Investing.com - Meta (NASDAQ:META) macht mehr Umsatz als gedacht. Gleichzeitig fällt der Umsatzausblick besser aus als erwartet und der Konzern rechnet mit geringeren Gesamtkosten und Investitionsausgaben. Das i-Tüpfelchen war die Bewilligung eines Aktienrückkaufprogramms in Höhe von 40 Milliarden Dollar. All das kam bei den Anlegern gut an. Die Aktie steigt nachbörslich um fast 17 Prozent.
Die Facebook-Mutter hat im Schlussquartal 32,17 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. Analysten hatten nur mit 31,53 Milliarden Dollar gerechnet. Dennoch sind die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum das dritte Quartal in Folge gesunken. Wären die Wechselkurse jedoch gleich geblieben wie im Jahr 2021, wäre der Umsatz um fast 2 Milliarden Dollar höher ausgefallen, so Meta.
Die Werbeeinnahmen sanken um 4,2 Prozent auf 31,25 Milliarden Dollar, lagen aber etwas über den Schätzungen der Börse.
Der Gewinn pro Aktie lag bei 1,76 Dollar. Die von Investing.com befragten Analysten hatten ein EPS von 2,26 Dollar erwartet. Der Nettogewinn brach um 55 Prozent auf 4,65 Milliarden Dollar ein, wobei die operative Marge von 37 Prozent auf 20 Prozent fiel.
Für das erste Quartal erwartet Meta einen Umsatz in der Spanne von 26,0 bis 28,5 Milliarden Dollar. Experten hatten im Schnitt mit 27,25 Milliarden Dollar gerechnet. Meta schätzt die Investitionsausgaben für das Jahr 2023 nun in einer Spanne von 30 bis 33 Milliarden Dollar, statt wie bisher von 34 bis 37 Milliarden Dollar. "Der reduzierte Ausblick spiegelt unsere aktualisierten Pläne für geringere Bauausgaben für Rechenzentren im Jahr 2023 wider, da wir auf eine neue Rechenzentrumsarchitektur umstellen, die kosteneffizienter ist und sowohl KI- als auch Nicht-KI-Workloads unterstützen kann", heißt es in der Pressemitteilung zur Bekanntgabe der Quartalszahlen.
Die Gesamtkosten schätzt Meta für 2023 nun auf 89 bis 95 Milliarden Dollar - das liegt unter der vorherigen Prognose von 94 bis 100 Milliarden Dollar und vor allem unter der Schätzung der Analysten von 95,2 Milliarden Dollar.
Der Average Revenue per User (ARPU), zu deutsch "durchschnittlicher Erlös pro Nutzer", lag bei 10,86 Dollar. Laut den von StreetAccount zusammengestellten Daten wurde hier mit 10,63 Dollar gerechnet.
Die Zahl der täglich aktiven Nutzer (DAUs) nahm um 4 Prozent auf 2,00 Milliarden zu. Erwartet wurden hier 1,99 Milliarden Nutzer. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer (MAUs) legte um 2 Prozent auf 2,96 Milliarden zu.
Der Umsatz der Metaverse-Sparte "Reality Labs" sank im Vergleich zum Vorjahr von 877 Millionen Dollar auf 727 Millionen Dollar (erwartet 652,4 Millionen Dollar). Gleichzeitig erhöhte sich jedoch auch der operative Verlust von rund 3,3 auf 4,2 Milliarden Dollar.
von Robert Zach