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Das Bargeld geht – immer auffälliger….

Wirtschaft11.01.2019 15:20
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© Reuters. Das Bargeld geht – immer auffälliger….

Liebe Leser,

Bargeld ist gedruckte Freiheit, heißt ein Bonmot. Bargeld bedeutet, dass Sie zu jeder Zeit unentdeckt tun und lassen können, was Sie wollen – oder sich leisten können. Wer ein Eis essen möchte, isst ein Eis. Wer sich ein politisches Buch kaufen möchte, kauft sich ein politisches Buch. Wer Geld in Gold investieren möchte, kann dies bis zu 9.999 Euro pro Vorgang anonym. Unerkannt.

Kein Wunder und ein Zeichen für eine echte Krise, dass man uns das Geld wegnehmen möchte. E-Geld soll es sein. Ein geschlossenes System, in dem jeder Vorgang aufgezeichnet wird.

Jetzt wird es offensichtlicher, wie weit die Politik dabei geht, uns regelrecht über die Schulter zu sehen. Bargeld soll verboten werden. Kürzlich meldeten wir, wie weit die Situation schon eskaliert ist.

„Die Zentralbanken in Österreich und in Deutschland werden nicht mehr allzu lange 500-Euro-Scheine ausgeben. Eine gute Nachricht: Der 500-Euro-Schein sollte eigentlich schon ab Anfang Februar 2019 nicht mehr ausgegeben werden. Ein Fall von Bargeldabschaffung – der Schein verschwindet einfach. Aber eben nicht so schnell.“ Der „Spiegel“ erzählt nach Meinung eines Gastbeitrags auf MMNews Märchen. Wir schließen uns der Einschätzung an.

Schein wird wegen Terrorbekämpfung abgeschafft. Oder doch nicht?

Ein Ammenmärchen, das in diesem Zusammenhang gerne verbreitet wird, bezieht sich darauf, dass das große Bargeld von den Terroristen unbedingt benötigt werde. Die Situation ist zunächst einmal vorstellbar. Wer Waffen kaufen wollte, könnte die einfacher heimlich bezahlen, wenn dies mit großen, weniger schweren oder großvolumigen Geldpaketen passiert. Bargeld hat ja ohnehin den Vorteil, dass die Geschäfte heimlich laufen können.

Wenn also der 500-Euro-Schein verschwände, so die Logik, dann würde den Terroristen das Handwerk wenn nicht gelegt, so doch erschwert. Deshalb „muss“ der große Schein weg. Am liebsten auch noch der 200-Euro-Schein. Der Spiegel lässt dann vorrechnen, dass es immens aufwendig ist oder wäre, mit kleinen Geldscheinen solche Geschäfte zu betreiben. Also alles richtig recherchiert?

Nein. Terroristen benötigen keine 500-Euro-Scheine. Sie könnten auch in Gold bezahlen. In Silber (das allerdings deutlich größere Volumina erfordert), in Dollar (daran scheint in den Redaktionen und in der Politik ohnehin niemand zu denken), in norwegischen Kronen, im Schweizer Franken. All dies ist also ein erster minimaler Umgehungsweg, wenn die Terroristen oder wahlweise Steuerhinterzieher nicht ohnehin auf 100-Euro-Scheine wechselten.

Schade, dass die Redaktion der Argumentation der Politik hier einfach folgt. Die behauptet tatsächlich, das Bargeld müsse genau deshalb abgeschafft werden – und fängt mit dem 500-Euro-Schein an.

Eine andere Theorie lautet hingegen, dass die Verlängerung der Produktion des 500-Euro-Scheins eine Umgehung der nächsten Negativzinsen entspreche. Die EZB, die Europäische Zentralbank, wolle die Zinsen weiter senken. Von -0,4 auf -0,8 %. Dies funktioniert besonders einfach, wenn die Lagerkosten – für das Bargeld im Banksafe mit kleineren Scheinen – steigen. Dies wollen die Zentralbanken in Österreich und in Deutschland verhindern. So die Begründung.

Ein Beitrag von Kai Rademacher.

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