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Aktien Frankfurt: Dax sinkt knapp unter 16 000 Punkte

Veröffentlicht am 27.11.2023 12:05 Aktualisiert 27.11.2023 12:15
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax ist am Montag unter die 16 000 Punkte-Marke gerutscht. Zugleich ist jedoch die aktuelle Handelsspanne sehr gering. Die Anleger seien vorsichtiger, da in den kommenden Tagen Inflationsdaten aus den USA und Europa auf der Agenda stehen, hieß es am Markt. Außerdem dämpften laut den Experten von "Index Radar" schwache Daten chinesischer Industrieunternehmen die Stimmung leicht. In den USA deutet sich zudem ein etwas schwächerer Handelsstart an.

Am Freitag noch hatte der Leitindex Dax erstmals seit August als Höhepunkt einer vierwöchigen Rally über dieser psychologisch wichtigen Hürde geschlossen.

Gegen Montagmittag gab das Börsenbarometer nun um 0,20 Prozent auf 15 996,92 Punkte nach. Der MDax legte indes minimal um 0,06 Prozent auf 26 231,42 Zähler zu.

Seit bereits vier Wochen befindet sich der Dax überwiegend im Aufwind und war vor dem Wochenende bis auf 16 041 Punkte geklettert. Damit blieb er nur knapp unter seinem Zwischenhoch von Ende August. Seit der Leitindex seine mit dem Sommermonat August einsetzende Talfahrt Ende Oktober beenden konnte, hat er inzwischen wieder fast 10 Prozent gutgemacht. Das Rekordhoch von Ende Juli bei etwas unter 16 530 Punkten lässt der Jahresendrally allerdings noch Spielraum.

Wie Portfolio-Manager Thomas Altmann von QC Partners betonte, bleiben die 16 000 Punkte bleiben für das deutsche Börsenbarometer im Fokus. Ein Fall darunter "könnte am Markt schnell als Schwäche interpretiert werden", obwohl Gewinnmitnahmen nach dem guten Lauf nichts Unnormales wären. "Für eine fünfte positive Woche in Serie wird es auf jeden Fall einige gute Nachrichten brauchen, denn kurz vor dem Jahresende werden mögliche Käufer doppelt überlegen, ob sie oberhalb der 16 000 wirklich noch einsteigen wollen."

Schlusslicht im Dax waren die Aktien von BASF (ETR:BASFN) mit minus 3,4 Prozent. Sie litten unter einer kritischen Studie der US-Bank Morgan Stanley (NYSE:MS). Die Kosten in Europa stellten den Chemiekonzern vor Herausforderungen, schrieb Analyst Charles Webb mit Verweis auf die Energiepreise und eine "etwas beschwerlichere" Regulierung. Dies dürfte die Ertragskraft kurz- und mittelfristig zu spüren bekommen, konstatierte er und stufte die Aktie von "Equal-weight" auf "Underweight" ab. Das Kursziel kappte er von 43 auf 39 Euro.

Die Anteile von Bayer (ETR:BAYGN) sackten zeitweise auf 32,07 Euro und damit auf ein neues Tief seit 2006. Die Privatbank Berenberg senkte ihr Kursziel kräftig von 60 auf 36 Euro. Dadurch dass der Pharma- und Chemiekonzern seine Oceanic-AF-Studie zum Blutverdünner Asundexian wegen mangelnder Wirksamkeit eingestellt habe, breche eine Säule für künftige Erträge weg, schrieb Analyst Sebastian Bray mit Verweis auf eine entsprechende, vor rund einer Woche bekannt gewordene Nachricht. Er verwies zudem auf die Rechtsrisiken in den USA durch die Glyphosat- und PCB-Klagen. Er hält eine deutliche Dividendenkürzung für möglich.

Für die Papiere der DHL Group (ETR:DHLn) ging es um 1,5 Prozent nach oben. Laut einem Reformvorschlag des Bundeswirtschaftsministeriums für das veraltete Postgesetz soll der Zeitdruck für die Briefzustellung wesentlich abgeschwächt werden. Dies ermögliche massive Einsparungen in der Sparte Post & Paket, kommentierte Analyst Johannes Braun vom Investmenthaus Stifel. Zudem gebe es mit dem neuen Gesetz mehr Spielraum für Preiserhöhungen, weshalb er sehr gute Chancen für den Bonner Konzern sieht, seine Profitabilität in dieser Sparte zu steigern.

Vitesco (ETR:VTSCn) verloren im MDax dagegen 1,2 Prozent, obwohl der Autozulieferer Schaeffler (ETR:SHA_p) im Ringen um die Gunst der Vitesco-Aktionäre seine Übernahmeofferte nun doch erhöhte. Statt 91 will er final 94 Euro je Aktie des Antriebsspezialisten zahlen. Mancher Anleger dürfte sich aber noch etwas mehr erhofft haben.

SFC Energy (ETR:F3CG) sprangen nach der Bekanntgabe von höher als erwartet ausgefallenen Wachstumszielen bis 2028 prozentual zweistellig hoch. Zuletzt gewannen sie im Nebenwerte-Index SDax knapp 11 Prozent.

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