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Porsche-Börsengang: Das musst du wissen

Aktien 27.09.2022 10:35
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Endlich ist er da, der Börsengang der Luxus-Automarke Porsche! Bisher ist es Investoren nur möglich, in die Holdinggesellschaft Porsche SE (ETR:PSHG_p) (F:P911_p) zu investieren. Allerdings wird man dadurch indirekt Teilhaber an Volkswagen (ETR:VOWG) und ist somit nur über zwei Ecken an Porsche selbst beteiligt.

Allerdings können sich Privatanleger schon bald direkte Anteile von dem deutschen Kult-Autobauer ins Depot legen. Der IPO der Porsche-Aktie hat das Potenzial, zum Top-Event an der Börse zu werden.

Nachfolgend möchte ich dir einen Überblick über alles geben, was du über den Porsche-Börsengang wissen musst.

Der Porsche-Börsengang im Überblick

In Anlehnung an das beliebte Kult-Fahrzeugmodell werden 911 Mio. Vorzugsaktien ausgegeben. Die mögliche Preisspanne für die Ausgabe der Aktien liegt zwischen 76,50 und 82,50 Euro je Stück. Dadurch ergäbe sich eine Marktkapitalisierung in Höhe von 70 bis 75 Mrd. Euro.

Die Angebotsfrist läuft seit dem 20.09.2022 und endet voraussichtlich am 28.09.2022. Als Privatanleger kannst du die Porsche-Aktie bei jeder namhaften Bank zeichnen. Je höher dein Angebot, desto höher ist logischerweise die Chance, gleich beim IPO die begehrten Aktien von Porsche zu erhalten.

Was spricht dafür, die Porsche-Aktie zu zeichnen oder zu kaufen?

Porsche punktet durch seine ikonische Marke, und womöglich ist es genau das, was den Börsengang im Vorfeld so spannend für viele Privatanleger macht. Außerdem wächst der Hersteller luxuriöser Wagen solide und weist aufgrund seiner Marktpositionierung eine attraktive Marge auf.

Die Elektrifizierung der Fahrzeuge verspricht eine anhaltende Nachfrage nach den sportlichen Schlitten. Zudem dürfte es Porsche möglich sein, mit Elektrofahrzeugen eine noch höhere Marge zu erzielen. Immerhin sind elektrische Autos in ihrer Bauweise einfacher und günstiger herzustellen als herkömmliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Doch nicht nur das spricht grundsätzlich dafür, sich mit dem Börsengang und der künftigen Porsche-Aktie zu beschäftigen.

Das Zahlenwerk von Porsche lässt sich sehen

Der Umsatz mit Automobilen lag im Jahr 2021 bei 30,3 Mrd. Euro und machte 91 % vom Gesamtumsatz aus. Den Rest seines Umsatzes (3,1 Mrd. Euro) erzielte Porsche mit Finanzdienstleistungen.

So wie es sich für eine Luxusmarke gehört, ist der schwäbische Autobauer auch profitabel: Beim operativen Ergebnis erzielte das Unternehmen ein Plus von 5,3 Mrd. Euro, während der Nettogewinn mit 4 Mrd. Euro im selben Zeitraum auch recht üppig ausfiel.

Die Bruttomarge des Konzerns stieg in den letzten Jahren von 25,5 % im Jahr 2019 über 26,3 % in 2020 bis hin zu 26,7 % im letzten Geschäftsjahr. Eine attraktive Entwicklung, die auf eine noch bessere Zukunft hoffen lässt.

Und das kommt nicht von ungefähr: Der durchschnittliche Umsatz je Auto beträgt bei Porsche 100.000 Euro. Das ist zwei Mal mehr als der Durchschnitt bei Premium-Autobauern wie Audi, BMW (ETR:BMWG), Mercedes (ETR:MBGn), Tesla (NASDAQ:TSLA) und Volvo (ST:VOLVb).

Fazit: Der Porsche-Börsengang ist interessant

Besonders für Porsche-Fahrer dürfte der Börsengang der Luxusmarke spannend sein. Denn mit ein paar Aktien des Unternehmens kann man sich emotionaler noch enger an die Marke binden. Und wir wissen schließlich, dass der Kundenkreis des Unternehmens genügend finanzielle Mittel hat, um die eine oder andere Porsche-Aktie zu zeichnen oder zu kaufen.

Doch auch für Otto-Normal-Privatanleger ist der Porsche-Börsengang interessant. Es handelt sich hierbei um ein Unternehmen mit einer wertvollen Marke, einem soliden Wachstum und einer hohen Profitabilität.

An der fundamentalen Qualität von Porsche zweifle ich keineswegs. Mir stellt sich lediglich die Frage, ob die Porsche-Aktie nicht, vor allem für das aktuelle Börsenumfeld, etwas zu teuer ist. Daher werde ich persönlich vorerst von der Seitenlinie zuschauen und keine Aktien zeichnen.

Caio Reimertshofer besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von PORSCHE AUTOMBL UNSP/ADR, Tesla, Volkswagen AG und empfiehlt BMW.

Motley Fool Deutschland 2022

Dieser Artikel erschien zuerst auf The Motley Fool

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