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Aktien Frankfurt Ausblick: Weitere Gewinne erwartet nach EZB-Entscheid

Veröffentlicht am 17.03.2023, 08:28
© Reuters.
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt zeichnet sich am Freitag ein positiver Handelsauftakt ab. Der Dax sollte an seine jüngsten Erholungsgewinnen anknüpfen und zurück über die psychologisch wichtige Marke von 15 000 Punkten springen, die er tags zuvor nur zeitweise erreicht hatte. Dabei dürfte die positive Reaktion an den Finanzmärkten auf die Haltung der Europäischen Zentralbank (EZB) die Kurse noch etwas nach oben tragen.

Knapp eine Stunde vor dem Börsenauftakt signalisiert der X-Dax für den deutschen Leitindex ein Plus von 0,6 Prozent auf 15 059 Punkte. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone steuert auf ein Plus von 0,8 Prozent zu.

Nach äußerst turbulenten Handelstagen steht für den deutschen Leitindex im bisherigen Wochenverlauf auf Basis der aktuellen Indikationen allerdings immer noch ein Minus von zweieinhalb Prozent zu Buche. Die Schieflage einiger kleinerer US-Banken und Sorgen um Finanzkraft der Schweizer Credit Suisse (SIX:CSGN) hatten schwer auf der Stimmung gelastet und für reichlich Kurskapriolen gesorgt.

"Alarmiert, aber nicht irritiert" sei die Reaktion der EZB auf die jüngsten Hiobsbotschaften aus der Bankenwelt gewesen, schrieb Gebhard Stadler, Ökonom bei der Landesbank BayernLB. Trotz der Turbulenzen im Bankensektor seien die Euro-Notenbanker nicht von ihrem angekündigten Kurs abgewichen. Die Währungshüter hatten bei ihrer jüngsten Sitzung - wie zuvor signalisiert - den Leitzins um weitere 0,5 Prozentpunkte angehoben und ihren entschlossenen Kampf gegen die Inflation betont.

Auf weitere Zinsschritte für die Zukunft hatte sich die EZB indes nicht festgelegt. Das dürfte am Vortag auch die Aktienmärkte überzeugt haben, die trotz der kräftigen Zinsanhebung deutlich ins Plus gingen. Auch steigt inzwischen die Hoffnung auf eine ebenfalls gemäßigtere Gangart der US-Notenbank Fed. Zudem hatten ein Rettungspaket für die Credit Suisse und Milliardenhilfe für die trudelnde US-Regionalbank First Republic die Investoren zuletzt wieder etwas beruhigt.

Im Tagesverlauf könnte noch der sogenannte große Verfall für Ausschläge der Aktienindizes sorgen. Gegen Mittag verfallen an der Termin- und Derivatebörse Eurex Optionen und Terminkontrakte auf den Dax und den Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 . Investoren versuchen zu den Verfallterminen, die Indizes in die für ihre Marktposition günstige Richtung zu bewegen. Daher kommt es oft zu unvermittelten Kurskapriolen. Nach Einschätzung von Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners könnte für den Dax die runde Marke von 15 000 Punkten im Fokus stehen.

Auf Unternehmensseite steht den Anlegern nach dermit zahlreichen Bilanzen gespickten Woche ein ruhigeres Programm bevor. Im Dax richten sich die Blick auf den Immobilienkonzern Vonovia (ETR:VNAn) , der bereits am Vorabend nachbörslich mit seinen Jahreszahlen wie von vielen befürchtet eine kräftige Dividendenkürzung verkündet hatte. Den Anlegern dürfte der verkleinerte Geldsegen wenig schmecken. Zudem erwartet das Management 2023 einen Gewinnrückgang.

Aktien der Deutschen Post (ETR:DPWGn) sind derweil nach dem Jahresbericht des Konkurrenten Fedex (NYSE:FDX) ein Thema. Der US-Konzern hatte trotz eines schwierigen Geschäftsquartals seinen Ausblick kräftig angehoben, worauf nachbörslich der Fedex-Kurs in die Höhe geschnellt war. Der Ausblick sei allerdings dank erfolgreicher Sparanstrengungen verbessert worden, sagte ein Händler am Morgen. Die Auswirkungen auf die Post-Aktie seien daher womöglich begrenzt.

Während eine Kaufempfehlung durch die US-Goldman Sachs die Aktien des Aromen- und Duftstoffeherstellers Symrise (ETR:SY1G) bereits vorbörslich antrieb, könnten im späteren Verlauf noch die Papiere des IT-Dienstleisters Bechtle (ETR:BC8G) im Zuge der Zahlenvorlage einen Blick wert sein.

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