FRANKFURT (dpa-AFX) - Die trotz eines Umsatz- und Gewinnrückgangs unerwartet guten Quartalszahlen von K+S (XETRA:SDFGN) haben am Mittwoch der Aktie Schub verliehen. Das Papier des Dünger- und Salzproduzenten zog zeitweise auf bis zu 27,25 Euro an und war damit so teuer wie seit Ende Juli 2013 nicht mehr. Bis zum späten Vormittag dämmten der Titel die Gewinne mit plus 0,61 Prozent auf 26,55 Euro teils wieder ein, notierten damit aber immer noch im oberen Dax-Drittel. Der deutsche Leitindex notierte unterdessen mit minus 0,07 Prozent nahezu unverändert.
Ein Händler sagte am Morgen, das Zahlenwerk von K+S habe die Erwartungen übertroffen. Analysten reagierten überwiegend positiv, es gab jedoch auch kritische Stimmen. K+S hatte zum Jahresstart wegen deutlich niedrigerer Kali-Preise kräftige Einbußen bei Umsatz und Gewinn hinnehmen müssen. Dabei hatte der strenge Winter in Nordamerika für eine Sonderkonjunktur gesorgt und die milde Witterung in Europa mehr als wettgemacht. Das operative Ergebnis im Salzgeschäft legte daher deutlich zu.
Die starke Nachfrage nach Streusalzen und Kalidünger hob auch Analyst Heinz Müller von DZ Bank in einem ersten Kommentar hervor. Er bekräftigte, dass die Konzernzahlen sowohl beim Umsatz als auch Ergebnis die Markterwartungen übertroffen hätten. Überdies hob er die bestätigte Jahresprognose als positiv hervor.
Equinet-Analyst Michael Schäfer betonte, dass vor allem die Kalisparte ein überraschend starkes operatives Ergebnis abgeliefert habe. Die Kostensenkungen hätten hier Früchte getragen und seien zudem deutlich höher ausgefallen als erwartet. Schäfer hofft überdies bald auf klärende Worte des Managements zum Ausblick, da der Konzern in der bestätigten Jahresprognose wie üblich bisher nur qualitative Aussagen gemacht und keine konkreten Zahlen genannt habe.
Etwas verhaltener reagierte unterdessen Lutz Grüten von der Commerzbank auf das Zahlenwerk. Absatz und Preise hätten sich unter seinen Erwartungen entwickelt, schrieb er in einer Studie vom Mittwoch. Der Konzern habe zwar von einem besseren Produktmix profitiert, doch dürfte dies sicherlich nicht im gesamten Jahr so bleiben.