen. Woher die Zuversicht der Finanzprofis kommt, ist allerdings deren Geheimnis. In den vergangenen Jahren kannten die Ergebnisschätzungen der Deutschen Bank nur eine Richtung: nach unten. Viele Investoren zweifeln daher daran, dass der neue Vorstandschef Christian Sewing das Institut auf den Wachstumskurs führen und die Profitabilität merklich verbessern kann.

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