Eilmeldung
Sichern Sie sich 40% Rabatt 0
🔎 Investieren wie Warren Buffett: Aktien, die +174,3% besser performen als der S&P 500! 40% sparen!

ROUNDUP 2: Europa-Unwetter zehren an Allianz-Gewinn - Aktie in Dax-Spitzengruppe

Veröffentlicht am 10.11.2023 14:33 Aktualisiert 10.11.2023 14:45
Gespeichert. Lesezeichen ansehen.
Dieser Artikel wurde bereits unter Lesezeichen gespeichert
 
© Reuters
 
DE40
0,00%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
GASI
+0,14%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
ALVG
-0,81%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 
MUVGn
-1,30%
Einem Portfolio hinzufügen/entfernen
Zur Watchlist hinzufügen
Position hinzufügen

Position erfolgreich hinzugefügt zu:

Benennen Sie Ihr Beteiligungsportfolio
 

(neu: Aussagen aus Telefonkonferenz zu Katastrophenschäden in Deutschland und weiteren Ländern, Abgaben an Rückversicherer, Präzisierung der Gewinnerwartung für Gesamtjahr, aktualisierte Kursreaktion)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die schweren Unwetter in Deutschland, Italien und Österreich sind die Allianz (ETR:ALVG) im Sommer teuer zu stehen gekommen. Insgesamt kosteten die Folgen von Naturkatastrophen den Versicherer im dritten Quartal fast 1,3 Milliarden Euro und damit knapp viermal so viel wie ein Jahr zuvor, wie er am Freitag in München mitteilte. Der operative Gewinn fiel dadurch um 15 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Finanzvorstand Giulio Terzariol zeigte sich allerdings zuversichtlich, dass die Allianz in diesem Jahr einen operativen Gewinn in Rekordhöhe erreicht.

Nachdem sich die Allianz-Führung für 2023 zunächst 13,2 bis 15,2 Milliarden Euro vorgenommen hatte, erwartet Terzariol jetzt ein operatives Ergebnis klar in der oberen Hälfte dieser Spanne. Damit würde die Allianz ihren Rekord von knapp 14,2 Milliarden Euro von 2022 übertreffen. Nach den ersten neun Monaten des Jahres liegt ihr operativer Gewinn bei knapp 11 Milliarden Euro.

An der Börse wurden die Nachrichten positiv aufgenommen. Die Allianz-Aktie legte am Vormittag zeitweise um rund dreieinhalb Prozent zu. Am Nachmittag lag sie mit noch knapp zwei Prozent im Plus bei 226,45 Euro und gehörte damit zu den stärksten Titeln im Dax . Zugleich wurde sie rund 13 Prozent teurer gehandelt als zum Jahreswechsel, nachdem sie im September mit 234,55 Euro sogar den höchsten Kurs seit mehr zwei Jahrzehnten erreicht hatte. Analysten hatten für das dritte Quartal einen noch stärkeren Ergebniseinbruch erwartet.

In Deutschland kamen die Stürme "Denis", "Erwin" und "Bernd" die Allianz mit Hagel und Starkregen im Sommer teuer zu stehen, wie Finanzchef Terzariol in einer Telefonkonferenz mit Journalisten erläuterte. Ein Sprecher bezifferte die Belastung hierzulande auf fast 600 Millionen Euro. Hinzu kamen Unwetter in Italien mit etwa 400 Millionen Euro und die verheerenden Überschwemmungen in Österreich, Slowenien und Kroatien.

Der operative Gewinn im Schaden- und Unfallgeschäft brach um ein Viertel auf gut 1,4 Milliarden Euro ein. Die Schäden durch Naturkatastrophen von knapp 1,3 Milliarden Euro zehrten in der Sparte 7,3 Prozent der Einnahmen auf - und damit so viel wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr. Selbst nach der schweren Flutkatastrophe in Deutschland 2021 hatte diese Quote lediglich bei 4,9 Prozent gelegen. Die gesamten Naturkatastrophenschäden der Allianz lagen im damaligen dritten Quartal mit 659 Millionen Euro nur etwa halb so hoch wie diesmal.

Laut Terzariol hat die Allianz seit 2022 einen größeren Teil der Risiken in ihren eigenen Büchern behalten, statt sie an Rückversicherer wie die Munich Re (ETR:MUVGn) abzugeben. Denn die Rückversicherer hätten die Schwellen hochgesetzt, ab denen sie für große Schäden einspringen - und außerdem die Preise erhöht.

Entsprechend hat auch die Allianz bei ihren Kunden im Schaden- und Unfallgeschäft die Prämien angehoben, um höhere Belastungen auch infolge der Inflation aufzufangen. Insgesamt steigerte die Sparte ihr Geschäftsvolumen im dritten Quartal währungsbereinigt und auf vergleichbarer Basis um 10,8 Prozent. Preiserhöhungen machten mit 5,3 Prozent aber fast zwei Prozentpunkte weniger aus als noch im zweiten Quartal.

Zwar reichten die Einnahmen aus, um die Aufwendungen für Schäden, Verwaltung und Vertrieb zu decken. Doch die kombinierte Schaden-Kosten-Quote verschlechterte sich im Jahresvergleich von 92,5 auf 96,2 Prozent.

Besser lief es in der Lebens- und Krankenversicherung. Deren operativer Gewinn ging zwar um rund fünf Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zurück. Dies lag jedoch vor allem an veränderten Währungskursen und Übergangseffekten infolge der neuen Rechnungslegung. Seit 2023 müssen große Versicherungsunternehmen ihre Geschäftszahlen nach den neuen Standards IFRS 17 und IFRS 9 berechnen. Die Zahlen aus dem Vorjahr wurden angepasst.

Unterdessen sammelten die Fonds der Konzerntöchter Pimco und Allianz Global Investors (AGI) zusätzliches Geld von Kunden ein. Im dritten Quartal verbuchten sie Nettomittelzuflüsse von 10,5 Milliarden Euro. Die gesamte Fondssparte hielt ihren operativen Gewinn mit 788 Millionen Euro praktisch stabil. Zwar sanken die operativen Erträge um knapp drei Prozent, allerdings erhielt sie höhere erfolgsabhängige Provisionen.

Unter dem Strich entfiel auf die Allianz-Aktionäre im dritten Quartal ein Überschuss von gut zwei Milliarden Euro und damit fast 30 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damals hatte der Konzern einen Sondergewinn eingestrichen, weil er Vermögenswerte von AGI in den USA auf einen Geschäftspartner übertragen hatte. Der Grund dafür war ein milliardenschwerer Anlageskandal: AGI musste deshalb auf Geheiß der Behörden den Großteil ihres US-Geschäfts abgeben.

 

Finanzchef Terzariol wird das Jahresergebnis der Allianz im Februar nicht mehr verkünden: Er wechselt im Januar zur italienischen Konkurrentin Generali (BIT:GASI). Dort soll er das gesamte Versicherungsgeschäft leiten. Neue Finanzchefin an der Seite von Allianz-Chef Oliver Bäte wird die bisherige Chefaktuarin Claire-Marie Coste-Lepoutre.

ROUNDUP 2: Europa-Unwetter zehren an Allianz-Gewinn - Aktie in Dax-Spitzengruppe
 

Verwandte Beiträge

Kommentieren

Community-Richtlinien

Wir möchten Sie gerne dazu anregen, Kommentare zu schreiben, um sich mit anderen Nutzern auszutauschen. Teilen Sie Ihre Gedanken mit und/oder stellen Sie anderen Nutzern und den Kolumnisten Fragen. Um jedoch das Niveau zu erhalten, welches wir wertschätzen und erwarten, beachten Sie bitte die folgenden Kriterien:

  • Bereichern Sie die Unterhaltung
  • Bleiben Sie beim Thema. Veröffentlichen Sie nur Texte, die zu den genannten Inhalten passen. 
  • Respektieren Sie einander. Auch negative Meinungen und Kritik kann positiv und diplomatisch ausgedrückt werden. 
  • Benutzen Sie die anerkannten Ausdrucks- und Rechtschreibregeln. 
  • Beachten Sie: Spam, Werbenachrichten und Links werden gelöscht. 
  • Vermeiden Sie Profanität, Beleidigungen und persönliche Angriffe auf Kolumnisten oder andere Nutzer. 
  • Bitte kommentieren Sie nur auf Deutsch.

Diejenigen, die die oben genannten Regeln missachten, werden von der Webseite entfernt und können sich in der Zukunft je nach Ermessen von Investing.com nicht mehr anmelden.

Was denken Sie?
 
Sind Sie sicher, dass Sie diesen Chart löschen möchten?
 
Senden
Posten auf
 
Angehängten Chart durch einen neuen Chart ersetzen?
1000
Sie sind gegenwärtig aufgrund von negativen Nutzerbeurteilungen von der Abgabe von Kommentaren ausgeschlossen. Ihr Status wird von unseren Moderatoren überprüft.
Warten Sie bitte eine Minute bis zur erneuten Abgabe Ihres Kommentars.
Danke für Ihren Kommentar. Bitte beachten Sie, dass alle Kommentare erst nach vorheriger Überprüfung durch unsere Moderatoren veröffentlicht werden und deshalb nicht sofort auf unserer Webseite erscheinen können.
 
Sind Sie sicher, dass Sie diesen Chart löschen möchten?
 
Senden
 
Angehängten Chart durch einen neuen Chart ersetzen?
1000
Sie sind gegenwärtig aufgrund von negativen Nutzerbeurteilungen von der Abgabe von Kommentaren ausgeschlossen. Ihr Status wird von unseren Moderatoren überprüft.
Warten Sie bitte eine Minute bis zur erneuten Abgabe Ihres Kommentars.
Chart zum Kommentar hinzufügen
Sperre bestätigen

Sind Sie sicher, dass Sie %USER_NAME% sperren möchten?

Dadurch werden Sie und %USER_NAME% nicht mehr in der Lage sein, Beiträge des jeweils anderen auf Investing.com zu sehen.

%USER_NAME% wurde erfolgreich zu Ihrer Sperrliste hinzugefügt.

Da Sie diese Person entsperrt haben, müssen Sie 48 Stunden warten, bevor Sie sie wieder sperren können.

Diesen Kommentar melden

Sagen Sie uns Ihre Meinung zu diesem Kommentar

Kommentar markiert

Vielen Dank!

Ihre Meldung wurde zur Überprüfung an unsere Moderatoren geschickt
Mit Google registrieren
oder
Registrierung