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Fed-Chef Powell begräbt das Wort "transitory": Dollar zieht an - Goldpreis bricht um 38 Dollar ein

Devisen30.11.2021 17:55
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© Reuters

Von Sam Boughedda 

Investing.com - Der US-Dollar hat am Dienstag kräftig zugelegt, während der Goldpreis zur gleichen Zeit um 38 Dollar eingebrochen ist. Auslöser dafür waren Aussagen des Fed-Chefs Jerome Powell, wonach es nun an der Zeit sei, das Wort "transitory" aus dem Sprachgebrauch der US-Zentralbanker zu streichen. Zudem deutete er an, dass die Notenbank beim Tapering ihrer monatlichen Wertpapierkäufe einen Gang höher schalten könnte.

In seiner Rede vor dem Bankenausschuss des Senats sagte Powell: "Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Wirtschaft stark unterwegs und der Inflationsdruck ist höher, weshalb es meiner Meinung nach angemessen ist, das Tapering der Wertpapierkäufe vielleicht schon ein paar Monate früher zu beenden."

Erst auf ihrer Novembersitzung hatte die Fed mittgeteilt, dass sie die monatlich 120 Milliarden Dollar Anleihekäufe um 15 Milliarden Dollar pro Monat reduzieren werde.

Darüber hinaus sagte Powell, dass das Risiko einer anhaltend höheren Inflation zugenommen habe und er auch im kommenden Jahr mit einer hohen Inflation rechne, wenngleich die Basiserwartung sei, dass die Teuerung im Laufe des Jahres 2022 wieder zurückgehen werde.

Als Reaktion auf die Äußerungen Powells legte der US-Dollar zu seinen Rivalen auf breiter Front zu. Der EUR/USD fiel um mehr als 100 Pips, ebenso wie der GBP/USD und andere Dollar-Paare, während der XAU/USD um rund 38 Dollar einbrach.

Besonders bemerkenswert war der Kommentar des Fed-Chefs zum Gebrauch des Wortes "transitory" in Bezug auf die aktuelle Haltung der Fed-Vertreter zur Inflation. Powell zufolge sei der Begriff wahrscheinlich nicht mehr zielführend.

Powell erklärte, das Wort "transitory" habe für verschiedene Menschen unterschiedliche Bedeutungen.

Dennoch ist er der Meinung, dass es "wahrscheinlich ein guter Zeitpunkt ist, dieses Wort in den Ruhestand zu schicken und zu versuchen, klarer zu erklären, was wir meinen".

Powell rückt also nicht von seiner derzeitigen Haltung ab, dass die Inflation nur vorübergehend ist, sondern sagt lediglich, dass das Wort selbst ausgedient hat und die Fed deutlicher zum Ausdruck bringen muss, was damit gemeint ist.

Fed-Chef Powell begräbt das Wort "transitory": Dollar zieht an - Goldpreis bricht um 38 Dollar ein
 

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Kommentare (4)
Heiko Lesser
Heiko Lesser 01.12.2021 3:44
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@AEHighC: Nein, um so größer die Spreizung zwischen Zinsniveau und Inflationsrate, um so höher der Goldpreis: Powell sendet die Botschaft, dass Zinsen schneller steigen werden und die Inflation im Jahresverlauf 2022 sich abschwächen wird. Das ist eine Doppelbotschaft gegen den Goldpreis. Für mich ist das eineindeutig und logisch….. der Goldpreis ist gestiegen in der Erwartung, dass aufgrund der neuerlichen Coronakrise die Inflation (Lieferengpässe) und keine Zinserhöhung (Konjunktur abwürgen) die Zins/Inflationsschere weiter sehr offen bleibt. Europa wird sich dem trotz der desolaten Staatshaushalte nicht verschließen können, da jeder Volkswirt weiß, dass zwar ein starker Dollar kurzfristig Vorteile für den Export haben, mittelfristig die eigene Volkswirtschaft durch die Kapitalabflüsse schädigen.Fazit: Gold wird keine gute Kapitalanlage sein können
Andreas Erbe
AEHighC 01.12.2021 3:44
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Vielen Dank für die Mitteilung. Ihre Aussagen sind teilweise richtig. Die USA und auch Europa sind extrem verschuldet. Höhere Leitzinsen wird man volswirtschaflich gesehen nicht bezahlen können. Insofern sind es leere Drohgebärden um sich einen kleinen Zeitvorteil zu verschaffen. Solange die Realzinsen negativ bleiben, ist das Signal für Gold Bullish. Die USA beeinflussen massiv den Goldpreis und es gibt jede Menge Kontrakte ohne physischen Tausch. Interessanter finde ich die Frage, ob die USA überhaupt noch den Vorrat an Goldreserven haben den sie vorgeben und liefern können?
Andreas Erbe
AEHighC 01.12.2021 3:44
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Insofern mag ihre Annahme die Aussage von Jerome Powell richtig interpretiert sein und ich gehe davon aus, dass das so auch viele Marktteilnehmer so auffassen möchten. Quid pro quo: Zinsen weiter senken wird wohl kaum gehen, erhöhen auch nicht, da die Wirtschaft zun erliegen käme. Weiter Geld drucken ist so als würde man das Feuer mit Benzin löschen wollen. Daher gehen wir in 2022 von weiteren massiven Preissteigerungen aus, sprich Inflation. Viele Grüße
Andreas Erbe
AEHighC 30.11.2021 21:59
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Eigentlich unsinnige Rede, wobei das Wort Transatory aus dem Sprachgebrauch der FED gestrichen wurde, ergo wird von einer nicht vorübergehender Inflation ausgegangen. Habe ich ja immer gesagt, d.h. hohe Inflation die eigentlich steigende Goldpreise bescheren sollte. Das Gegenteil ist der Fall. Ergo: die Dummheit stirbt nie
Andreas Erbe
AEHighC 30.11.2021 21:00
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Das Tapering bedeutet steigende Anleihezinsen, jedoch die Streichung 'Transatory' bedeutet, dass die Inflation nicht vorübergehend ist. Bei der Höhe der aktuellen Inflation haben wir ein abermals Marktverhalten
Andreas Erbe
AEHighC 30.11.2021 20:58
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Nach der Aussage würde ich von einem steigenden Goldpreis und von einem fallenden Dollarpreis ausgehen. Und nicht umgekehrt.
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Matthias MM
Matthias MM 30.11.2021 20:58
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last not least: auf lange Sicht wird die Inflation den Goldpreis steigen lassen. also freut euch doch, dass es noch nicht bei 2200 steht und ihr noch ganz entspannt investieren könnt. wenn gold erstmal die inflation im kurs hat, braucht ihr keins mehr kaufen.
Matthias MM
Matthias MM 30.11.2021 20:58
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und die USA manipuliert sicher nicht den goldpreis... nach unten. jedes land dieses planeten, das nennenswerte goldreserven hat, hat ein interesse an einem hohen goldpreis.
Nils grüso
Nils grüso 30.11.2021 20:58
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Danke für die Aufklärung Matthias! Was ich mich jetzt aber fragen ist: Was hat der Goldpreis das letzte Jahr über gemacht? Wenn ich mich richtig erinnere (und meine Informationen richtig sind), sollte der Goldpreis ja eigentlich negativ mit den Realzinsen korrelieren (also grob 15 jährige US Staatsanleihen minus Inflation (mal minus Eins)). Jetzt waren die Zinsen auf einem absoluten Tief und die Inflation ist so hoch wie seid langem nicht mehr, aber der Goldpreis ist sogar gefallen. Also welche Variable hält den Goldpreis gerade unten? Die guten Renditen am Aktienmarkt vielleicht?!
Matthias MM
Matthias MM 30.11.2021 20:58
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der anhaltende bullenmarkt kann eine ursache sein. charttechniker sehen gründe auch in der charttechnik und sehen den abverkauf seit über einem jahr als zwingende Bewegung bevor gold richtig nach oben gehen kann. mag man von halten, was man will, die entw. des preises gibt den elliotwavern im moment recht.
Matthias MM
Matthias MM 30.11.2021 20:58
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erstmal ist der preis ja rauf, so wie die realzinsen runter sind. bis august2020 und dann kam die überschreitung des erholungs-v im sp500 und die investoren haben auf bullenmarkt geschaltet, gold raus, rein in aktien. kann ne erklärung sein. gibt aber auch die charttechnik nach elliotwellen und die sagten schon im frühjahr 2020, dass gold nochmal hart zurückkommt bis 1680. kann man von halten, wasman will, im moment liegen die gegen alles unverständnis der goldbullen verdammt richtig und das zählt am ende. also, niedrigen preis feiern statt fluchen, einsteigen und liegen lassen.
 
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